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Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen, hier am Set des Films «Archenemy» im Jahr 2019, in Los Angeles.
Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen, hier am Set des Films «Archenemy» im Jahr 2019, in Los Angeles.Bild: keystone

Nicht die erste Fehlzündung beim Baldwin-Dreh: Waffen-Problem soll bekannt gewesen sein

23.10.2021, 08:4223.10.2021, 13:09

Hollywood steht unter Schock. Bei den Dreharbeiten zu Alec Baldwins neuestem Film «Rust» wurde eine Kamerafrau in der Nacht zu Freitag erschossen. Der tödliche Schuss kam aus einer Requisitenwaffe des Hollywood-Stars Baldwin selbst. Auch der Regisseur Joel Souza wurde dabei verletzt, konnte aber das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Die Geschehnisse am Set des Western-Films im US-Bundesstaat New Mexico geben weiter Rätsel auf. Zu den genauen Umständen des Vorfalls und dem fatalen Projektil gebe es noch immer offene Fragen, teilte die Polizei am Freitagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Ermittler durchsuchten den Drehort. Laut dem Polizeibericht, aus dem die «New York Times» zitiert, habe ein Regieassistent am «Rust»-Set eine sogenannte Prop-Waffe mit dem Hinweis an Baldwin übergeben, sie enthalte keine scharfe Munition. Doch als der Schauspieler die Waffe am Donnerstag abfeuerte, kam es zur Tragödie, bei der die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt wurde.

Offenbar nicht die erste Fehlzündung an der Filmwaffe

Strafrechtliche Vorwürfe wurden laut Polizei bislang nicht erhoben. Der Dreh wurde bis auf Weiteres eingestellt.

Laut einem Bericht der «Los Angeles Times» soll es bereits in den vergangenen Tagen zu bedenklichen Situationen am Set gekommen sein. So hätten sich nach Informationen der Zeitung Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlechte Bedingungen wie lange Arbeitszeiten beschwert. Mehrere Mitarbeiter der Kamera-Crew hätten dem Bericht zufolge sogar nur wenige Stunden vor dem tödlichen Vorfall aus Protest gegen die Arbeitsbedingungen den Drehort verlassen. Die in Hollywood üblichen Sicherheitsprotokolle seien nicht strikt befolgt worden, hiess es.

Die Polizei durchsuchte das Film-Set.
Die Polizei durchsuchte das Film-Set.Bild: keystone

Laut eines Insiders sei es ausserdem bereits vergangene Woche zu zwei Fehlzündungen an der betreffenden Filmwaffe gekommen – und auch in der Vorwoche soll es schon eine weitere Fehlzündung gegeben haben.

Alec Baldwin meldet sich zu Wort

Wie die Zeitung weiter berichtet, sei es normalerweise üblich, dass ein Requisiteur oder ein lizenzierter Waffenmeister für die am Set benutzten Waffen zuständig ist. Zu dessen Aufgaben gehöre es auch, diese mit Platzpatronen zu laden und den Schauspielern und Regieassistenten den Umgang damit zu erklären. Scharfe Munition sei am Set verboten.

Alec Baldwin meldete sich einige Stunden nach dem Vorfall auf Twitter auch selbst zu Wort und drückte sein Mitgefühl aus. «Es gibt keine Worte, um meinen Schock und meine Trauer zu darüber beschreiben, dass ich das Leben von Halyna Hutchins, einer Ehefrau, Mutter und unserer geliebten Kollegin genommen habe», so der 63-Jährige. Er stünde auch in Kontakt mit dem Ehemann der verstorbenen Kamerafrau und biete ihm und seiner Familie Unterstützung an. «Mein Herz ist gebrochen, für sie, für ihren Ehemann, ihren Sohn und alle, die Halyna kannten und liebten», so Baldwin.

(jei/mit Material von dpa)

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