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Frankreich

Häftling in Lyon flieht in Tasche von Mitinsasse

Prison workers gather during a protest outside the Corbas prison, outside Lyon, France, Wednesday, May 15, 2024 . A massive manhunt was underway in France on Wednesday for an armed gang that ambushed  ...
Das Gefängnis in Lyon-Corbas gilt als Problemgefängnis. Bild: keystone

Häftling in Lyon flieht in Tasche von Mitinsasse – bereits wieder gefasst

Am Freitagnachmittag konnte ein Häftling in Lyon in der Tasche seines Mitinsassen ausbrechen. Nun wurde er wieder gefasst.
14.07.2025, 09:3414.07.2025, 13:33

Am Freitagnachmittag ist ein Insasse aus einem Gefängnis in Corbas, in der Nähe der französischen Stadt Lyon, ausgebrochen. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft gegenüber französischen Medien.

Der Häftling habe die Entlassung seines Mitinsassen genutzt und sich in dessen Tasche versteckt. Somit konnte er die Haftanstalt unbemerkt verlassen. Der 20-Jährige hatte sich in einem grossen Wäschesack des Mithäftlings versteckt. Dieser hatte das Gefängnispersonal um einen Gepäckwagen gebeten, um seine umfangreichen persönlichen Gegenstände zu dem Auto zu bringen, wie die Zeitung «Le Parisien» berichtete.

Aufgefallen ist die Flucht aus der angeblich überfüllten Haftanstalt erst über 24 Stunden später. Dies erklärte der Gefängnisdienst gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der junge Mann war wegen mehrerer Vergehen in Haft, unter anderem im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Ebenfalls steht er im Verdacht, an einem Doppelmord beteiligt gewesen zu sein.

Am Montagmorgen konnte der Flüchtige im Osten der Stadt Lyon wieder verhaftet werden. Am Montagmorgen sei er beim Verlassen eines Kellers in einer Ortschaft in Südfrankreich gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Sein Komplize, der seine Haftstrafe abgesessen hatte, konnte bisher nicht gefunden werden.

Überfüllte Haftanstalt

In den vergangenen Monaten hatte sich die Lyoner Anwaltsvereinigung zur Überbelegung der Haftanstalt in Lyon-Corbas geäussert. Die Auslastung des Gefängnisses wird laut der Anwaltsvereinigung auf 180 Prozent geschätzt. (nib/sda)

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