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Wegen Christchurch-Massaker: Facebook prüft Beschränkungen für Livestreams



Der US-Konzern Facebook will nach dem Massaker von Christchurch regeln, wer über seine Plattformen künftig Live-Inhalte ins Netz stellen darf. Die zuständige Chefin Sheryl Sandberg erklärte am Freitag (Ortszeit), Negativ-Kriterien könnten etwa frühere Verstösse sein.

CORRECTS SPELLING TO SANDBERG NOT SANDBURG  Sheryl Sandberg, chief operating officer of Facebook, responds to questions during a news interview with Megyn Kelly on the show, The Kelly File, on the FOX News Channel, Wednesday, April 9, 2014, in New York. (AP Photo/Frank Franklin II)

Facebook-Chefin Sheryl Sandberg will Livestreaming auf Facebook besser kontrollieren. Bild: AP/AP

Nach ihren Angaben setzt das soziale Netzwerk inzwischen Systeme mit Künstlicher Intelligenz ein, um radikale Gruppen etwa in Neuseeland und Australien zu finden und sie von den Plattformen zu verbannen.

Der mutmassliche Attentäter von Christchurch hatte Mitte März 50 Menschen bei Attacken auf Moscheen getötet und das Verbrechen live über Facebook gestreamt. Der amerikanische Konzern war daraufhin weltweit in Kritik geraten.

Australien droht mit Regulierung

Unterdessen plant Australien nach dem Anschlag auf die zwei Moscheen in Neuseeland schärfere Regeln für Soziale Netzwerke. In dem Vorschlag, den die Regierung in der kommenden Woche im Parlament vorlegen will, werden Haftstrafen von bis zu drei Jahren oder Strafzahlungen von bis zu zehn Prozent des Umsatzes angedroht, sollten Gewaltvideos und -fotos nicht schnell genug gelöscht werden. «Die grossen Sozialen Netzwerke stehen in der Verantwortung, alles zu tun, damit ihre Technologie nicht von Terroristen ausgenutzt wird», erklärte Ministerpräsident Scott Morrison.

epa07463912 Australian Prime Minister Scott Morrison speaks during a press conference at Waterfront Place in Brisbane, Australia, 26 March 2019.  Prime Minister Morrison spoke to the media about his governments energy policy, social media in the wake of the Christchurch terror attack and the One Nation lobbying scandal.  EPA/DARREN ENGLAND  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Der australische Premierminster Scott Morrison. Bild: EPA/AAP

Die australische Regierung habe sich in den vergangenen Tagen mit Vertretern von Facebook und anderen Internetkonzernen getroffen - das Ergebnis der Gespräche sei aber nicht zufriedenstellend gewesen. «Sie haben keine schnellen Lösungen auf die Fragen aufgezeigt, die der Horror von Christchurch aufgeworfen hat», sagte der zuständige australische Minister Mitch Fifield am Samstag in diesem Zusammenhang. (leo/sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Elke Wolke 30.03.2019 07:42
    Highlight Highlight Ganz einfach: Live Streams nur für anerkannte Organisationen (Vereine, etc.) erlauben. Alles andere sind Videos, die mit Verzögerung (nach Sichtung) hochgeladen werden können.
    • ands 30.03.2019 09:30
      Highlight Highlight Ist dir bewusst, dass kein Inhalt erst von jemandem "gesichtet" wird, bevor er auf Facebook veröffentlicht wird? Facebook hat Algorithmen, die Inhalte aussondern. Diese werden aber auch bei Live-Streams angewandt.

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