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Flixbus bei Leipzig verunfallt: Fahrer steht vor Gericht

Flixbusunfall in Deutschland: Fahrer gesteht tödlichen Fehler

13.03.2026, 11:2013.03.2026, 11:20

Im Prozess um den Unfall eines Fernbusses bei Leipzig vor knapp zwei Jahren mit vier Todesopfern hat der Busfahrer einen Fehler eingeräumt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen vor Gericht in der ostdeutschen Stadt vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben. Der Sachverhalt, so wie er von der Staatsanwaltschaft in der Anklage dargestellt wird, sei «vollumfänglich zutreffend», sagte Peter Pospisil, Anwalt des Busfahrers.

«Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist. Er würde die Zeit gerne zurückdrehen, er kann es nicht», erklärte der Anwalt für den aus Tschechien stammenden Busfahrer. Sein Mandant sei kein Risikofahrer gewesen. Übermüdung, Alkohol oder Drogen hätten keine Rolle gespielt. «Es handelt sich um ein einmaliges fahrlässiges Fehlverhalten», sagte Pospisil.

Vier Tote und 46 Verletzte

Der Fernbus der Marke Flixbus sollte am 27. März 2024 von Berlin nach Zürich fahren. Bei fast 100 km/h geriet der Bus auf der Autobahn A9 nördlich von Leipzig ins Schleudern, fuhr eine knapp zwei Meter hohe Böschung hinab und kippte auf die rechte Seite. Vier Frauen in dem Bus starben, 46 weitere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hat den Busfahrer vor dem Amtsgericht Eilenburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Wegen eines grösseren Saales wird jedoch im Landgericht Leipzig verhandelt. Für den Prozess ist nur ein Verhandlungstag geplant. (sda/dpa)

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Schweres Unglück mit Flixbus in Deutschland
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Schweres Unglück mit Flixbus in Deutschland
Ein Fernbus Richtung Berlin ist am Freitagmorgen auf der Autobahn 19 bei Linstow im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern verunglückt.
quelle: dpa-zentralbild / bernd wuestneck
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