International
EU

EU-Parlament will Geld von rechten Abgeordneten zurück

Nach mutmasslichem Missbrauch: EU-Parlament will Geld von rechten Abgeordneten zurück

29.04.2026, 16:3529.04.2026, 16:35

Nach dem mutmasslichen Missbrauch von EU-Geldern durch Mitglieder der ehemaligen rechtsnationalen Europaparlaments-Fraktion ID fordert eine Mehrheit der anderen Abgeordneten schnellere Konsequenzen.

News Bilder des Tages Marco Zanni bei einer Plenartagung zur Sicherheit in Europa und die milit
Die ID-Fraktion hat sich inzwischen aufgelöst und ist damit nicht mehr im EU-Parlament vertreten.Bild: IMAGO / Future Image

Ein im Plenum beschlossener Antrag sieht vor, dass die Parlamentsverwaltung erstattungsfähige Ausgaben, wenn möglich, sofort zurückfordern soll.

Zudem soll die mögliche Haftung der verantwortlichen Abgeordneten wegen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Genehmigung unrechtmässiger Ausgaben ermittelt werden. Bisher hatte die Verwaltung des Parlaments abwarten wollen, wie laufende Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft zu dem Fall ausgehen.

Prüfer der Parlamentsverwaltung waren zu dem Ergebnis gekommen, dass Mitglieder der ID-Fraktion in der vergangenen Legislaturperiode mindestens 4,3 Millionen Euro (rund 4 Millionen Franken) aus EU-Mitteln missbräuchlich verwendet hatten. Laut ihrem Bericht sind die Gelder unter anderem an Firmen im Umfeld der Fraktion und an Vereine, die Abtreibungsgegner unterstützen, geflossen.

Zu der mittlerweile aufgelösten ID-Fraktion gehörte unter anderem die deutsche AfD – die zweitstärkste Kraft im Bundestag in Berlin. Mit Beginn der neuen Legislaturperiode im EU-Parlament haben sich die deutschen Rechtspopulisten mit anderen Rechtsparteien in der Fraktion ESN zusammengeschlossen. Die weiteren ID-Mitglieder wie das französische Rassemblement National, die österreichische FPÖ oder die italienische Lega haben sich in der neuen Legislaturperiode in der PfE-Fraktion zusammengefunden. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Russische Aussen-Sprecherin: Selenskyj provoziert Atomkrieg, EU erstes Opfer
Das russische Aussenministerium hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Heraufbeschwören eines Atomkriegs vorgeworfen und Europa mit den Konsequenzen gedroht. Die Ukraine beschiesse das Atomkraftwerk Saporischschja, und Selenskyj fordere neben dem Nato-Status auch noch Atomwaffen für seine Sicherheit, sagte Russlands Aussenamtssprecherin Maria Sacharowa.
Zur Story