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Klaas Heufer-Umlauf hat als falscher Drogendealer Berliner Partygänger geprankt.
Klaas Heufer-Umlauf hat als falscher Drogendealer Berliner Partygänger geprankt.
screenshot youtube/late night berlin

Klaas gibt sich als Koks-Dealer aus – und für seine Kunden wird's peinlich

13.03.2019, 09:2114.03.2019, 02:25

Nehmt keine Drogen, esst mehr Obst! Dass in deutschen Grossstädten per Kurier Kokain verkauft wird, ist nichts Neues. Bisher lief das quasi auf «Vertrauensbasis»: Wer einen Stammkunden kennt, fragt ihn höflich nach der Telefonnummer seines Dealers. Das war wenigstens noch halbwegs diskret.

Doch in Berlin haben Dealer nun einen neuen, nonchalanten Weg gefunden, um an neue Kunden zu gelangen. Sie machen aus ihren Kontaktdaten kein grosses Geheimnis mehr und verteilen in Bars, auf Partymeilen und vor Clubs Visitenkarten: «Alex Obst – Obst & Gemüse Lieferservice» steht zum Beispiel darauf, auf der Rückseite ist eine Handynummer angegeben. Doch Obst und Gemüse bekommt man bei einem Anruf natürlich nicht ...

So beschämend leicht man in der Hauptstadt neuerdings an einen Koksdealer gelangt, so leicht lassen sich natürlich auch die Kunden verarschen.

Genau das hat Comedian Klaas Heufer-Umlauf in seiner TV-Show «Late Night Berlin» gemacht. Klaas liess in Berlin den o.g. Visitenkarten nachempfundene Kärtchen verteilen und stürzte sich dann als falscher Dealer mit versteckter Kamera ins Nachtleben – um den Leuten Obst und Südfrüchte zu verkaufen, so wie es eben auf seiner Visitenkarte steht.

Hier präsentiert Klaas seine Ware im Kofferraum:

«Glänzend wie in der Werbung!»
«Glänzend wie in der Werbung!»
screenshot youtube/late night berlin

Das Ergebnis des Pranks ist ziemlich grossartig. Das Video zeigt einen Querschnitt der Drogentaxi-Kunden:

Der naive Noob

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Der erste Kunde. Als ihm von Klaas ein Beutel «Physalis für 'nen Fuffi» angeboten wird, lacht er zaghaft und antwortet: «Ich hab' was anderes erwartet». Klaas versucht ihm dann noch eine Baby-Ananas sowie Bananen anzudrehen. Dann will der Naive doch lieber an der nächsten Ecke wieder aussteigen ...

Klaas gibt ihm eine Gratis-Banane zum Testen mit. Der Naive verabschiedet sich mit den Worten «Danke, deine Nummer hab' ich ja».

Der, mit dem man sich besser nicht anlegt

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Nächste Station: Sonnenallee. In Berlin ist diese Strasse als gefährliche Gegend verschrien. Ein Typ mit breitem Kreuz steigt ein: «Boah, Bruder was für eine geile Karre. Klärst du bestimmt viele Mädels damit, wa?»

Er will «zwei Mal» haben, zückt zwei 50-Euro-Scheine. Klaas bietet eine Orange und eine Zitrone feil. Erste Reaktion: «Bruder! Ok, du bist lustig, ja. Du hast Humor, ja. Power.» Zweite Reaktion: «Was soll das?» Dritte Reaktion: «Was bist du denn für einer? Willst du mich jetzt verarschen oder was? [...] Lass mich mal hier raus. Nerv mich mal nich.»

Er verabschiedet sich, quittiert den aus seiner Sicht enttäuschenden Deal mit den Worten «Dreckiger Hurensohn». Glück gehabt, Klaas. Das endete glimpflich.

Der irritierte Tourist

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Der dritte und letzte Prank im Video geht auf Kosten eines US-amerikanischen Touristen, der zum Clubben nach Berlin gekommen ist. Er will im vermeintlichen Drogentaxi «das Beste haben, was im Angebot ist.» Das lässt sich Klaas nicht zweimal sagen und präsentiert einen formschönen Apfel. Der Tourist sagt nur: «Ähm, ja» – Klaas sagt darauf: «Du wolltest das Beste, das ist das Beste in Deutschland». Der Tourist fragt, ob das Zeug im Apfel drin sei. Klaas erklärt ihm, dass der Apfel bis auf das Kerngehäuse ziemlich schmackhaft sei.

Doch der Tourist will lieber «etwas anderes». Also versucht es Klaas mit einer Orange – und so langsam kommt der Taxigast Klaas auf den Leim: «Ich glaube, das ist ein Missverständnis». Wo er Drogen herbekommt, kann Klaas ihm nicht sagen: «Ich weiss ja nicht, wie es in Ohio ist, aber in Deutschland sind Drogen verboten». Es endet damit, dass auch der Amerikaner lieber aussteigen will – doch vorher gelingt es Klaas noch, ihm eine Orange für zwei Euro aus den Rippen zu leiern.

Und die Moral von der Geschichte?

«In 5 Stunden haben wir 9 junge Menschen wenigstens kurzfristig vom Kokain-Kauf abgehalten.»

Hier könnt ihr das ganze Video sehen:

(as)

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quelle: epa/keystone / olivier maire
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Video: watson/Emily Engkent
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