Ghislaine Maxwell verweigert Aussage zu Epstein-Skandal
Die Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell hat während ihrer Vorladung im US-Kongress die Aussage verweigert. Maxwell habe sich immer wieder darauf berufen, sich nicht selbst belasten zu wollen. Die Vernehmung war nach rund einer Stunde beendet. Das berichten unter anderem die US-Medien CNN und Fox News.
Maxwell wurde aus ihrem Gefängnis in Texas virtuell zugeschaltet. Ihr Anwalt David Oscar Markus erklärte bereits zu Beginn der Anhörung, Maxwell werde nicht aussagen. Sie sei allerdings bereit zu sprechen – wenn US-Präsident Donald Trump sie offiziell begnadige.
Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Maxwell war während dieser Zeit seine romantische Partnerin, aber auch seine Komplizin. Mehrere Opfer betonen Maxwells zentrale Rolle in Epsteins Kosmos.
Epstein wurde erstmals 2008 verurteilt
Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er minderjährige Mädchen missbraucht hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.
2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.
(hkl)

