International
EU

England raus, Ukraine rein: In zehn Jahren möchten die Osteuropäer EU-Mitglied sein

England raus, Ukraine rein: In zehn Jahren möchten die Osteuropäer EU-Mitglied sein

01.07.2016, 03:0901.07.2016, 07:17
Wladimir Groisman.
Wladimir Groisman.Bild: Sergei Chuzavkov/AP/KEYSTONE

Der neue ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman will sein Land möglichst zügig in die Europäische Union führen. «Ich bin davon überzeugt, dass die Ukraine in zehn Jahren in der EU sein wird», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag.

«Wir gehen den europäischen Weg, und der bedeutet für uns: Freiheit, Menschenrechte und eine starke Wirtschaft.» Groisman verwies auf das Assoziierungsabkommen mit der EU, das als treibende Kraft für Reformen wirke.

Hier sei schon viel passiert, gerade bei der Korruptionsbekämpfung. Es sei aber noch mehr nötig. Dazu zähle auch eine Verbesserung des Investitionsklimas und eine grundlegende Justizreform, sagte Groismann, der seit Mitte April im Amt ist.

Groisman ist Nachfolger von Arseni Jazenjuk, dessen Regierung vorgeworfen wurde, nicht entschieden genug gegen die Korruption und die Oligarchen im Land vorgegangen zu sein. Die Ex-Sowjetrepublik gilt nach Einstufung der Organisation Transparency International als korruptester Staat Europas.

Groisman kritisierte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen. «Ich respektiere das Recht eines souveränen Staates, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber ich glaube immer, dass man Errungenschaften bewahren sollte.» Ein wichtiges Signal sei, dass die junge Generation in Grossbritannien mehrheitlich für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt habe. (cma/sda/reu/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Diese Lösung zur Klimarettung hat einen Haken
CO2 aus der Luft filtern und tief im Boden speichern: Mit dieser Technologie sollen klimaschädliche Emissionen reduziert werden. Immer mehr Unternehmen setzen auf CO2-Abscheidung, um ihre Klimaziele zu erreichen. Doch die heutigen Kapazitäten sind verschwindend klein.
Die wichtigsten Akteure der Industrie, Vertreter der Luftfahrt und zahlreiche Staaten betonen es immer wieder: In den kommenden Jahren wollen sie aufhören, die Umwelt zu verschmutzen. Meist nennen sie dafür das Jahr 2050. Auch die Schweiz hat versprochen, bis dahin klimaneutral zu werden. Dafür müsse sie ihre Treibhausgasemissionen «drastisch reduzieren», schreibt das Bundesamt für Umwelt.
Zur Story