DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Covid-Pille «Paxlovid» von Pfizer nützt – auch bei Omikron.
Die Covid-Pille «Paxlovid» von Pfizer nützt – auch bei Omikron.Bild: keystone

Pfizer veröffentlicht Studie zu Covid-Pille Paxlovid – Fazit: Sie nützt

14.12.2021, 16:2114.12.2021, 18:10

Eine mit Spannung erwartete Studie zur Covid-Pille von Pfizer bestätigt, dass das Medikament zur Abwehr schwerer Krankheiten beiträgt. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die Ergebnisse basieren auf Studien mit mehr als 2200 Personen und unterstützen die im letzten Monat bekanntgegebenen Ergebnisse vorläufiger Studien.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Pfizer sagte auch, dass seine antivirale Pille in Laborstudien gegen die Omikron-Variante gewirkt habe, die in Südafrika und Europa auf dem Vormarsch ist und in den kommenden Wochen voraussichtlich auch die US-Fälle dominieren wird.

«Wir sind zuversichtlich, dass diese potenzielle Behandlung, falls sie genehmigt wird, ein entscheidendes Instrument zur Eindämmung der Pandemie sein könnte», so Geschäftsführer Albert Bourla.

Pfizer-Boss Bourla hatte am Dienstag «Good News» zu verkünden.
Pfizer-Boss Bourla hatte am Dienstag «Good News» zu verkünden.Bild: keystone

Letzten Monat hatte Pfizer die Zulassung für die als Paxlovid bekannte Pille auf der Grundlage einer vorläufigen Datensammlung bei der Food and Drug Administration (FDA) beantragt. Die neuen Ergebnisse werden den Antrag des Unternehmens stärken, was bedeuten könnte, dass mit dem Virus infizierte Amerikaner innerhalb von Wochen Zugang zu der Pille haben.

Diese Medikamente braucht ein Covid-Patient auf der Intensivstation

Video: watson/Emily Engkent

Paxlovid soll, wenn es innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Symptome verabreicht wird, das Risiko eines Krankenhausaufenthalts und des Todes um 89 Prozent reduzieren. Bei Gabe innerhalb von fünf Tagen reduzierte sich das Risiko um fast 88 Prozent.

0,7 Prozent der Patienten, die Paxlovid erhielten, wurden innerhalb von 28 Tagen nach Eintritt in die Studie ins Krankenhaus eingeliefert wurden und keiner starb. Im Gegensatz dazu wurden 6,5 Prozent der Patienten, die ein Placebo erhielten, ins Krankenhaus eingeliefert oder starben.

Pfizer veröffentlichte auch vorläufige Daten aus einer separaten Studie, in der Personen mit einem geringeren Risiko untersucht wurden. Zu diesen Freiwilligen gehörten geimpfte Personen, die einen Risikofaktor für eine schwere Erkrankung in sich trugen, sowie ungeimpfte Patienten ohne Risikofaktoren.

Unter dieser Gruppe von 662 Freiwilligen habe Paxlovid das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen um 70 Prozent gesenkt, teilte das Unternehmen mit.

In beiden Studien waren die meisten Probanden mit der Delta-Variante infiziert. Pfizer sagte jedoch am Dienstag, dass Paxlovid in Laborexperimenten auch gegen die stark mutierte Omikron-Variante gut abgeschnitten habe. Das Medikament staut sich in einem der Schlüsselproteine von Omikron – einer sogenannten Protease – genauso effektiv wie bei anderen Varianten, fand Pfizer.

Pfizer wird mit dem Medikament viel Geld verdienen. Die Investmentbank SVB Leerink schätzt, dass Paxlovid 2022 weltweit 24 Milliarden US-Dollar und 2023 33 Milliarden US-Dollar einbringen würde. Damit würde Paxlovid einen der höchsten Einzeljahresumsätze aller Medizinprodukte in der Geschichte erzielen. Noch mehr hat bisher nur die Covid-Impfung eingespielt. (bal)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

22 Schweizer Prominente, die gegen Covid-19 geimpft sind

1 / 17
22 Schweizer Prominente, die gegen Covid-19 geimpft sind
quelle: keystone / ennio leanza
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Plötzlich stinkt alles – TikTokerin erzählt von ihrem Long-Covid-Symptom

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie eine Cybercrime-Bande in der Schweiz agierte und einen Millionenschaden anrichtete
Der berüchtigten Cybercrime-Gruppe FIN6 werden seit 2019 an die 1800 Geschädigte in 71 Ländern zugerechnet. Sie operierte über Jahre aus der Ukraine, aber auch aus der Schweiz heraus. Dann folgte die Verhaftung.

Ende Oktober fahren im Basler Vorort Binningen Polizeiwagen vor. Ein Mann wird verhaftet, seine Festplatten werden beschlagnahmt. Die Schweizer Behörden handeln aufgrund eines französischen Rechtshilfegesuchs.

Zur Story