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epa06322819 Polish nationalists light flares as they take part in the March of Independence 2017 under the slogan 'We want God' as part of Polish Independence Day celebrations in Warsaw, Poland, 11 November 2017.  EPA/BARTLOMIEJ ZBOROWSKI POLAND OUT

60'000 Demonstranten zogen am Samstag durch Warschau. Bild: EPA/PAP

«Das war ein schöner Anblick»: Polens Aussenministerium verteidigt Aufmarsch von Rechten



60'000 Nationalisten und Rechtsextreme feierten am Samstag in Warschau den Unabhängigkeitstag von Polen. Sie riefen Slogans wie «Gott, Ehre, Vaterland» und «Polnische Industrie in polnische Hände.» 

Doch das war nicht alles. Skandiert wurden auch Sprüche wie «Flüchtlinge raus» oder «reines, weisses Polen». Dazu zündete die Menschenmenge unzählige Fackeln und hielt die polnische Flagge in die Höhe. Zu erkennen waren auch rechtsradikale Banner und Symbole. Der Grossaufmarsch der Rechtsextremen sorgte international für Schlagzeilen und Kritik.

epa06322987 Polish nationalists walk through the Poniatowski Bridge as they take part in the March of Independence 2017 under the slogan 'We want God' as part of Polish Independence Day celebrations in Warsaw, Poland, 11 November 2017.  EPA/LESZEK SZYMANSKI POLAND OUT

Grossaufmarsch am Samstag bei der Feier zum polnischen Unabhängigkeitstag. Bild: EPA/PAP

Nun hat sich das polnische Aussenministerium zu den Ereignissen geäussert. Man verurteile zwar «rassistische, antisemitische und ausländerfeindliche Ideen», teilte das Ministerium mit. Doch die Demonstration von Rechtsradikalen und Anhängern der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) am Samstag sei «im Wesentlichen ein Ausdruck patriotischer Werte» gewesen.

Das Aussenministerium nannte den Aufmarsch «eine grosse Feier der Polen, mit unterschiedlichen Ansichten, aber vereint in den gemeinsamen Werten von Freiheit und Treue zu einem unabhängigen Heimatland». Es sei nicht gerechtfertigt, den Marsch aufgrund der Taten Einzelner zu beurteilen.

«Wir konnten die weiss-roten Fahnen in den Strassen Warschaus sehen, das war ein schöner Anblick.»

Polens Innenminister Mariusz Blaszczak

Polens Innenminister Mariusz Blaszczak von der nationalkonservativen Regierungspartei hatte am Sonntag gesagt, der Unabhängigkeitstag sei in einer «sehr guten Atmosphäre» verlaufen. «Wir konnten die weiss-roten Fahnen in den Strassen Warschaus sehen, das war ein schöner Anblick.» Spruchbänder wie «Weisses Europa» oder «Reines Blut» habe er «persönlich nicht gesehen». Man dürfe solchen «Vorkommnissen» nicht alles unterordnen. (cma)

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • 4kant 14.11.2017 16:40
    Highlight Highlight Heutzutage gilt jeder gleich als Rechtsnationalist, der schon nur gerne wieder vom Urlaub im Ausland in seine Heimat zurückkehrt.
    Und jeder der lieber Sauerkraut mit Blut- und Leberwurst isst, oder Rösti Tomme, als Satay-Spiessli, oder Couscous, der gilt schon als Rechtsextremer.
    Das kümmert mich nicht. Ich mag mein Land. Ich mag meine Leute. Wir sind füreinander da, in unserem Land.

    Das Polen den Polen! Die machen's absolut richtig. Das ist Freundlichkeit nach innen. Nach dort, wo man lebt, liebt und wirkt.
  • JaneSodaBorderless 14.11.2017 13:06
    Highlight Highlight Zum Glück gibt es auch in Polen Menschen, die klar Position gegen Faschismus beziehen:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/unabhaengigkeitstag-warschau-polen-rechtsextreme-marsch/seite-2

    Kein Fussbreit dem Faschismus!
  • Fischra 13.11.2017 22:40
    Highlight Highlight Ein paar tausend faschisten bei einer Kundgebung von ca 60000 Teilnehmer in einem Land mit 38 Millionen Einwohner. Da müssen wir nicht in Panik verfallen so dern jns für die Geschichte Polens interessieren. Kein Anderes Land in Europa wurde so gebeutelt in den letzten 200 Jahren. Darum ist dieser Marsch für die Unabhängigkeit anders zu werten. Die Rechtsradikalen sind nicht die Träger dieses Anlasses. Die meisten Polen sind nicht rechtsradikal.
  • stamm 13.11.2017 21:10
    Highlight Highlight Ob alles Rechtsextreme waren oder nicht, darüber wissen wir wohl kaum Bescheid. Aber umgekehrt wird ja auch alles in denselben Topf geschmissen, dann dürft ihr das auch. Stolz auf das Vaterland und deren Unabhängigkeit zu sein, ist ja schliesslich nicht strafbar. Aber soviele Fahnen, soviele, die stolz sind....an und für sich wunderbar! Davon können wir Schweizer uns eine Scheibe abschneiden. Bei uns wird der 1. Mai Tanz in Zürich halbwegs toleriert, aber wehe es laufen am 1. August 20 junge Leute mit der CH-Fahne durch Zürich....
    • AntiCapitalism 13.11.2017 23:04
      Highlight Highlight Stolz sein ja, faschisten braucht es trotzdem niergends. Und z.T eher fragwürdig ob man das als stolz bezeichnen kann bzw. sollte.
      Und wenn sie in der schweiz am 1.august keine schweizerfahnen sehen, dann verstecken sie sich wohl im keller. Die schweizer sind sehr wohl ein stolzes volk, man muss nur genau hinschauen und es verstehen.
    • JaneSodaBorderless 14.11.2017 20:00
    • stamm 14.11.2017 23:47
      Highlight Highlight Dann sprecht mal mit Polen, die bei uns sind. Das ist ein 1. August in Polen, nur dass dort eben 60`000 teilnehmen. Und das sind nicht 60`000 Rechtsextreme! JaneSoda: das in deinem Link, das ist eine Riesensauerei! Geh doch mal dorthin und überzeug dich. Auch bei uns wird der Nationalfeiertag für Rechtsextremismus genutzt, wie halt auch der 1. Mai für das Gegenüber. JohnnyM: stolz zu sein auf sein Vaterland kennen wir bei uns gar nicht...das sind alles Rassisten. Oder etwa nicht? Oder ist jeder, der am 1. Mai in Zürich anzutreffen ist, Linksextrem?
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 13.11.2017 20:01
    Highlight Highlight 2.Polen ist ein aufstrebender Staat der es sich nicht leisten kann wie D Millionen von Migranten aus der Sozialkasse zu bewirtschaften. Zudem noch in einem Erzkatholischen Land. Nah Ost Muslime würden sich dort kaum wohlfühlen, zudem sind Islamische Werte mit einem ökonomisch aufstrebenden Staat nicht vereinbar. Davon können unsere Nachbarn ein ganzes Album aufnehmen.
    • NWO Schwanzus Longus 13.11.2017 20:33
      Highlight Highlight Noch was ich bin auf keinen Fall dafür das man mit solchen Bannern wie islamischer Holocaust wir beten dafür auf die Strasse geht.
    • AntiCapitalism 13.11.2017 23:17
      Highlight Highlight Der krieg gegen den IS.. Süss.. Mal ehrlich, was denken sie denn was passiert danach? Friede freude eierkuchen? Sie denken die sind rechts wegen ihrer Vergangenheit? Flüchtlinge sind die falschen opfer einer berechtigten wut. Es sind nicht fie flüchtlinge die uns zu dem machem was wir sind.
  • NWO Schwanzus Longus 13.11.2017 19:53
    Highlight Highlight 1.Was viele hier nicht verstehen ist das der ehemalige Ostblock allgemein so tickt. Für sie ist es eine Bevormundung wenn man ihnen Migranten aufzwingt die man nicht will. So oder so die Nahost Migranten wollen in diesen Ländern gar nicht sein. Polen hatte schon mal welche aufgenommen aber sie gingen Richtung Deutschland. Es bringt so oder so nichts diese Art von Migranten aufzunehmen denn, der Krieg gegen den IS wird bald vorbei sein, Syrien ist jetzt bis auf Idlib weitgehend sicher, Irak auch, zweitens sind das mit am Abstand schlechtsqualifziertesten Arbeitskräfte.
    • neutrino 13.11.2017 20:32
      Highlight Highlight Vielleicht sollte der Ostblock mal umdenken: der Ostblock kassiert Jahr für Jahr EU-Finanzbeiträge (inkl. von der Schweiz). Am meisten von Deutschland - dass ja offenbar mit seiner Flüchtlingspolitik alles falsch macht. Zudem wandern Osteuropäer in Scharen nach Westeuropa aus (Polen insb. nach GB). Wenn sie auf ihre Länder so stolz sind, sollen sie doch dort bleiben.
    • 4kant 14.11.2017 16:45
      Highlight Highlight Die Ostblockländer sind schlauer als wir. Sie haben genug Erfahrungen als Untertanenstaaten gesammelt, um ganz genau zwischen Unterjochung und Gleichberechtigung unterscheiden zu können, ganz egal, wie freundlich, verführerisch, überzeugend und bestechlich die Unterjochung präsentiert wird.
  • Neemoo 13.11.2017 18:10
    Highlight Highlight Es macht mich sehr nachdenklich was in Europa (auf der Welt) gerade wieder passiert.
  • Whitchface 13.11.2017 17:22
    Highlight Highlight @Watson Wie wäre es mal zur Abwechslung mit einem Artikel, über ukrainische Kriegsflüchtlinge in Polen? Die Zahl varriert von Quelle zu Quelle, aber es sind Hundertausende. Der Zuwachs von Ukrainern zwischen 2011 und 2017 liegt bei über einer Million. Jetzt die Zahlen mal ins Verhältnis zur Landesgrösse und Bevölkerung stellen und schon steht Polen "besser" da, als manch westeuropäischer Industriestaat. Weshalb wird bei uns darüber nicht berichtet?

    https://www.google.ch/amp/s/amp.theguardian.com/world/2015/may/13/ukraines-refugees-find-solace-in-poland-europes-most-homogenous-society
    • FrancoL 13.11.2017 18:17
      Highlight Highlight Und das berechtigt dann die Polen derart nach Rechts abzudriften? Die Polen die einen Teil ihrer Bürger quer über Europa verteilt hat? als Konkurrenz zB zu den Einheimischen in Deutschland und nicht zuletzt auch in der Schweiz? Diese Polen meinst Du oder andere Polen?
    • JaneSodaBorderless 13.11.2017 18:22
      Highlight Highlight Die meisten Ukrainer kommen als Gastarbeiter oder Studis und sich nicht wirklich Flüchtlinge ;-)

      http://www.sueddeutsche.de/politik/polen-willkommen-als-arbeitskraft-1.2687222
    • dan2016 13.11.2017 18:45
      Highlight Highlight sorry, entweder willlst Du hier falschinformieren oder Du hast selber keine Ahnung. Die Ukrainischen 'Flüchtligen' in Polen sind als billige Arbeitskräfte und Haushaltshilfen willkommen, so wie die Bulgaren in Griechenland und die Polen bei den SVPlern auf dem Land.
      https://www.welt.de/wirtschaft/article167686123/Polens-Greencard-oeffnet-Migranten-alle-Tore-zur-EU.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dageka 13.11.2017 17:18
    Highlight Highlight Ich hatte schon immer mal Polen besuchen wollen, jetzt überlege ich es mir zwei oder dreimal...
    • AdiB 13.11.2017 18:12
      Highlight Highlight krakau und warschau sind 2 sehr schöne städte. es lohnt sich diese zu besuchen. den leuten können sie qus dem weg gehen.
  • Sarkasmusdetektor 13.11.2017 17:16
    Highlight Highlight Um Flüchtlinge aus Polen rauswerfen, müssten sie erst mal welche reinlassen. Dabei wollen ja selbst die meisten Polen aus ihrem eigenen Land raus.
  • Sauäschnörrli 13.11.2017 16:49
    Highlight Highlight Das Zitat aus der Headline stammt aber vom Innenminister.
  • dan2016 13.11.2017 16:38
    Highlight Highlight nun, die Polen werden sich sicherlich freuen, wenn das gleiche Gesindel in Berlin und Moskau auf die Strasse geht. Da kann dann halt schon Breslau und Danzig und Stettin auf dem Weg nach Königsberg interessant werden.
  • Grégory P. 13.11.2017 16:18
    Highlight Highlight Ich bin mir leider nicht sicher, ob Deutschschweizer wirklich besser sind. Nur sind sie (noch) diskreter.
    • FrancoL 13.11.2017 18:19
      Highlight Highlight Und was genau hat das mit der Wertung der Vorkommnisse in Polen zu tun? Machen wir das ewig gestrige Spielchen "aber die anderen auch"?
    • Grégory P. 13.11.2017 19:13
      Highlight Highlight Überhaupt nicht. Jedoch bin ich der Meinung, dass wir nicht besser sind/können, und dass wir lieber uns etwas selbstkritischer werten sollten. Bei 30% SVP, und zwar seit Jahren, sind wir die letzten, die urteilen dürfen.
  • IMaki 13.11.2017 16:04
    Highlight Highlight Und dafür hat die Schweiz bis zum heutigen Jahr 489 Millionen Franken nach Polen geschickt (der sogenannte Erweitungsbeitrag im Rahmen der Bilateralen). Damit sich das Land leichter in die europäische Union eingliedern kann.
    Fazit: Einige wenige Länder in Europa - dazu gehört auch die Schweiz - sind bereit, ihre humanitären Werte hochzuhalten und nehmen Flüchtlinge auf. Einige andere nehmen die EU und deren Partner aus wie eine Weihnachtsgans, um damit faschistische Werte zu renovieren und gleichzeitig Flüchtlinge als minderwertige Menschenware abzuwehren.
    • Whitchface 13.11.2017 17:15
      Highlight Highlight @IMaki
      Entschuldigen Sie, aber was Sie hier verbreiten ist Stuss. Informieren Sie sich mal, über die hundertausenden (keine Übertreibung) Flüchtlinge aus der Ukraine, welche Polen in der jüngeren Vergangenheit aufgenommen hat. (Aufgrund des Bürgerkriegs in der Ukraine)
      Im Verhältnis zu der Bevölkerung, hat kaum ein Land in Europa mehr Flüchtlinge aufgenommen. Dies wohl bemerkt Kriegsflüchtlinge. Bloss weil unsere Medien immer nur über die pösen pösen Polen schreiben, müssen Sie deren Meinung noch lange nicht einfach kopieren.
    • Whitchface 13.11.2017 18:18
      Highlight Highlight Blitze hagelt es, aber keine Relationen. Echt traurig so was!
    • FrancoL 13.11.2017 18:21
      Highlight Highlight @Stibbs; ja man müsste einmal den Polen und auch den Ungarn deutlich aufzeigen was da an Geldern unterwegs ist und dass auch eine Gegenleistung zu erwarten ist. Jeder ist frei sich an die Regeln zu halten, wenn er die Konsequenzen tragen mag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 13.11.2017 15:47
    Highlight Highlight Wahrscheinlich hat die Dame grosse Mühe gehabt, den rechten Arm unten zu halten!
  • Hupendes Pony 13.11.2017 15:44
    Highlight Highlight schrecklich was in Polen abgeht.. meine Eltern könnten bei diesem Anblick die Wände hochgehen...
    • äti 13.11.2017 17:32
      Highlight Highlight .. auch ich.
  • AntiCapitalism 13.11.2017 15:27
    Highlight Highlight Man sollte solche vorkommnisse aber auch nicht runterspielen. Das war ein aufmarsch von nazisymphathisanten. Ich denke man weis zu was sowas führen kann, das sollte man keineswegs tolerieren.
    • a-n-n-a 13.11.2017 15:29
      Highlight Highlight Nachem Motto: Kein Fussbreit dem Faschismus

      #wehretdenanfängen
    • Sapere Aude 13.11.2017 15:37
      Highlight Highlight Kaum zu erwarten, dass von einer Regierung mit der Gesinnung jener von Polen irgendwelche Kritik gegenüber den Demonstranten äussern würde. Sind ja schliesslich die eigenen Wähler.
    • AntiCapitalism 13.11.2017 15:47
      Highlight Highlight Das ist leider so. Und da eine mehrheit vom volk kein stück anders denkt wird auch nichts geschehen.
      Aber früher oder später wird es eine gegenbewegung geben.
      Keine macht den faschisten!
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