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«Schrecklichster Ort der Welt»: Deutscher Aussenminister Maas im KZ Auschwitz-Birkenau



German Foreign Minister Heiko Maas bows in front of the Death Wall, after laying a wreath in the former German Nazi Death Camp Auschwitz Birkenau in Oswiecim, Poland, Monday, Aug. 20, 2018. (AP Photo/Jarek Praszkiewicz)

Bild: AP/AP

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas (SPD) hat am Montag die Gedenkstätte des ehemaligen NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau in Polen besucht.

Maas durchquerte bei seinem zweiten Besuch in Polen als Aussenminister das Eingangstor des NS-Stammlagers mit der Aufschrift «Arbeit macht frei» und legte einen Kranz an der sogenannten Todeswand nieder. Er rief dazu auf, die Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten auch für nachfolgende Generationen wachzuhalten.

An der sogenannten Todeswand in Auschwitz waren im Zweiten Weltkrieg tausende Menschen erschossen worden. Er habe in den Gaskammern des Lagers «tausende Kinderschuhe» und «Tonnen von menschlichem Haar» gesehen, das den Menschen vor der Vergasung abgenommen wurde, sagte Maas. Das sei «in Worten schwer zu fassen». Auschwitz sei «der schrecklichste Ort der Welt».

«Hier muss man sich entscheiden: Entweder verliert man den Glauben an die Menschlichkeit oder man gewinnt die Hoffnung und die Kraft dafür einzutreten, dass die Menschenwürde gewahrt wird und tut etwas dafür», sagte Maas. Auschwitz erinnere die Deutschen daran, «was wir anderen millionenfach angetan haben». «Wir brauchen diesen Ort, weil unsere Verantwortung nie endet», sagte der Aussenminister.

German Foreign Minister Heiko Maas visits the former German Nazi Death Camp Auschwitz Birkenau in Oswiecim, Poland, Monday, Aug. 20, 2018. (AP Photo/Jarek Praszkiewicz)

Bild: AP/AP

Auschwitz-Birkenau war im Zweiten Weltkrieg im damals von Hitler-Deutschland besetzten Polen das grösste Vernichtungslager der Nazis. In Auschwitz wurden etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet, die meisten waren Juden. Unter den Auschwitz-Toten waren auch 80'000 nicht-jüdische Polen, 25'000 Sinti und Roma sowie 20'000 sowjetische Soldaten. Die sowjetische Rote Armee befreite das Lager am 27. Januar 1945. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • BigDaddy 20.08.2018 22:47
    Highlight Highlight ..., dass die Menchenwürde gewahrt wird und tut etwas dafür. Dann mal los Maas, zeig was.
  • bogan 20.08.2018 18:39
    Highlight Highlight «Wir brauchen diesen Ort, weil unsere Verantwortung nie endet»

    Nicht nur auf Deutschland bezogen. Die Geschichte rund um den Holocaust zeigt uns wie schwierig es ist im Moment das Übel zu erkennen und dagegen zu handeln. Das muss uns jetzt in der Gegenwart umso sensibler und aktiver auf aktuelle Probleme machen.
    • dding (@ sahra) 20.08.2018 22:07
      Highlight Highlight Einverstanden!
      Besonders vorsicht müssen wir sein, wenn versucht wird, den Bürgern das Denken und Sprechen zu verbieten.
    • Rabbi Jussuf 21.08.2018 13:40
      Highlight Highlight bogan
      auch einverstanden, nur...

      "Das muss uns jetzt in der Gegenwart umso sensibler und aktiver auf aktuelle Probleme machen."
      Leider ist das Gegenteil der Fall, weil man den Holocaust als einzigartig überhebt und schon fast religiös auf einen Altar stellt. Diese Art damit umzugehen, überschattet so ziemlich alles, was jetzt so falsch läuft. Maas ist das beste Beispiel dafür.
  • Rabbi Jussuf 20.08.2018 18:21
    Highlight Highlight Maas scheint mir der gefährlichste Mann in DE zu sein.
    Die Verantwortung für den Holocaust in alle Ewigkeit hinauszuziehen, zeitigt dann solche Blüten, wie die Flüchtlingswelle 2015 aus einem Schuldkomplex heraus. Das war es, was Maas gesagt hat: die Menschenwürde wahren.
    Diese Einstellung macht blind gegenüber den rezenten Problemen und gegenüber den Problemen, die erst noch kommen.
    Maas ist auch derjenige, der die Meinungsäusserungsfreiheit mit seinem Gesetz beschnitt, indem er die Entscheidung darüber, was Hetzte oder Hasspredigt sei, in die Hände von Privaten legte.
    • Echo der Zeit 20.08.2018 18:57
      Highlight Highlight @Rabbi: «Hier muss man sich entscheiden: Entweder verliert man den Glauben an die Menschlichkeit oder man gewinnt die Hoffnung und die Kraft dafür einzutreten, dass die Menschenwürde gewahrt wird und tut etwas dafür» Wäre ein Besuch Wert für denn Rabbi.
    • Fabio74 20.08.2018 19:06
      Highlight Highlight kannst dir ja mal überlegen, was an Nazis und deren Mitläufer toll war und ist.
      Die Verantwortung für das NIE WIEDER tragen alle, die gegen FAschischmus und Totalitarismus ihre Stimmen erheben!
      Verantwortung heisst NICHT Schuld!
    • Rabbi Jussuf 20.08.2018 19:22
      Highlight Highlight Fabio
      Solches Schwarz-Weiss-Denken, wie du es immer wieder an den Tag legst, führt direkt in den Totalitarismus.
      Dieses NIE WIEDER verdunkelt die Sicht auf das was sich grade jetzt unter der Nase abspielt.

      Nie wieder! Natürlich nicht. Geschichte wiederholt sich nicht, sie kommt in einem anderen Kleid daher. Das erkennt man nicht, wenn man so auf das Vergangene fixiert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Origin Gra 20.08.2018 18:01
    Highlight Highlight "Hier muss man sich entscheiden: Entweder verliert man den Glauben an die Menschlichkeit oder man gewinnt die Hoffnung und die Kraft dafür einzutreten, dass die Menschenwürde gewahrt wird und tut etwas dafür": Ich habe "nur" Dachau gesehen aber das hat gereicht um den Glauben an die Menschlichkeit zu verlieren 😔
    • Lisaleh 21.08.2018 05:38
      Highlight Highlight Ich hatte vor gut einem Jahr eine Woche intensiv Holocaust-„Tour“ (Verzeihe das Wort Tour, mit fällt gerade aber nichts ein um dieser Erfahrung gerecht zu werden). Ich war mit Freunden dort, die unteranderem Familie dort verloren haben. Und ja auch ich habe den Glauben erst verloren. Doch dann habe ich mit Leuten gesprochen, die damals Leute versteckt haben & so vor ihrem Schicksal bewahrt haben. Und doch ich kann nach wie vor sagen, dass ich an die Menschheit glaube. Ich glaube an das Gute im Menschen, und denke, wenn jeder nur ein bisschen über den Tellerrand guckt, die Welt etwas besser ist
  • Ebulwi 20.08.2018 17:52
    Highlight Highlight Es gibt jeden Tag neue schreckliche Orte. Letzten Samstag war es zum Beispiel die Hauptstrasse von Offenburg (D) bei der Versammlung der rechten Hetzer und Heuchler der AFD.
    Jeder Ort, an dem die AFD auftritt, ist ein schrecklicher Ort.
    • Rabbi Jussuf 20.08.2018 18:38
      Highlight Highlight Was die AfD jetzt mit dem Thema zu tun hat, erschliesst sich mir nicht.
      Hingegen stimmt das mit Offenburg schon, nur war es nicht die AfD, die die Stadt zum "schrecklichen Ort" machte, sondern das da:
      www.derwesten.de/politik/mord-in-offenburg-darum-berichtete-die-tagesschau-nicht-id215131055.html
    • Braunhilde von Rotzberg 20.08.2018 21:57
      Highlight Highlight Sie vergleichen ernsthaft eine Versammlung der AfD mit Auschwitz? Dann vergleiche ich das nächste Ortstreffen der SPD mit einem Gulag in Sowjetrussland.
      Denken Sie das nächste mal nach bevor Sie solche Kommentare schreiben.
    • dding (@ sahra) 20.08.2018 22:03
      Highlight Highlight
      Ich war heute in der Schlange vor der Kasse im Migros. Neben mir, ließ eine Mutter ihre 2 kleinen Kinder einfach Schreinen und Quengeln!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rauchzeichen 20.08.2018 16:51
    Highlight Highlight wie nah und doch so weit auseinander manchmal wörter sind...
    Benutzer Bild
  • Christian Mueller (1) 20.08.2018 16:24
    Highlight Highlight Immer hin ist dieses KZ geschlossen. Jetzt müssen keine Menschen mehr da sterben. Aber leider hat der Aussenminister nicht recht: Es gibt noch tausende solcher 'schlimmsten' Orte auf der Welt. Aber wir verkaufen lieber Waffen dahein, ernten Rohstoffe und schliessen die Grenzen...
    • Rhabarber 20.08.2018 17:34
      Highlight Highlight War auch mein Gedanke. Doppelmoral vom Feinsten.
    • Rabbi Jussuf 20.08.2018 18:33
      Highlight Highlight Doppelmoral?

      Das ist mindestens Dreifachmoral!

      Da stellt man die toten Juden auf ein unberührbares Podest und vergiesst Krokodilstränen, während genau diesen Politikern die jetzt hier lebenden Juden herzlich egal sind.
    • DerMeiner 20.08.2018 19:18
      Highlight Highlight Was das Ganze mit geschlossenen Grenzen zutun hat, erschliesst sich mir nicht ganz. Man sollte Probleme vor Ort lösen und nicht die ganze Welt in Europa integrieren.
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