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Inzwischen 55 Verdächtige nach grosser «Reichsbürger»-Razzia

Inzwischen 55 Verdächtige nach grosser «Reichsbürger»-Razzia in Deutschland

30.01.2023, 16:2630.01.2023, 16:30
07.12.2022, Hessen, Frankfurt/Main: Bei einer Razzia gegen sogenannte «Reichsbürger» führen vermummte Polizisten, nach der Durchsuchung eines Hauses Heinrich XIII Prinz Reuß (2.v.r.) zu einem Polizeif ...
Auch Heinrich XIII. Prinz Reuss wurde verhaftet.Bild: DPA

Nach der grossangelegten Anti-Terror-Razzia gegen sogenannte Reichsbürger in mehreren deutschen Bundesländern, Österreich und Italien ist der Kreis der Verdächtigen auf 55 angewachsen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Sicherheitskreisen.

Bislang war von 54 Beschuldigten die Rede gewesen. 25 davon hatten Ermittler Anfang Dezember festgenommen. Zuerst hatte das Nachrichtenmagazin «Spiegel» (Freitag/Online) über den Anstieg berichtet.

In dem Verfahren stellten die Behörden nach dpa-Informationen bislang mehr als 420'000 Euro Bargeld sowie Edelmetalle sicher. Der «Spiegel» hatte diesbezüglich von gut 50 Kilogramm Gold und anderen Edelmetallen berichtet.

Die Bundesanwaltschaft wirft 22 der Festgenommenen vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das politische System in Deutschland stürzen wollte. Drei weitere Festgenommene gelten als Unterstützer. 24 der Männer und Frauen sitzen in Untersuchungshaft.

Ein in Italien festgenommener Ex-Offizier einer Bundeswehr-Spezialeinheit geht noch höchstgerichtlich gegen die Auslieferung nach Deutschland vor. Für den 9. Februar ist die Berufungsverhandlung anberaumt. Mit Ausnahme einer Russin haben alle Verdächtigen den Angaben nach die deutsche Staatsbürgerschaft.

«Reichsbürger» sind Menschen, die die Bundesrepublik und ihre demokratischen Strukturen nicht anerkennen. Sie behaupten, dass das Deutsche Reich (1871–1945) fortbestehe. Der Verfassungsschutz rechnet der Szene rund 21'000 Anhänger zu. (aeg/sda/dpa)

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