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epa08378415 People gather in a cafe to enjoy the warm spring weather in Stockholm, Sweden, 22 April 2020, amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/ANDERS WIKLUND  SWEDEN OUT

In Schweden lief das öffentliche Leben weiter – trotz Corona-Pandemie. Bild: EPA

Schweden übte den Pandemie-Notfall vor Jahren – darum gehen sie jetzt ihren Sonderweg



Der sogenannte schwedische Sonderweg ist international umstritten und sorgte auch in Deutschland für gemischte Meinungen. Während in fast allen europäischen Ländern während der Corona-Pandemie ein Lockdown verhängt wurde und das öffentliche Leben in grossen Teilen eingeschränkt war, lief das Leben in Schweden weiter.

Nicht alle Experten sind von dieser Strategie überzeugt. Schweden musste sich aus unterschiedlichen Ländern Kritik gefallen lassen. Mit gut 3700 Todesfällen hat das Land in Relation zu seinen Einwohnern eine höhere Todesrate zu beklagen als die skandinavischen Nachbarländer oder Deutschland. Warum also entschied sich Schweden als einziges Land für diesen Weg?

Schweden simulierte bereits 2010 eine Pandemie

Neue Dokumente aus Malmö könnten nun eine Antwort auf diese Fragen liefern. Denn es kommt heraus: Das Land hatte 2010 den Umgang mit einer solchen Epidemie bereits geprobt. Darüber hatte zunächst die schwedische Zeitung «Sydsvenskan» berichtet.

Anlass für die Simulation war die Schweinegrippe im Jahr 2009. Sicherheitsexperten hatten veranlasst, eine Risikoanalyse mit rund 740.00 Einwohnern der Region Malmö durchzuführen. Ausserdem überprüften sie die Effektivität gewisser Schutzmassnahmen. Dazu zählten etwa Schulschliessungen und Bewegungseinschränkungen. Über Jahre hinweg werteten Experten diese Simulation aus.

Die Ergebnisse dieser Auswertung könnten nun die Entscheidungshilfe für den Umgang mit dem Coronavirus geliefert haben. Denn an dem Bericht von damals war auch Epidemiologe Anders Tegnell massgeblich beteiligt. Der Experte von der Nationalen Gesundheitsbehörde ist wohl der wichtigste Berater der schwedischen Regierung während der Pandemie überhaupt.

Schulschliessungen hatten nur geringen Effekt

Die damalige Analyse habe demnach etwa gezeigt, dass Schulschliessungen nur einen geringen Effekt auf die Ausbreitung des Virus hätten – obwohl Kinder eine wichtige Rolle bei der Übertragung gespielt hatten.

Die Leiterin der Analyseabteilung im Volksgesundheitsamt, Lisa Brouwers, betont, dass gewisse Aussagen aus den Studien von 2010 auf die heutige Situation anwendbar seien. Sie war damals ebenfalls an der Analyse beteiligt.

Während andere Länder vor allem auf die reinen Infektions- und Todeszahlen durch Corona-Erkrankte schauen, nehme Schweden ihr zufolge die gesamte Gesundheit der Bevölkerung in den Fokus – zum Beispiel auch psychische Folgen, die Schulschliessungen hätten.

(lau)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MJCD 20.05.2020 14:18
    Highlight Highlight Der "Vergleich" mit Schweden hinkt. Nebst zahlreichen Variablen, die das vergleichen verunmöglichen (Demographische Unterschiede, "Hot-Spot" nähe, Mentalität, usw...) ist es für ein Fazit noch viel zu früh. Die angestrebte "schnelle" Durchseuchung und deren "Immunität" ist wissenschaftlich noch fraglich. Zudem wird die Wirtschaft staatlich weniger unterstütz, trotz Umsatzrückgang. Leider braucht es auch für ein Fazit des "richtigen Weges" eine gesellschaftlich stark schwindende Eigenschaft: Geduld.
  • Hockey-Fan 20.05.2020 13:54
    Highlight Highlight Nochmals zum Nachdenken: Werden wir auch über jede auf Grund der Rezession erkrankte Person (zuerst in der Regel psychisch, manifestiert sich dann aber oft auch physisch) eine tägliche Statistik in den Medien sehen? Jede Scheidung, jeder Suizid, welche/r auf Arbeitslosigkeit und Existenzangst zurückzuführen ist, in einer Tabelle aufgeführt? Ich bezweifle es …

    Nein, meiner Meinung nach versagt das System Schweden nicht, vielleicht ist es weitsichtiger, als wir denken, die Zeit wird es zeigen.
    • FrancoL 20.05.2020 15:19
      Highlight Highlight Was willst Du in naher oder fernen Zukunft sehen? Wird in naher oder fernen Zukunft ein Vergleich von unterschiedlichen geografischen Lagen oder die Nähe zu Hotspots plötzlich nicht wichtig sein? Wenn ja was sind das für Vergleiche? So wie Bananen und Äpfel?
      Hätte die Lombardei die angebliche Weitsicht der Schweden haben sollen? Nein Danke, denn das hätte die Schweiz arg belastet.
      Man wird nie wegbedingen können, dass Situationen Grund verschieden sind.
  • FrancoL 20.05.2020 12:53
    Highlight Highlight Das Problem ist die Mentalität gegenüber den Toten, den Toten die eher im älteren Segment liegen. Meine schwedischen Verwandten und Bekannten, sehen da mehrheitlich kein Problem; "es sei halt nun mal so" sagen mir etliche Schweden, "das könne es halt geben, die Welt gehe darum nicht unter" eine weitere Feststellung.
    Dies können nur Menschen sagen , die eine gewisse gesellschaftliche Gleichgültigkeit an den Tag legen und das Glück haben geografisch weit weg von Hotspots zu sein.
    • Silent_Revolution 20.05.2020 13:14
      Highlight Highlight "Dies können nur Menschen sagen , die eine gewisse gesellschaftliche Gleichgültigkeit an den Tag legen und das Glück haben geografisch weit weg von Hotspots zu sein."

      1a, aber das ist weder ein schwedisches, noch ein Coronaproblem.

      Genau dieselbe Gleichgültigkeit gegenüber 9 Millionen Hungertoten legt so ziemlich jeder an den Tag, den ich kenne. Notabene mit genau denselben Ausflüchten.
    • FrancoL 20.05.2020 16:03
      Highlight Highlight @silent, es ist nicht wichtig, ob es auch andere als die Schweden tun, es geht um eine Tatsache, die es zu bedenken gibt unabhängig von vielen anderen denen die Toten in anderen Gebieten am allerwertesten vorbei gehen.
      Es geht um den Denkansatz der zu Lösungen oder vermeindlichen Lösungen führt. Ich mache immer noch einen Unterschied, ob eine Gesellschaft für ihre alten Mitmenschen einsteht oder nicht, auch wenn diese Gesellschaft sich lausig gegenüber Toten in anderen Ländern verhält.
      Ich bin natürlich sicher?
    • Silent_Revolution 20.05.2020 16:18
      Highlight Highlight "Ich mache immer noch einen Unterschied, ob eine Gesellschaft für ihre alten Mitmenschen einsteht oder nicht, auch wenn diese Gesellschaft sich lausig gegenüber Toten in anderen Ländern verhält."

      Wieso? Hast du etwa eine gewisse Gleichgültigkeit aufgrund geografischer Entfernung zu den Hotspots entwickelt? 😋
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mike Milligan 20.05.2020 12:21
    Highlight Highlight Frage mich langsam ob ich bei watson.se bin? Bitte mehr inländische Berichterstattung, istället für Schweden
  • Hallwilerseecruiser 20.05.2020 12:10
    Highlight Highlight All jene, die das schwedische Modell noch immer hochjubeln, sollen sich mal folgende Zahlen vor Augen halten (Quelle: Worldometer).

    * Schweden: 10,1 Mio. Einwohner, 30'799 Fälle, 3743 Tote
    * Norwegen: 5,4 Mio. Einwohner, 8'267 Fälle, 233 Tote
    * Finnland: 5,6 Mio. Einwohner, 6'399 Fälle, 301 Tote

    Das schwedische Modell hat im Vergleich zu den Nachbarländern eindeutig versagt.
    • FrancoL 20.05.2020 12:52
      Highlight Highlight Das Problem ist die Mentalität gegenüber den Toten, den Toten die eher im älteren Segment liegen. Meine schwedischen Verwandten und Bekannten, sehen da mehrheitlich kein Problem; "es sei halt nun mal so" sagen mir etliche Schweden, "das könne es halt geben, die Welt gehe darum nicht unter" eine weitere Feststellung.
      Dies können nur Menschen sagen , die eine gewisse gesellschaftliche Gleichgültigkeit an den Tag legen und das Glück haben geografisch weit weg von Hotspots zu sein.
    • Meiniger 20.05.2020 13:44
      Highlight Highlight Wer versagt hat, kann erst in paar Monaten / Jahren gesagt werden, wenn entweder das Virus ausstirbt oder es eine Impfung gibt.
    • Muert Azul 20.05.2020 14:46
      Highlight Highlight Warum vergleichst du nicht die Regionen innerhalb einzelner Länder. Die haben allsammt enorme Unterschiede bei der Fall- und Todeszahlen obwohl sie alle innerhalb des Landes das selbe Model hatten. Von daher finde ich es nicht sehr Sinnvoll Nachbarländer zu vergleichen.
  • Victor Paulsen 20.05.2020 10:51
    Highlight Highlight Waren die Schweden ziemlich die einzigen, die sich auf ein solches Virus vorbereitet haben und einen Plan hatten?
    • c_meier 20.05.2020 11:06
      Highlight Highlight die Schweiz hat auch ihren Pandemieplan seit einigen Jahren inkl Angabe dass 300 Millionen Masken nötig sind.
      Kontrolliert hat es aber niemand da Gesundheit eigentlich Kantonssache ist
  • Firefly 20.05.2020 10:27
    Highlight Highlight Es ist gut, dass nun verschiedene Ansätze probiert werden, so kann man für ein nächstesmal lernen. Man stelle sich vor, der Virus wäre aggresiver und würde durch alle Altersstufen meht Tote bringen...
  • Varanasi 20.05.2020 10:25
    Highlight Highlight Den Wirtschaftseinbruch haben sie wohl falsch eingeschätzt:

    Urban Hansson Brusewitz, Chef des schwedischen Wirtschaftsforschungsinstituts NIER:

    "Unser Frühjahrskonjunkturindikator geht steil runter in den Keller. Wir sind wirklich überrascht, regelrecht geschockt."
    Sein Institut erwarte für dieses Jahr ein um sieben Prozent geringeres Bruttoinlandsprodukt und das Ansteigen der Arbeitslosigkeit auf etwa zehn Prozent, sagte er weiter im Sender TV4.

    https://www.tagesschau.de/ausland/corona-schweden-wirtschaft-101.html
  • Hockey-Fan 20.05.2020 09:45
    Highlight Highlight Dass Schweden eben die "gesamte" Gesundheit des Volkes berücksichtigt, ist ein spannender Ansatz. Die grosse Rezession, in welche wir jetzt schlittern, wird vermutlich mehr Opfer fordern (Depressionen, Burn-Outs, Suizide), als wir uns im Moment vorstellen können. Eine Erkrankung in Folge schwerer sozialer / existenzieller Probleme ist nicht weniger schlimm als eine Viruserkrankung! Mit dem gewählten Weg nehmen wir das aber in Kauf, das wird für mich viel zu wenig erwähnt.
    • Lausannois86 20.05.2020 11:48
      Highlight Highlight Interessant dazu wäre vielleicht dass das KOF (CH-BIP) mit -5.5% in 2020 rechnet während die Reichsbank in Schweden mit bestenfalls -6.7% rechnet. Wer wird also wirtschaftlich härter getroffen?
    • Kubod 20.05.2020 11:49
      Highlight Highlight Die Schweden haben genau die gleichen finanziellen Probleme.
      Der Unterschied ist eigentlich "nur" die Todesrate.
    • Mutzli 20.05.2020 12:58
      Highlight Highlight @Hockey-Fan

      Schweden hat neben einer massiv höheren Opferzahl als wir in der Schweiz (sowohl absolut als auch in Relation zur Bevölkerung) auch eine massive Rezession:
      Schwedische Riksbank: Rückgang des BIP 2020 von min. -6.9% bis -9.7%, mit 10.4% Arbeitslosen selbst 2021. Q: https://bit.ly/362bOJB

      Prognose Schweiz vom Seco: Rückgang des BIP um -6.7% und mit ca. 3.9% Arbeitslosen.

      Dementsprechend wäre bis jetzt die schwedische Variante ziemlich grandios gescheitert, wenn es darum ginge eine Rezession und deren Opfer zu verhindern (welche auch kaum an die Todesrate von Covid-19 hinkämen)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wiedergabe 20.05.2020 09:17
    Highlight Highlight So hat jedes Land seine eigenen Spezialisten, seine eigenen Erfahrungen, seine eigene Konstellation von Geographie und Demographie, seine eigenen Formen von Gesundheitssystem und Sozialeinrichtingen und vor allen seine eigene Regierung die in der Führung und Verantwortung steht und trifft basierend darauf seine eigenen Entscheidungen.
    Das ist ganz normal, bei allem so und auch richtig.
    PS: auch die CH hatte in den letzten Jahren eine Epidemie-Übung.
    • Obama & Clinton 20.05.2020 10:06
      Highlight Highlight Ja stimmt. Nur hat Schweden mehr Tote zu beklagen als seine Nachbarländer, welche in Sachen Bevölkerungsdichte usw. ähnlich sind.
    • Bündn0r 20.05.2020 11:59
      Highlight Highlight Schweden hat entschieden, dass sie nicht nur Tote verhindern wollen, sondern die Gesamtkosten der Gesellschaft (nicht nur monetär) geringhalten wollen.
      Freiheit gegen Leben aufwiegen ist nicht einfach. Aber notwendig.
      Kleines Beispiel: Keiner kommt auf die Idee Autofahren zu verbieten, auch wenn jährlich ca 1 mio Menschen daran sterben.
      Im Nachhinein kann an die Varianten vergleichen und fürs nächste mal Schlüsse ziehen. Sein wir froh dass Schweden so als Referenz dient. Und vielleicht auch, dass wir es nicht sind.
  • Pauli1982 20.05.2020 09:03
    Highlight Highlight Warum immer der vergleich mit schweden? Die haben doch ganz andere voraussetzungen.
    Ist schweden umgeben von corona epizentren? Nein. Wir haben 3 nachbarländer wo es hart bis extrem getroffen hat.
    Die schweiz musste sehr früh reagieren, die nordländer hatten mehr zeit und konnten die lage genauer analysieren. Mit längerer vorbereitingszeit hätte der BR und das BAG nicht so radikal entschieden.
  • Nik G. 20.05.2020 08:58
    Highlight Highlight Es ist nicht Bill Gates! Schweden wusste es schon im Jahr 2010! Sie haben Bluetooth erfunden um Tracing Apps zu ermöglichen und an unsere Daten zu kommen!

    Nur so zum zeigen wie schnell man eine relativ simple Verschwörung verfassen kann......
  • scipio 20.05.2020 08:41
    Highlight Highlight "Während andere Länder vor allem auf die reinen Infektions- und Todeszahlen durch Corona-Erkrankte schauen, nehme Schweden ihr zufolge die gesamte Gesundheit der Bevölkerung in den Fokus"

    Wie soll die gesamte Gesundheit der Bevölkerung im Fokus stehen, wenn (umfassende) Kenntnisse über Langzeiteffekte einer SARS-CoV-2 Infektion (noch) unbekannt sind?
    • Lioness 20.05.2020 13:54
      Highlight Highlight Ich finde, dass Schweden vor allem die Gesundheit der älteren Generation offenbar egal ist. Anscheinend gab es zu Beginn nicht genug Schutzmaterial für Pflegende in Altenheimen. Schweden scheint vor allem an der Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung
  • Michael Scott 20.05.2020 08:26
    Highlight Highlight Was soll das immer mit Schweden? Wohl eines der am wenigsten besiedelten Länder in Europa. Das gleiche gilt für New Zealand, keine Covid Fälle mehr. Echt? Und dass mit dem Nachbarn Antarktis? Wer hätte das gedacht?!
    • Selbstverantwortin 20.05.2020 11:05
      Highlight Highlight Ihr Schweden-Wissen ist nicht aktuell. In Schweden leben etwa gleich viele Menschen in Städten wie CH oder I und damit dort vergleichbar dicht aufeinander.
    • jimmyspeakstruths 20.05.2020 16:36
      Highlight Highlight @Michael "Best Boss" Scott : Auf der Shrute Farm gibt's auch keine Fälle! :D Schön gesagt.

      @Selbstverantwortin : Ja, gewisse statistische Werte korrelieren. Das war's dann auch schon.
      1. Nicht "damit" dort vergleichbar - nur Stockholm ist z.B. so dicht besiedelt wie Zürich (Stadt), während aber die Provinz gegenüber dem Kanton ZH dann schon eine enorm tiefe Dichte aufweist. Dazu kommt, dass die Provinzen alleine schon fast so gross sind wie die Schweiz, man fährt nicht "mal schnell" von Malmö nach Stockholm... das ist weiter als quer durch die Schweiz.
      Har du varit i Sverige? :D
    • Selbstverantwortin 20.05.2020 17:01
      Highlight Highlight Rund 85% Bevölkerung Schwedens lebt in Städten. Blitzen heisst Fakten-Verweigerung. Aluhüte?
  • Universarier 20.05.2020 08:06
    Highlight Highlight Die Schweden sind und waren in diesen Zeiten die Einzigen die gelassen genug waren dieser Krise adequat zu begegnen.
    Keine Kurzschlusshandlungen, kein extremes hin und her von Isolation und Gegenreaktion.
    Respekt vor dem Verstand das nicht alles verhindert werden muss. Ein Volk kann auch vernünftig damit umgehen.
    • Amboss 20.05.2020 10:42
      Highlight Highlight Ich denke aber auch, dass strengere Massnahmen gar nicht nötig waren, da die Schweden empfehlungen des Staates wohl einfach auch besser umsetzen. Die haben Vertrauen in den Staat und befolgen seine Empfehlungen.

      Hätte es bei uns nur Empfehlungen gegeben, es wäre genau NICHTS passiert.
      Schau doch zB die Bilder aus Basel an: Wir, die Bevölkerung haben nichts kapiert.
      Bei uns sind einfach strengere Massnahmen nötig, um das gleiche zu bewirken
    • Selbstverantwortin 20.05.2020 11:06
      Highlight Highlight Basel ist eher das Resultat der übermässigen Massnahmen. Wer die Bevölkerung wie Kleinkinder behandelt, erhält kindisches Verhalten n
    • Amboss 20.05.2020 16:15
      Highlight Highlight @Selbstverantwortin: Nein, das ist eher nicht so. Man muss nur ein wenig zurückdenken, wie das am Anfang lief...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich mein ja nur 20.05.2020 08:00
    Highlight Highlight Sie haben ihre eigene Arbeit ernst genommen. Kommt selten vor. Die Auswertungen in ein paar Jahren werden zeigen, wo es sich bewährt hat.
    Die Schweiz hat nicht mal die Lager aufgefüllt, die gemäss Gesetz vorgesehen sind. Von den Pseudo-Katastrophenübungen des Bundes redet man besser gar nicht...
  • Kronrod 20.05.2020 07:59
    Highlight Highlight Dass Schulschliessungen vergleichsweise wenig bringen, hat ja auch die ETH unlängst bestätigt. Von daher lagen die Schweden nicht so falsch mit ihrem Programm.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 20.05.2020 08:38
      Highlight Highlight Sie lagen wohl nicht falsch was die Schulschliessung anbelangte, nur heisst das nicht, dass das ganze Programm funktioniert hat.
    • Mutzli 20.05.2020 09:19
      Highlight Highlight @Kronrod

      Die ETH-Studie ging davon aus, dass Schulschliessungen die Infektionsrate im Schnitt um 8% drücken. Das ist zwar weniger als andere Massnahmen, aber nicht nichts und lässt auch die Frage nach den relativen Kosten der Massnahmen offen. D.h. möglich, dass die 8% durch Schulschliessungen kosteneffizienter sind als 8% durch andere Massnahmen.

      Doch der Hauptpunkt ist der von @nadasagen...: Nur weil Schweden Schulschliessungen als wenig effektiv eingeschätzt hat und dies möglicherweise stimmt, muss nicht der Rest des Plans korrekt sein. Anbetracht der Todeszahlen und Wirtschaftslage...
      Benutzer Bild
    • Obama & Clinton 20.05.2020 10:09
      Highlight Highlight Ich denke, dass die Programme der Nachbarländer besser funktioniert haben. Die Statistiken legen es nahe. Und diese Nachbarländer sind absolut vergleichbar mit Schweden in jeglicher Hinsicht: Kultur, Topographie, Klima, Bevölkerungsdichte, Altersstruktur, Bildung und Wirtschaft.
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