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International
Energie

Nord-Stream-Pipeline: «Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung»

«Diese Vorfälle sind kein Zufall»: EU tobt nach Lecks an Nord-Stream-Pipelines

28.09.2022, 10:2428.09.2022, 13:24
A large disturbance in the sea can be observed off the coast of the Danish island of Bornholm Tuesday, Sept. 27, 2022 following a series of unusual leaks on two natural gas pipelines running from Russ ...
Das Gas tritt in dänischem Hoheitsgebiet an die Oberfläche.Bild: keystone

Die Europäische Union hält Sabotage als Ursache für die Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 für wahrscheinlich und hat mit Gegenmassnahmen gedroht.

«Alle verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass diese Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung sind», erklärte der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell am Mittwoch im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Jede vorsätzliche Störung der europäischen Energieinfrastruktur sei völlig inakzeptabel und werde «mit einer robusten und gemeinsamen Reaktion beantwortet werden».

epa10199600 High Representative of the European Union for Foreign Affairs and Security Policy, Josep Borrell Fontelles, during a high-level United Nations Security Council meeting about the ongoing co ...
Josep Borrell.Bild: keystone

Insgesamt drei Lecks waren – nach einem ersten Druckabfall in der Nacht zum Montag – sowohl in einer der Röhren von Nord Stream 2 wie auch in beiden Röhren der Nord-Stream-1-Pipeline entdeckt worden. Bereits am Dienstag war in Polen, Schweden, Dänemark und Russland ein Anschlag auf die europäische Gasinfrastruktur als Ursache für die als beispiellos geltenden Schäden an beiden Pipelines für denkbar gehalten worden. Auch aus Sicht deutscher Sicherheitskreise sprach vieles für Sabotage. Sollte es sich um einen Anschlag handeln, würde angesichts des Aufwands nur ein staatlicher Akteur infrage kommen, hiess es.

Borrell nannte in der Erklärung keinen Verdacht, wer hinter einem möglichen Sabotageakt stecken könnte. Der Spanier sagte jedoch, dass man über die Schäden an den Pipelines sehr besorgt sei. «Diese Vorfälle sind kein Zufall und gehen uns alle an.» Man werde jede Untersuchung unterstützen, die darauf abziele, Klarheit über die Vorgänge zu erlangen. Zudem werde man Schritte unternehmen, um die Energiesicherheit robuster zu machen.

Zuvor hatte bereits EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter geschrieben, dass sie Sabotage für möglich halte. Auch EU-Ratschef Charles Michel sprach von einem Sabotageakt. (aeg/sda/dpa)

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275 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mijasma
28.09.2022 10:45registriert Oktober 2018
Ich verstehe die Aufregung nicht. Die waren und werden sowieso nicht mehr gebraucht.
Eigentlich kann man mit dem Rückbau beginnen.
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Tobes
28.09.2022 10:32registriert Oktober 2017
Nein! Huch! Wirklich? Und hat man denn schon eine Vermutung wer dahinter stecken könnte? Oder tappt man noch völlig im Dunkeln bezüglich dem möglichen "staatlichen Akteur"?
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Bojenmensch
28.09.2022 11:08registriert März 2020
Schon wieder Liechtensteinische Terroristen! Wie lange will die Welt noch tatenlos zuschauen, bevor Macron endlich mal mit dem Fürsten telefoniert??!
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