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IEA-Chef Fatih Birol warnt wegen Iran-Krieg vor schwarzem April

Fatih Birol, Executive Director of the International Energy Agency (IEA) speaks at a press conference on day two of the International Summit on the Future of Energy Security at Lancaster House in Lond ...
IEA-Chef Fatih Birol.Bild: keystone

IEA-Chef warnt wegen Iran-Krieg vor «schwarzem April» bei Ölversorgung

07.04.2026, 11:5507.04.2026, 11:55

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat angesichts des Iran-Kriegs und der weitgehend blockierten Strasse von Hormus vor einer Zuspitzung der Probleme bei der Ölversorgung gewarnt. «Man muss sich bewusst sein, dass der März zwar sehr schwierig war, der April aber noch viel schlimmer werden wird», sagte Birol in Paris der Zeitung «Le Figaro». Denn die Golfstaaten förderten nur noch etwas mehr als die Hälfte der vor dem Krieg geförderten Ölmenge, und Erdgas werde gar nicht mehr exportiert.

«Sollte die Meerenge tatsächlich den ganzen April über gesperrt bleiben, werden wir doppelt so viel Rohöl und Raffinerieprodukte verlieren wie im März. Wir stehen vor einem »schwarzen April"«, sagte Birol. »Ich bin heute sehr pessimistisch, weil dieser Krieg eine der Lebensadern der Weltwirtschaft lahmlegt. Nicht nur Öl und Gas, sondern auch Düngemittel, Petrochemikalien, Helium und vieles mehr."

Schwerwiegendste Energiekrise bislang

Die Welt habe noch nie eine Störung der Energieversorgung in einem solchen Ausmass erlebt. «Betrachtet man die drei grossen Öl- und Gaskrisen der Vergangenheit, so ist die aktuelle Krise schwerwiegender als die von 1973, 1979 und 2022 zusammen. Wir stehen vor einem grossen Energie-Schock, der einen Öl-, einen Gas- und einen Nahrungsmittel-Schock vereint.»

Die von der IEA angeschobene Freigabe von Ölreserven lindere nur den Schmerz, sagte Birol. «Die einzige wirkliche Lösung liegt woanders: in der Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Solange sie geschlossen bleibt, wird die Weltwirtschaft mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sein.»

Deutschland befinde sich in einer schwierigeren Lage, was Erdgas und zuverlässige Stromquellen wie die Kernenergie und damit auch die Strompreise angeht, sagte der IEA-Chef. «Die deutsche Wirtschaft und Industrie könnten in den kommenden Wochen, Monaten oder sogar Jahren vor sehr grossen Herausforderungen stehen.» (sda/awp/dpa)

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Polizei löst Protest gegen Iran-Krieg in Tel Aviv gewaltsam auf
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