International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Klaas Heufer-Umlauf hat als falscher Drogendealer Berliner Partygänger geprankt. screenshot youtube/late night berlin

Klaas gibt sich als Koks-Dealer aus – und für seine Kunden wird's peinlich



Nehmt keine Drogen, esst mehr Obst! Dass in deutschen Grossstädten per Kurier Kokain verkauft wird, ist nichts Neues. Bisher lief das quasi auf «Vertrauensbasis»: Wer einen Stammkunden kennt, fragt ihn höflich nach der Telefonnummer seines Dealers. Das war wenigstens noch halbwegs diskret.

Doch in Berlin haben Dealer nun einen neuen, nonchalanten Weg gefunden, um an neue Kunden zu gelangen. Sie machen aus ihren Kontaktdaten kein grosses Geheimnis mehr und verteilen in Bars, auf Partymeilen und vor Clubs Visitenkarten: «Alex Obst – Obst & Gemüse Lieferservice» steht zum Beispiel darauf, auf der Rückseite ist eine Handynummer angegeben. Doch Obst und Gemüse bekommt man bei einem Anruf natürlich nicht ...

So beschämend leicht man in der Hauptstadt neuerdings an einen Koksdealer gelangt, so leicht lassen sich natürlich auch die Kunden verarschen.

Genau das hat Comedian Klaas Heufer-Umlauf in seiner TV-Show «Late Night Berlin» gemacht. Klaas liess in Berlin den o.g. Visitenkarten nachempfundene Kärtchen verteilen und stürzte sich dann als falscher Dealer mit versteckter Kamera ins Nachtleben – um den Leuten Obst und Südfrüchte zu verkaufen, so wie es eben auf seiner Visitenkarte steht.

Hier präsentiert Klaas seine Ware im Kofferraum:

Bild

«Glänzend wie in der Werbung!» screenshot youtube/late night berlin

Das Ergebnis des Pranks ist ziemlich grossartig. Das Video zeigt einen Querschnitt der Drogentaxi-Kunden:

Der naive Noob

Bild

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Der erste Kunde. Als ihm von Klaas ein Beutel «Physalis für 'nen Fuffi» angeboten wird, lacht er zaghaft und antwortet: «Ich hab' was anderes erwartet». Klaas versucht ihm dann noch eine Baby-Ananas sowie Bananen anzudrehen. Dann will der Naive doch lieber an der nächsten Ecke wieder aussteigen ...

Klaas gibt ihm eine Gratis-Banane zum Testen mit. Der Naive verabschiedet sich mit den Worten «Danke, deine Nummer hab' ich ja».

Der, mit dem man sich besser nicht anlegt

Bild

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Nächste Station: Sonnenallee. In Berlin ist diese Strasse als gefährliche Gegend verschrien. Ein Typ mit breitem Kreuz steigt ein: «Boah, Bruder was für eine geile Karre. Klärst du bestimmt viele Mädels damit, wa?»

Er will «zwei Mal» haben, zückt zwei 50-Euro-Scheine. Klaas bietet eine Orange und eine Zitrone feil. Erste Reaktion: «Bruder! Ok, du bist lustig, ja. Du hast Humor, ja. Power.» Zweite Reaktion: «Was soll das?» Dritte Reaktion: «Was bist du denn für einer? Willst du mich jetzt verarschen oder was? [...] Lass mich mal hier raus. Nerv mich mal nich.»

Er verabschiedet sich, quittiert den aus seiner Sicht enttäuschenden Deal mit den Worten «Dreckiger Hurensohn». Glück gehabt, Klaas. Das endete glimpflich.

Der irritierte Tourist

Bild

Bild: screenshot youtube/late night berlin

Der dritte und letzte Prank im Video geht auf Kosten eines US-amerikanischen Touristen, der zum Clubben nach Berlin gekommen ist. Er will im vermeintlichen Drogentaxi «das Beste haben, was im Angebot ist.» Das lässt sich Klaas nicht zweimal sagen und präsentiert einen formschönen Apfel. Der Tourist sagt nur: «Ähm, ja» – Klaas sagt darauf: «Du wolltest das Beste, das ist das Beste in Deutschland». Der Tourist fragt, ob das Zeug im Apfel drin sei. Klaas erklärt ihm, dass der Apfel bis auf das Kerngehäuse ziemlich schmackhaft sei.

Doch der Tourist will lieber «etwas anderes». Also versucht es Klaas mit einer Orange – und so langsam kommt der Taxigast Klaas auf den Leim: «Ich glaube, das ist ein Missverständnis». Wo er Drogen herbekommt, kann Klaas ihm nicht sagen: «Ich weiss ja nicht, wie es in Ohio ist, aber in Deutschland sind Drogen verboten». Es endet damit, dass auch der Amerikaner lieber aussteigen will – doch vorher gelingt es Klaas noch, ihm eine Orange für zwei Euro aus den Rippen zu leiern.

Und die Moral von der Geschichte?

«In 5 Stunden haben wir 9 junge Menschen wenigstens kurzfristig vom Kokain-Kauf abgehalten.»

Hier könnt ihr das ganze Video sehen:

abspielen

Video: YouTube/Late Night Berlin

(as)

Die dümmsten Koks-Schmuggel-Aktionen der Schweiz

Street Parade: Was wäre noch schweizerischer?

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Die Influencer der Zukunft sind nicht menschlich – und sind jetzt schon Millionen wert

Link zum Artikel

Roger Federer ein Spielball der Strömung – das könnte zum Problem werden

Link zum Artikel

Kassieren SVP und SP eine Schlappe? 7 wichtige Punkte zu den Zürcher Wahlen

Link zum Artikel

Im 30'000-Franken-Outfit – so rückt Leroy Sané in die DFB-Elf ein

Link zum Artikel

Bye-bye Beno: Wie der ehemalige Gassen-Mönch in die völkische Szene abrutschte

Link zum Artikel

Das sind die 3 typischen Phasen eines Pyro-Vorfalls

Link zum Artikel

Wie Trump im Fall Manafort schachmatt gesetzt wurde

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

16
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nicosinho 13.03.2019 13:38
    Highlight Highlight haha grosses Kino Klaas :-D
  • Seraohara 13.03.2019 11:22
    Highlight Highlight Dreimal gekuckt und dreimal mega fescht müesse lache😂😂😂💪🏼👍🏽
  • Vergugt 13.03.2019 10:36
    Highlight Highlight Coole Aktion 😁 Ist natürlich jeder Nase selbst überlassen was da reinwandern soll, aber in Berlin gibt's echt genug Leute mit einem ungesunden Zugang zu Drogen, da schadet ein bisschen Irritation bestimmt nicht.
  • Hustler 13.03.2019 10:24
    Highlight Highlight Der hat ja Mut haha. Aber lustig war's wirklich.
  • Who needs love like that 13.03.2019 10:12
    Highlight Highlight Klaas hat Klasse wie Watson. Thx.
  • Der_Infant 13.03.2019 10:04
    Highlight Highlight Das mit Herrn Stamm wurde für die Schweiz raussgeschnitten?
  • polopol88 13.03.2019 10:00
    Highlight Highlight Geniale Idee😂 Schade sind Joko und Klaas nicht mehr zusammen unterwegs, ich liebte Circus Halligalli😔
    • Red4 *Miss Vanjie* 13.03.2019 12:47
      Highlight Highlight Nein ist nur die Show von Klaas, aber jedesmal wenn er Joko erwähnt kannst du einen Shot nehmen (passiert noch öfters)
  • eBart! 13.03.2019 09:46
    Highlight Highlight Schon krass.. ich meine, Klaas hätte gerade so gut ein Polizist sein können... Ich hoffe das regt einige zum Nachdenken an. Klar, lustige Aktion - aber ich hoffe trotzdem dass sich auch "präventiven" Charakter hat.
    • jaähä 13.03.2019 15:21
      Highlight Highlight Die Polizei hat hier dazugelernt. Während früher Razzias und grosskontrollen um 9 uhr morgens vor den technoclubs noch standart waren, sind ihnen heute die Endkonsumenten ziemlich wurst. Die stecken sicher keine zeit und energie in sinnlose Testverkäufe. Die wollen die grossen Fische schnappen.
  • Alphonse Graf Zwickmühle 13.03.2019 09:41
    Highlight Highlight Was hätte da wohl unser Luzi gekauft und ins Bundeshaus gebracht?
    • eBart! 13.03.2019 11:21
      Highlight Highlight Lauch - gleiches zu gleichem^^
    • Patronus 13.03.2019 11:26
      Highlight Highlight Ich tippe auf einen sauren Apfel
    • Pasch 13.03.2019 12:38
      Highlight Highlight Kokosnuss!
    Weitere Antworten anzeigen

Früher war sie Homöopathin – heute kämpft Natalie Grams gegen den Mythos der Globuli

Die Wissenschaft sagt: Da ist nichts drin. Und trotzdem glauben viele an die Kräfte der Globuli. Die Ärztin Natalie Grams hat Jahre lang als Homöopathin gearbeitet. Eine Privatpraxis und einen festen Glauben an die Vorzüge der vermeintlich «sanften Medizin» inklusive. Heute ist sie eine laute Kritikerin der Homöopathie und legt sich öffentlich mit ihren alten Kollegen an.

Wir haben mit ihr über die Wirksamkeit der Homöopathie, Naturheilkunde und Berliner-Mauer-Globuli gesprochen.

Frau Grams, Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel