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ARCHIV - 23.01.2020, Berlin: Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin, steht im Institut für Virologie an der Charité Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen. Deutschland wird Experten zufolge mit dem neuen Coronavirus dauerhaft leben müssen. Der Virologe Drosten erwartet, dass Deutschland in Europa eines der Länder mit den höchsten Fallzahlen wird, «weil unsere Bevölkerung sehr reisefreudig ist», wie der Experte von der Berliner Charité am Donnerstagabend (27.02.2019) im ZDF sagte. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Christophe Gateau)

Virologe Christian Drosten ist von chinesischer Impfstoff-Forschung «verblüfft». Bild: DPA

Drosten überrascht: Wie wirksam ist der Impfstoff aus China?

nathalie helene rippich / t-online.de



Fieberhaft wird rund um den Globus nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus gesucht. Eine hoffnungsvolle Studie kommt aus China. Dort wurde der denkbar einfachste Weg gewählt.

In der westlichen Welt wird der Impfstoff gegen das Coronavirus mit hochmodernen Methoden gesucht. Erste Studien zur Verträglichkeit wurden unter anderem in Deutschland bereits zugelassen. In China sind die Forscher jedoch schon weiter: Das Unternehmen Sinovac Biotech testet dort bereits auf die Wirksamkeit des potenziellen Impfstoffs. Und es sieht wohl gut aus.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt gemeinsam mit Partnern am 8. November einen nationalen Impftag gegen Grippe durch. (Symbolbild)

Kommt der Impfstoff etwa schon bald? Bild: KEYSTONE

Christian Drosten ist «verblüfft»

Dass ausgerechnet dieser Impfstoff soweit ist, «verblüfft» Christian Drosten, Virologe an der Charité und einer der wichtigsten deutschen Experten in der Coronakrise. Im NDR-Podcast «Coronavirus-Update» sagte der Wissenschaftler: «Ein Totimpfstoff, das ist das einfachste, was man machen kann, wenn man einen Impfstoff haben will.» Jedoch habe die Wissenschaft damit in Vergangenheit auch schlechte Erfahrungen gemacht. So sei die Sorge gross, dass die Krankheit durch die Gabe immunbedingt, also durch eine Überreaktion auf den Impfstoff, verstärkt wird.

«Das ist das einfachste, was man machen kann.»

Christian Drosten ndr

Was genau ein Totimpfstoff ist, erklärt Drosten dann auch noch: Es handle sich um einen Impfstoff, bei dem Viruszellen abgetötet und mit einem Hilfsstoff versetzt zu einem Präparat gemacht werden. Das heisst: Im Grunde wird das Virus selbst genommen, um daraus ein Gegenmittel herzustellen. Klingt einfach, und ist es laut Drosten auch. Ein Beispiel dafür ist die Tetanus-Impfung.

Rhesusaffen wurden mit Erfolg geimpft

Für die chinesische Studie wurde demnach erst an Nagern, dann ziemlich schnell an Rhesusaffen getestet. Sie haben den Impfstoff erhalten und wurden dann mit einer grossen Menge des Erregers infiziert, «mehr als der Mensch jemals abbekommen würde», so Drosten. «Belastungsinfektion» nennen die Forscher das. Das Ergebnis: Die Impfung scheint zu wirken, es wurden genug Antikörper produziert, um das Virus zu besiegen. Auch an Menschen soll bereits getestet werden.

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