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In Hanau sterben nach Schiesserei 11 Menschen: Die ersten Reaktionen



In der 20 Kilometer östlich von Frankfurt gelegenen Stadt Hanau sind bei einer Bluttat elf Menschen ums Leben gekommen. Der mutmassliche Täter erschoss in zwei Shisha-Bars insgesamt neun Personen und tötete dann in seiner Wohnung seine Mutter und sich selbst.

Die Tat sorgt weltweit für Schlagzeilen. Das sind die Reaktionen:

Das sagen Polizei, Regierung und Anwohner:

Die Polizei veröffentlichte zur Tatzeit auf Twitter die Meldung, dass sie nach einer Schiesserei einen Grosseinsatz in Hanau gestartet habe. Während der ganzen Nacht begleitet die Polizei den Einsatz mit weiteren Aufrufen und Informationen auf Twitter.

Um 5 Uhr Morgens vermeldet die Polizei schliesslich, sie habe den mutmasslichen Täter tot in seiner Wohnung gefunden.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zeigte sich erschüttert. «Das war ein furchtbarer Abend, der wird uns sicherlich noch lange, lange beschäftigen und in trauriger Erinnerung bleiben», sagte er bei einer Sondersendung von «Bild live». Die Hanauer Bundestagsabgeordnete Katja Leikert schrieb auf Twitter: «Es ist ein echtes Horrorszenario für uns alle.»

Der Sohn eines Kioskbesitzers aus Hanau kennt mehrere der Opfer. Der 24-Jährige ist ratlos: «Wir kennen sowas nicht, wir sind auch nicht mit Leuten zerstritten. Wir können es uns gar nicht vorstellen. Es war ein Schock für alle.»

Das schreibt die Presse:

Auch international schlägt der Terrorakt hohe Wellen. In fast allen Medien dominiert die Vermutung, dass es sich um einen rechtsradikalen Terrorakt handelt. So schreibt beispielsweise Al-Jazeera: «Am Mittwoch wurden in Deutschland mindestens neun Personen in zwei Shisha-Bars getötet. Die Polizei untersucht den Angriff als möglichen rechtsradikalen Terrorakt.»

Der Guardian schreibt, dass sich unter den Opfern mehrere türkischstämmige Menschen befinden: «Einige der Getöteten haben Wurzeln in der Türkei, sagt ein Sprecher des türkischen Präsidenten Erdogan: ‹Wir erwarten von den deutschen Behörden, dass sie nichts unversucht lassen, um die Hintergründe dieser Tat aufzudecken. Rassismus ist ein kollektiver Krebs.›»

«Der Schütze, der mutmasslich mindestens neun Menschen in deutschen Shisha-Bars ermordet hat, hat vermutlich einen rechtsradikalen Hintergrund», schreibt CNN.

So reagiert das Netz:

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