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Macron fordert nichts weniger als die «Wiedergeburt Europas»

Macron fordert nichts weniger als die «Wiedergeburt Europas»

17.04.2018, 11:3817.04.2018, 11:46
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Der französische Präsident Emanuel Macron hat in einer engagierten Rede vor dem EU-Parlament eine «Wiedergeburt Europas» und ein Schliessen der Kluft zwischen Nord- und Südeuropa gefordert. Er bezeichnete die europäische Demokratie als «unsere Trumpfkarte». Der grösste Fehler wäre es, dieses Modell preiszugeben.

«Wenn wir uns nicht klar zu Demokratie mit allen Facetten in Europa bekennen, sind wir auf dem Holzweg.»

Denn «nicht nur Geld oder ein Vertrag» verbinde Europa, sondern «ein Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Kultur», betonte Macron am Dienstag in Strassburg.

epa06674176 French President Emmanuel Macron moments before delivering a speech at the European Parliament in Strasbourg, France, 17 April 2018. Macron is in Strasbourg to debate the future of the Eur ...
Der französische Präsident Emanuel Macron bei seiner engagierten Rede vor dem EU-Parlament am Dienstag in Strassburg.Bild: EPA/EPA

Entschieden wandte sich Macron gegen ein Europa, in dem nationale Egoismen zurückkommen. «Die illiberale Faszination wird von Tag zu Tag grösser». Aber «wenn wir uns nicht klar zu Demokratie mit allen Facetten in Europa bekennen, sind wir auf dem Holzweg», sagte er.

«Gegenüber einer autoritären Grundeinstellung überall ist die Antwort nicht die autoritäre Demokratie, sondern die Autorität durch Demokratie»

Es müsse eine «neue europäische Souveränität aufgebaut werden, die den Bürgern klare, entschlossene Antworten bietet. Damit klar wird, dass wir sie schützen können gegenüber der Unordnung der Welt». Es «sollte nicht die todbringende Illusion hier greifen, die unseren Kontinent in den Abgrund stürzt», sagte Macron weiter.

Gegenüber einer «autoritären Grundeinstellung überall» sei die Antwort «nicht die autoritäre Demokratie, sondern die Autorität durch Demokratie».

Gerade im Vorfeld der anstehenden EU-Wahlen nächstes Jahr sei es wichtig, die Werte hochzuhalten. Er wolle nicht, dass die Illusion der Gewalt mit einem Verzicht auf Freiheit verbunden sich breit mache, denn das wäre ein «Europa, in dem die Demokratie zur Ohnmacht verurteilt» werde. Notwendig sei natürlich aber auch eine kritische Debatte über Europa. (whr/sda/apa)

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14 Kommentare
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aglio e olio
17.04.2018 12:52registriert Juli 2017
"Entschieden wandte sich Macron gegen ein Europa, in dem nationale Egoismen zurückkommen. «Die illiberale Faszination wird von Tag zu Tag grösser». Aber «wenn wir uns nicht klar zu Demokratie mit allen Facetten in Europa bekennen, sind wir auf dem Holzweg», sagte er."

Aha, aber wiederholte völkerrechtswidrige Angriffe (fehlendes UN Mandat),aktuell quasi im Alleingang mit GB und USA, sind keine nationalen Egoismen? Ich finde es widersprüchlich.
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Dong
17.04.2018 13:11registriert Oktober 2016
Wenn denen die Demokratie am Herzen läge, könnten sie bei sich zuhause ja bspw. Volksabstimmungen einführen.
Tun sie aber nicht, etwas mehr Bescheidenheit wäre also angemessen.
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