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Deutsche Elitetruppe KSK soll nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle umgekrempelt werden



FILE  - In this Feb. 5, 2004 file photo, soldiers of (KSK) Kommando Spezialkraefte, German Bundeswehr's special forces take part in a training  exercise in Calw, southern Germany. Germany

KSK-Mitglieder bei einem Übungseinsatz. Bild: keystone

Die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle grundlegend umstrukturieren.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Verteidigungsausschuss des Bundestags soll eine Kompanie komplett aufgelöst werden. Der Eliteeinheit soll auch die Oberhoheit über die Ausbildung genommen werden. Kramp-Karrenbauer will das Konzept am Mittwoch auf einer Pressekonferenz vorstellen.

Das 1996 gegründete KSK hat seit 2017 immer wieder mit rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht. Alles begann im April 2017 mit einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur, bei der mit Schweineköpfen geworfen, Rechtsrock gespielt und der Hitlergruss gezeigt worden sein soll. Bei einem der Partygäste fand die sächsische Polizei in diesem Jahr ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff.

Im Januar gab der Militärische Abschirmdienst (MAD) bekannt, dass bei der Elitetruppe 20 Soldaten unter Rechtsextremismus-Verdacht stehen. Im Verhältnis zur Truppenstärke war der Anteil zu diesem Zeitpunkt fünf Mal so hoch wie bei der Bundeswehr insgesamt. Im Mai setzte Kramp-Karrenbauer eine Arbeitsgruppe ein, um ein Konzept zur Unterbindung rechtsextremistischer Tendenzen im KSK zu erarbeiten, über das sie jetzt entschieden hat. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Törtl_Boiii 01.07.2020 08:37
    Highlight Highlight Ich glaube diese Aktion führt zu noch gefestigteren, (rechts)extremsten Ansichten innerhalb des deutschen Militärs.

    Menschen des rechtextremen Spektrums finden sich gehäuft in der Armee, da deren Beschaffenheit und Mentalität eng mit Nationalismus und Militarismus verknüpft sind. Rechtsextremes Gedankengut beseitigt man nicht mit einem einzigen politischen Beschluss. Das braucht viel Zeit.

    Ich brgrüsse die Aktion aber damit ist es längst noch nicht getan. Das wird wohl eine gröbere Sisiphusarbeit werden.
  • sikki_nix 01.07.2020 00:03
    Highlight Highlight Krass, wenn bei der Vorzeigeeinheit der deutschen Armee Rechtsrock gespielt und fleissig abgehittlert wird, dann ist das definitiv ein miserables Aushängeschild für die deutsche Armee und hochproblematisch. Professionalität geht anders!
    • misohelveticos 01.07.2020 02:20
      Highlight Highlight Da muss man leider so sehen und es wird nicht besser dadurch, dass genau dieses KSK immer gern von Verbündeten angefordert wird, wenn es um heikle und geheime Aktionen (Antiterrorkampf) geht.
    • Martel 01.07.2020 09:14
      Highlight Highlight Misohelveticos: wann und wo gab es einen Antiterroreinsatz, bei dem mehrere Länder zusammen agierten, bzw. ein deutscher Truppenverband zur Verstärkung angefordert wurde? Die europäischen Länder, die am meisten durch Terrorismus betroffen sind (F und GB) haben viel besser aufgestellte und erfahrenere Truppen und holen bestimmt nicht die Bundeswehr, die militärtechnisch alles andere als einen guten Ruf haben.
    • Waldorf 01.07.2020 15:07
      Highlight Highlight 38 Fascho Sympathisanten gefällt dies nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elias776 30.06.2020 22:52
    Highlight Highlight Super.

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