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epa08413717 Commuters wearing masks change trains in the morning rush hour at a subway station in Seoul, South Korea, 11 May 2020, amid concerns over the spread of COVID-19 in the wake of new infections at clubs in Seoul.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Die Südkoreaner halten sich brav an die Regeln. Bild: EPA

So schildert ein Amerikaner, wie hart Südkorea gegen das Coronavirus vorgeht

Zwangsisolation, Standortüberwachung und ein persönlicher Aufpasser: So sieht das Leben in Südkorea zurzeit aus. Dieser Bericht eines US-Amerikanern zeigt, wie sehr die Regierung auf Überwachung setzt, um den Coronavirus in Zaun zu halten.



Der Amerikaner Michael Kim reiste zusammen mit seiner Familie nach Südkorea. Was ihn dort erwartete, war ein Kulturschock. Die Massnahmen, die die Südkoreaner im Kampf gegen das Coronavirus getroffen haben, sind nicht nur für Amerikaner unglaublich. In einem Twitter-Thread beschreibt er die Lage. Wir haben seine Geschichte für euch übersetzt.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker.

Für mich als Amerikaner in Südkorea ist es interessant, wie stark sich die beiden Länder in Bezug auf ihren Umgang mit dem Coronavirus unterscheiden.

Nach der Ankunft am Flughafen messen sie deine Temparatur und fragen dich, ob du Symptome hast. Du wirst dazu aufgefordert, zwei mal täglich deine Symptome in eine App abzufüllen. Wenn du keine Symptome hast, ist auch das anzugeben. Das Ganze dauert dann 14 Tage.

Während diesen zwei Wochen ist es dir nicht erlaubt, deine Quarantänestation oder dein Zuhause zu verlassen. Du darfst keine öffentlichen Verkehrsmittel oder das Taxi benutzen, und du kannst dich nicht in einem Hotel oder einem Airbnb niederlassen. Wenn du kein Zuhause hast, musst du in ein Wohnheim.

Wenn du diese Regeln brichst, musst du ein Bussgeld von 10'000 US-Dollar bezahlen und gehst ins Gefängnis. Ausserdem überprüfen sie deinen Standort regelmässig. Der Standort meiner Frau wurde 37 Mal innerhalb von drei Tagen geprüft. Und sie erwischten Menschen, welche ihr Telefon Zuhause liessen, um unbemerkt nach Draussen zu gehen.

Während dieser Zeit kannst du mit niemandem Kontakt haben. Sie geben dir spezielle Abfallsäcke und Menschen in Schutzanzügen kommen vorbei, um deinen Abfall zu entsorgen.

Dir wird ein Aufpasser zugewiesen, welcher dafür verantwortlich ist, zu überprüfen, ob du auch alle Regeln entsprechend befolgst. Diese werden dich regelmässig anrufen und dir schreiben, ob alles in Ordnung ist. Auch werden sie dir Pflegepakete mit Essen, Handschuhen und Masken, Hygieneartikel für Frauen, usw. zusenden.

Wenn ein neuer Coronavirus-Fall in deinem Areal (gleiche Stadt oder Distrikt) registriert wird, bekommst du einen Alarm auf dein Handy, in der die Person beschrieben wird (Alter, Mann/Frau, Stadt). Darauf folgen regelmässige Updates, sobald mehr bekannt ist.

Wenn du an einem Ort warst, an dem gleichzeitig jemand mit Coronavirus war, wird dich jemand kontaktieren und du wirst getestet und für weitere 14 Tage in Selbstisolation gesteckt.

Drei Tage nach unserer Ankunft mussten wir einen COVID-19 Test durchführen. Das war die einzige Aktivität, in der es uns erlaubt war, das Haus zu verlassen. Das wiederum musst du in Absprache mit deinem zugewiesenen Aufpasser machen. Wir als 4-köpfige Familie wurden innerhalb von 10 Minuten getestet. Die Resultate kamen innerhalb von 7 Stunden.

Nach verschiedenen Alarmen auf dem Handy haben meine Familie und ich unsere Pläne geändert, um gefährdete Areale vermeiden zu können. Orte mit viel Menschenverkehr wie das südkoreanische Äquivalent zum amerikanischen Walmart haben Temperaturmonitore installiert, wo man jedermanns Temperatur sehen kann.

Hier gab es absolut keine Proteste oder Demonstrationen gegen die Anti-Freiheits-Massnahmen oder die Einschränkungen der Privatsphäre. Ich bin kein Experte in koreanischer Politik, aber es wirkt so, als akzeptiere jeder diese Massnahmen als Notwendigkeit im Kampf gegen die Pandemie.

Südkorea hat mit 10'909 Fällen moderate Zahlen im internationalen Vergleich. Der Grund sind die harten Massnahmen und Regelungen. 256 Menschen sind im Zusammenhang mit COVID-19 ums Leben gekommen. Über das Wochenende meldete Südkoreas Zentrum für Seuchenkontrolle (KZSK) einen Anstieg von täglich bis zu 34 neuen Fällen – und das nach einer Woche mit 0 inländischen Neuansteckungen. Grund dafür war die Partynacht eines Südkoreaners.

(cki)

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109Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 12.05.2020 06:53
    Highlight Highlight Und dann kommt EIN EINZIGER Säufer und vermasselt alles...
    Das war schon ur-komisch, aber irgendwie auch subversiv-hoffnungsfroh!
  • LaCucaracha 12.05.2020 06:29
    Highlight Highlight Ich befinde mich derzeit in Südkorea und kann die Erfahrungen des Amerikaners bestätigen. Jedoch bezieht sich sein Erfahrungsbericht nur auf die ersten zwei Wochen, wenn man neu in das Land einreist. Die Massnahmen dienen also dazu, dass die zweiwöchige Quarantäne strickt eingehalten wird, was meiner Meinung nach eine wichtige Massnahme darstellt, um das Virus einzugrenzen.

    Nachdem die zweiwöchige Quarantäne vorbei ist, lässt es sich sehr gut in Südkorea leben. Man kann sich frei bewegen und die meisten Restaurants und Cafes sind geöffnet.
  • Kruk 12.05.2020 03:40
    Highlight Highlight Irgendwie Schade, oder habe ich das überlesen, dass nirgends der Grund für seine Einreise genannt wird.


    hätte er bei uns überhaupt einreisen dürfen?
    • who cares? 12.05.2020 07:04
      Highlight Highlight Ich nehme an geschäftlich?
    • Kruk 12.05.2020 09:27
      Highlight Highlight Mit der Familie?
      "Der Amerikaner Michael Kim reiste zusammen mit seiner Familie nach Südkorea."
    • Garp 12.05.2020 10:36
      Highlight Highlight Na, wenn er da für 2-3 Jahre einen Job hat, dann nimmt man die Familie eben mit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 12.05.2020 03:16
    Highlight Highlight Ich musste aus unaufschiebbaren Gründen nach Hongkong. Hier ist es ähnlich. Bei der Ankuft gab es erstmal ein Coronatest. Danach musste ich über Nacht auf das Testresultat warten. Es war negativ. Dann durfte ich in ein spezielles Quarantänehotel. Auf dem Weg dorthin sah ich: ausnahmslos alle auf den Strassen tragen Masken. Jetzt darf ich mein Zimmer 2 Wochen nicht verlassen. Ich werde mit einer elektronischen Handfessel überwacht. Mein Handy promptet mich mehrmals täglich, sie zu scannen.
    Benutzer Bild
  • Juliet Bravo 11.05.2020 23:33
    Highlight Highlight Massnahmemässig befinden wir uns in einem eigentlichen Himmel der Ausgewogenheit. Erfolgreich ist unser Weg offenbar auch.
  • Garp 11.05.2020 22:52
    Highlight Highlight Es ist derzeit doch klar, dass wenn man in ein anderes Land reist, dass man sich dann erst einmal in Quarantäne begeben muss in vielen Ländern. Und Quarantäne heisst eben wirklich zu Hause bleiben oder in fixen Räumlichkeiten. Dann ists ja logisch, fährt man nicht mit den ÖV umher oder dem Taxi. Verstünde das jeder bräuchte es 0 Überwachung und nur Hilfe bei der Versorgung mit Lebensmitteln, allenfalls Medikamenten oder wenn es sonst Probleme mit der Gesundheit gibt. Jede Gesellschaft muss mit Idioten leben, werden diese ein Faktor, der für andere zum Tod führt, besteht Handlungsbedarf.
  • Clank 11.05.2020 22:50
    Highlight Highlight Was bitte ist daran "krass"?

    Leidet ihr etwa an Amnesie oder habt ihr vergessen, dass bis vor paar Wochen ganz West und Mitteleuropa für ganze 2 Monate zuhause eingesperrt war! Die Umsetzung war vielleicht in der Schweiz nicht so hart, trotzdem galt "de facto" eine Ausgangssperre. Mehrere Grundrechte wurde auf einmal stark eingeschränkt bis verboten.

    Die Massnahmen Südkoreas sind gross und ganzem viel milder. Kein Lockdown, keine Ausgangssperre, kein Schulverbot. Nix. Die Zwangsquarantäne gilt für Einreisende und auch nur für 2 Wochen.
    Hätte ich hier auch lieber gehabt.
    • Kruk 11.05.2020 23:07
      Highlight Highlight Ja, aber wie kommst du darauf dass wir hier de facto eine Ausgangssperre hatten?
      Oder verstehst du unter Ausgang ausschliesslich den Ausgang am Samstag Abend. 😁
    • Gubbe 12.05.2020 00:05
      Highlight Highlight Clank
      Ich war fast jeden Tag draussen am spazieren. Wenn die Pollen nicht gewesen wären, hätte ich es genossen. Keiner der mich beobachtete.
      Wem hat den das Schulverbot geschadet, den Schülern jedenfalls nicht. Auch das HomeOffice war eigentlich für viele ganz in Ordnung.
    • PeteZahad 12.05.2020 07:40
      Highlight Highlight Du durftest jederzeit raus oder habe ich etwas verpasst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 11.05.2020 22:38
    Highlight Highlight Was mich vor allem erstaunt, dass man zur Zeit überhaupt einreisen darf als US Bürger
    • Juliet Bravo 12.05.2020 00:10
      Highlight Highlight Wurde er in Quarantäne mit solcher Überwachung gesteckt?
    • Hzwo 12.05.2020 05:09
      Highlight Highlight Einreisende gehen ja in quarantäne also warum nicht...?
  • Gsnosn. 11.05.2020 22:07
    Highlight Highlight Die Asiatischen Länder haben das Corona besser im Griff weil die die Rechten der Bevölkerung auf das Minimum reduzieren. Trotz den tieferen kranken, ich möchte das nicht.
    • Clank 11.05.2020 23:00
      Highlight Highlight Mit dem Lockdown wurden schlussendlich in Europa viel mehr Grundrechte reduziert als in Asien. Bewegungsfreiheit, Recht auf Bildung, Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Wirtschaftsfreiheit!
      In Südkorea leidet nur der Schutz vor Privatsphäre temporär und die Bewegungsfreiheit für 2 Wochen bei Einreisende.
    • Kruk 11.05.2020 23:09
      Highlight Highlight Die Rechte der Bevölkerung wurde in Europa viel stärker reduziert, in vielen Ländern durfte man nicht mal sein Haus verlassen.
  • skynet 11.05.2020 22:03
    Highlight Highlight ich dachte immer das heisst "im Zaum halten"
  • Ivo Gut 11.05.2020 22:01
    Highlight Highlight Tatsächlich krass. Aber fast noch krasser finde ich, dass der Ami darüber so total überrascht ist. Wer mit der Familie in ein fernes Land reist, bereitet sich doch darauf vor, was ihn erwartet – insbesondere in Corona Zeiten...
  • Magnum 11.05.2020 21:59
    Highlight Highlight Die aktuell auf Grund der Pandemie geltenden Restriktionen für Fernreisende sind online für die jeweiligen Länder transparent aufgeführt. Die meisten der«Anti-Freiheits-Massnahmen» betreffen Reisende, die sich 14 Tage in strikte Selbstquarantäne zu begeben haben. Nach Ende dieser Massnahme sind die Einschränkungen wohl eher überschaubar.

    Die Erfahrungen eines Reisenden dürften sich kaum mit den Erfahrungen der meisten Südkoreaner decken. Was wiederum das Ausbleiben von Protesten erklärt. Denn bei Arbeitskämpfen geht es in Südkorea jeweils massiv ab.
  • gulf 11.05.2020 21:38
    Highlight Highlight ich hoffe, das lesen alle die "Hilfe, die Schweiz ist ein Überwachungsstaat" schreienden Memmen, die Verschwörungen witternden , verwöhnten Wohlstandsmotzer .
    • Garp 11.05.2020 22:22
      Highlight Highlight Passen wir einfach auf, dass es nicht ärger kommt mit der Überwachung als es schon ist. Sozialdetektive sind schon unseres Rechtsstaates nicht würdig, weil die Versicherungen selber entscheiden, statt ein Richter.

      Mit Memmen hat das nichts zu tun.

      Du motzt grad auch ziemlich heftig, gehörst also in die gleiche Kategorie, einfach auf der Gegenseite. Du klingst auch wie ein Wutbürger 😉 .

      Einfach nicht überreagieren, aber auch nicht arglos der Kontrolle gegenüber werden. Wenn sich Menschen an etwas gewöhnt haben, ist der nächste Schritt eben nicht weit.



    • NathanBiel 11.05.2020 22:27
      Highlight Highlight Wehret den Anfängen...
    • Clank 11.05.2020 23:18
      Highlight Highlight @gulf Der Lockdown ist drastischer und verletzt mehr Grundrechte, als eine Tracing-App und Zwangsquarantäne für Einreisende.
      Die Koreaner sind im Vergleich zu uns verwöhnt worden und haben trotzdem weniger Tote.
  • Kubod 11.05.2020 21:26
    Highlight Highlight Wir können uns ein wenig einschränken und aufpassen (Maske etc), oder in der Zweiten Welle wieder in den diesmal teureren Lockout bzw. Lockin.
    Ein konsequentes Vorgehen wie in Südkorea lässt sich so vermeiden. Ein Partygänger hat gereicht, um wieviele - 2500 ?- anzustecken.
    Zog von Bar zu Bar und Club zu Club. Wieviele Menschen hat er dadurch umgebracht.
    Leute. Könnt Ihr Euch an Ort und Stelle volllaufen lassen und geschlechtlich vernetzen? Ihr rettet damit Leben.
  • Erklärbart. 11.05.2020 21:21
    Highlight Highlight Ist jetzt etwas übertrieben: aber bei uns übernehmen die Nachbarn oder alten Leute die Aufgabe der Aufpasser, indem sie ihre Mitbürger denunzieren. Ist auch eine Art von Polizeistaat.

    Zumal die Polizei nachweislich vergebens ausgerückt ist 🤷🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
    • bbelser 11.05.2020 23:00
      Highlight Highlight Fein. Immer schön alle gegeneinander ausspielen und aufhetzen. Alte gegen Junge, Frauen gegen Männer, Nachbarn gegen Nachbarn. Das scheint die Gesellschaft nach deiner Facon zu sein.
      Merkst du gar nicht, dass du genau das Spiel der Denunzianten spielst?
    • Juliet Bravo 12.05.2020 00:48
      Highlight Highlight Wo wohnst du denn!?
  • Drvo 11.05.2020 21:08
    Highlight Highlight Wo wollt ihr jetzt lieber sein? Im „freien“ Amerika oder in Korea?

    Übrigens ist man auch dort frei. Die Leute bewegen sich völlig frei und Restaurants, Läden, etc. haben schon lange wieder geöffnet. Logisch muss man in Quarantäne wenn man jetzt einreist. Wenigstens darf man einreisen. Bei uns kommt man gar nicht rein!

    So ein einseitiger Bericht, völlig undifferenziert. Der Amerikaner kann ja zurück nach Amerika.
    • bbelser 11.05.2020 23:07
      Highlight Highlight Und die so gerne pathetisch beschworene Freiheit ist in den USA wie bei uns fast ausschliesslich die Freiheit zum uneingeschränkten Konsum.
    • Juliet Bravo 12.05.2020 00:51
      Highlight Highlight Dazwischen will ich leben! Geografisch und massnahmemässig. Ich bin gerade sehr glücklich hier in der Schweiz!
  • rudolf_k 11.05.2020 21:05
    Highlight Highlight Dann doch doch lieber die Durchseuchung.
    • bbelser 11.05.2020 23:24
      Highlight Highlight ...mit rudolf_k bei der Sterbebegleitung auf der Palliativ-Abteilung im Corona-Spital...
  • Drvo 11.05.2020 21:03
    Highlight Highlight Sorry aber Korea hat das viel besser im Griff als wir. Korea ist ein demokratisches Land, während der Krise wurden Wahlen abgehalten. Datenschutz mag weniger wichtig sein als bei uns, doch Freiheit haben die Koreaner sehr wohl. Auch jetzt und weiterhin.

    Bei uns werden Massnahmen halbpatzig durchgezogen. Personendaten angeben im Restaurant? Ah, nur wer gerade Lust hat.

    Überwachungstechnologie ist nicht per se schlecht. Es kommt auf den Verwendungszweck des Anwenders an. Koreaner stehen zusammen, nicht so wie wir. Es ist nicht alle besser bei uns.
    • Shlomo 11.05.2020 22:31
      Highlight Highlight Sorry Südkorea ist gerade mal seit 30 Jahren eine Demokratie, da sind die Leute auch eher gewillt ihre Freiheiten abzugeben.
    • bbelser 11.05.2020 23:12
      Highlight Highlight @Shlomo: warum reagieren dann bei uns die Leute so hysterisch? In einer langjährigen, bewährten und erprobten Demokratie wäre doch Gelassenheit viel eher angebracht als in einer jungen fragilen Demokratie. Irgendwie scheints bei uns mit Vertrauen in Rechtsstaat, Institutionen und Demokratie nicht weit her zu sein. Und das bei vergleichsweise minimalen Beschränkungen...
    • Kruk 11.05.2020 23:17
      Highlight Highlight Shlomo, aber wieso? Sollte das Bewusstsein für das gewonnene nicht noch grösser sein?
      In vielen jungen Demokratien gehen die Leute bei den kleinsten Rückschritten auf die Barrikaden, während in den älteren Demokratien bewusst antidemokraten gewählt werden.
      Das Argument musst du mir erläutern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • pollo_loco 11.05.2020 20:58
    Highlight Highlight Die disziplin in asiatischen Ländern ist enorm. Hier in der Schweiz scheitern wir an zu viele Individualisten.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 11.05.2020 22:41
      Highlight Highlight Ist Disziplin wirklich so erstrebenswert ?
    • bbelser 11.05.2020 23:20
      Highlight Highlight @nadas...: wenn du nicht diszipliniert sein willst in solch einer Krise, dann müssen es andere für dich sein. Sieht für mich dann aber nach egoistischer Trittbrettfahrerei aus... Aber schön, wenn man seine uniformierte Individualität der uneingeschränkten Konsumfreiheit bewahrt hat.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 12.05.2020 10:11
      Highlight Highlight @bbelser..du scheinst Hellseher zu sein um aus einer einfachen Frage ein Profil über mich erstellen zu können.
      Darf ich dir dein Kartenhaus zum einstürzen bringen?
      Ich bin jetzt seit 6 Wochen diszipliniert zu Hause, nutze den ÖV nicht , bin 2 mal einkaufen gegangen, spaziere natürlich allein im Wald...und dies obwohl ich als absolut gesunder 64 jähriger zu keiner Risikogruppe gehöre.
      Aber schön weisst du mehr über mich als ich selber.
  • Marhof 11.05.2020 20:53
    Highlight Highlight Fast alle der geschilderten Massnahmen betreffen die zwei-wöchige Quarantäne nach der Ankunft. Jemand der jetzt reist, muss dies in Kauf nehmen und darf sich nicht wundern, dass seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Dass dies auch kontrolliert wird ist ebenfalls verständlich.

    Nach der Quarantäne fallen die meisten der geschilderten Massnahmen weg und man kann sich relativ frei bewegen.

    Die Tracing-App, das Fiebermessen im öffentlichen Raum und die Masken mögen einige stören. Damit konnte allerdings der Lockdown und die enormen wirtschaftlichen Schäden verhindert werden.
  • tömu 11.05.2020 20:45
    Highlight Highlight Die Koreaner (generell Asiaten) sind halt noch nicht so wohlstandsverblödet wie wir. Kommt auch noch.
    Während wir darüber diskutieren, die Maturaprüfungen NICHT durchzuführen, hätte ein südkoreanisches Kind den Maturastoff gepaukt, Deutsch gelernt und kocht auf dem Niveau von Gennaro Contaldo und zwar auf italienisch, thai und arabisch. Hier laufen sie in Trainerhosen rum und es wird noch gemeckert, dass man die schriftlichen Prüfungen absolvieren muss (während die mündlichen (verständlicherweise) geschenkt sind)
    • NathanBiel 11.05.2020 22:32
      Highlight Highlight Ah ja, die Asiaten sind ja sooo intelligent. Mao, Pol Pot, Suharto, Xi, japanischer Kaiser and still counting...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 11.05.2020 22:42
      Highlight Highlight Du verwechselst da was. Trotz Drill und Disziplin kann man dem Konsum verfallen sein.
  • bancswiss 11.05.2020 20:19
    Highlight Highlight Da können wir noch einiges lernen. Man darf nicht vergessen, dass in Korea die Bevölkerungsdichte noch deutlich höher ist als hier. Die Massnahmen ist daher nicht unvernünftig. Ich frage mich ob bei uns die Bürger die geplante App installieren werden auch wenn die Privatsphäre gesichert ist.
    Was der Artikel nicht sagt ist die Tatsache, das die Leute in Südkorea weiterhin zur Arbeit gehen mit Maske. Sprich die Wirtschaft wird nicht derart stark getroffen wie hier.
    Über alles gesehen ein sehr erfolgreiches Modell wo wir sicher ein Teil abkupfern könnten!
    • Shlomo 11.05.2020 22:34
      Highlight Highlight Erstens Masken haben keinen signifikanten Nutzen.
      Zweitens werden die Freiheitsrechte der südkoreanischen Bevölkerung, für westliche Verhältnisse, massiv eingeschränkt.
    • trio 12.05.2020 06:18
      Highlight Highlight @Shlomo
      Wer hat den einen lockdown und schränkt die Freiheitsrechte ein, Südkorea oder der Westen?
    • Shlomo 12.05.2020 07:07
      Highlight Highlight @trio: wir haben und hatten nie einen Lockdown in der Schweiz. Unsere Bewegungsfreiheit wurde nie eingeschränkt.
      Und im Gegensatz zu Südkorea wurden nie meine Positionsdaten, noch mein Zahlungsverkehr durch den Staat erhoben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Seth 11.05.2020 20:14
    Highlight Highlight Interessant wäre es auch zu hören, was Korea für Lösungen für Wirte, Künstler, Veranstalter, Musiker & Performer, Grafiker, Fotografen, Filmschaffende, etc erschaffen hat?

    Haben die da den Dreh raus, wie diese Leute nicht durch die Maschen fallen?
  • Satan Claws 11.05.2020 20:07
    Highlight Highlight Immer noch der Meinung dass Tracing Apps auf freiwilliger Basis etwas bringen? Süss.
  • Black Cat in a Sink 11.05.2020 19:54
    Highlight Highlight Auch wenn es wollte, Amerika würde es nie können! Lieber tausende Tote, Millionen Erkrankte und Arbeitslose. Keine Führung oder Strategie, Amerika geht unter, wie das Römische Reich!
  • Don Alejandro 11.05.2020 19:49
    Highlight Highlight Südkorea hat Erfahrung mit der erfolgreichen Bekämpfung von Sars und Mers. Diese heftigen Massnahmen sind natürlich Wasser auf die Mühlen der Coronaleugner und Polizeistaats-Propheten. Nur torpedieren diese mit ihrem Verhalten den gemässigten Lockdown und die nun schrittweisen Öffnungen nur noch mehr. Denn eines ist wohl klar, weder die Vernünftigen noch die meisten Wirrköpfe wollen solche Verhältnisse.
    • Shlomo 11.05.2020 22:35
      Highlight Highlight Südkorea als ehemalige Diktatur hat auch Erfahrung in der Überwachung der Bevölkerung
  • mrmikech 11.05.2020 19:48
    Highlight Highlight In süd-korea findet man auch kaum einen guten job wann man nicht aktives mitglied einer kirche ist. Die soziale überwachung ist dort nichts neues.
  • DrDeath 11.05.2020 19:47
    Highlight Highlight "Wer bereit ist, Freiheit für Sicherheit aufzugeben, verdient keines von beiden" – Benjamin Franklin.

    Natürlich entstammt das Zitat einer anderen Zeit und einem anderen Kontext, aber ich denke es kann nicht schaden mal darüber nachzudenken wo die richtige Balance zwischen dem Schutz der Freiheit und dem Schutz von Menschenleben liegt – und ob wir sie getroffen haben.

    Und bevor ihr schreibt das sei falsch zitiert, schlagt es nach: Es wird zwar oft falsch zitiert, aber so ist es richtig.
    • Marhof 11.05.2020 21:18
      Highlight Highlight In der Quarantäne ist man naturgemäss nicht frei.

      Wer ist nun freier? Derjenige, der sich Dank Tracer-App, Masken und "Fiebermess-Checkpoints" frei bewegen kann, oder derjenige der zuhause bleiben muss, evtl. seinen Job verliert und nur gerade das nötigste Einkaufen kann?
    • Zwischendenzeilen 11.05.2020 22:11
      Highlight Highlight schön für dich das es um deine Freiheit geht. Bei anderen geht es um ihr Leben! Denk mal farüber nach. B.Franklin hätte nicht gewollt das sein Zitat so missbraucht wird. Lies mal nach über ihn. ihm war Freiheit und das Leben jedes einzelnen genau so wichtig. Ausserdem war er Wissenschaftler. Kollateralschäden sind nicht akzeptabel. Also zurück auf Feld 1.
    • bbelser 11.05.2020 22:22
      Highlight Highlight Also ich weiss immer noch nicht so recht, wovon Leute wie du reden. Wir haben bisher zeitlich befristet(!) und demokratisch legitimiert bestimmte Rechte eingeschränkt(!), um auf lange Sicht den status quo vor Corona erhalten oder wieder erreichen zu können, ohne dabei unser Gesundheitssystem so zu überlasten, dass am Ende sehr viel mehr Schaden, Leid und Tod resultiert.
      Auch der nonchalanten Art dem Sterben von Menschen gegenüber kann ich nichts abgewinnen. Es geht nicht um Statistik, sondern um konkretes Leid von echten Menschen. Wer Menschen sterben gesehen hat, redet völlig anders.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 11.05.2020 19:38
    Highlight Highlight Boah, das ist krass. 😳

    Das kanns definitiv nicht sein auf die Dauer. Ich finde auch nicht, dass das Ziel sein muss, auf null Ansteckungen runterzukommen. R nicht höher als 1 reicht vollkommen aus, wenn die Zahlen grundsätzlich tief sind.

    Aber so haben die Südkoreaner auch grad das Problem möglicher Arbeitslosigkeit behoben: Es gibt jetzt zahllose neue Jobs als Aufpasser, Fiebermesser, Tracer und wer weiss noch was. 😏
    • Le French 11.05.2020 20:02
      Highlight Highlight R muss <1 sein, sonst nehmen die Infektionen nicht ab
    • Meierli 11.05.2020 20:43
      Highlight Highlight Südkorea braucht keine neuen Jobs da man ohne Lockdown durchgekommen ist. Aber Asiaten haben eine grundsätzlich andere Einstellung als wir in Europa. Da kommt Familie, eigene Stadt und "Kanton" vor dem Ego.
    • Marhof 11.05.2020 21:04
      Highlight Highlight Die Aufpasser sind nur während der Quarantäne im Einsatz.

      Fiebermesser und Tracer werden gerne in Kauf genommen, wenn dafür auf einen Lockdown verzichtet werden kann und man in der Bewegungsfreiheit nur wenig eingeschränkt wird.





    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 11.05.2020 19:34
    Highlight Highlight Das sollte Herr Köppel mal lesen. Er der die ganze Zeit schwandroniert es gehe auch ohne Lockdown.

    Und nun zu einer ganz anderen Frage: sind Idioten eigentlich so geboren oder trainieren die sich das an?
    • NathanBiel 11.05.2020 22:36
      Highlight Highlight Toll das Sie wissen wer ein Idiot ist und wer nicht. Willkommen zur freien Meinungsäusserung!
  • tagomago 11.05.2020 19:30
    Highlight Highlight Einfach traurig. Erich Mielke hätte seine Freude.
    • Harry Zimm 11.05.2020 22:44
      Highlight Highlight Traurig sind solche Kommentare. Mielke und Komparsen nutzten die perfiden und raffinierten Überwachungsmethoden dazu ein, um ihr eigenes Volk aus ideologischen Gründen zu knechten und sie an der Grenze abzuknallen. Das mit Massnahmen zu vergleichen, die Leben retten sollen, ist intellektuell erbärmlich.
    • tagomago 12.05.2020 11:43
      Highlight Highlight Ich bin überzeugt einige Staaten werden auch über Leichen gehen, um diese Überwachungsmethoden auszuweiten unter dem Vorwand "Leben zu retten". Alles eine Frage der Zeit und intellektuell wirklich erbärmlich.
  • landre 11.05.2020 19:15
    Highlight Highlight Eindrücklich.

    Die Definition von "Polizeistaat" mag/ darf hiesig diskutiert werden. Dies weil Schweiz höchstwahrscheinlich eben noch zu keinem Polizeistaat verkommen ist...
    • bbelser 11.05.2020 22:35
      Highlight Highlight Wer Schweiz und Polizeistaat in einem Satz erwähnt, hat entweder noch keinen echten Polizeistaat erlebt oder lebt in einer arg verdrehten Parallelwelt. Wir erleben hier zeitlich befristet und demokratisch legitimiert Einschränkungen bestimmter Rechte. In der realen Schweiz wird dieser Zustand nur so lange aufrechterhalten wie unbedingt erforderlich zum Schutz von menschlichem Leben. Alles andere halte ich für angstgetriebene Hirngespinste.

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