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Frankreich

Messer-Attacke in Paris: Ein Toter und zwei Verletzte

Ein Toter und zwei verletzte Personen nach Messerangriff in Paris – Terror-Verdacht

03.12.2023, 02:4903.12.2023, 05:38
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Ein mutmasslicher Islamist hat in Paris unweit des Eiffelturms am Samstagabend Berichten zufolge einen deutschen Touristen mit einem Messer getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, einer davon mit einem Hammer. Der französische Innenminister Gérald Darmanin schrieb auf X, die Polizei habe den mutmasslichen Täter festgenommen. Bei einem Besuch am Tatort sagte Darmanin laut Fernsehsender BFMTV, der Täter sei dem Inlandsgeheimdienst wegen radikalen Islamismus und «erheblicher psychischer Störungen» bekannt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen des deutschen Staatsangehörigen, der ums Leben kam, sein Beileid aus. Premierministerin Élisabeth Borne schrieb auf X: «Wir werden dem Terrorismus nicht nachgeben. Niemals.» Die nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft kündigte an, sich mit dem Angriff zu befassen.

Der Angreifer habe am Abend auf einer Brücke ein «deutsches Touristenpaar» angegriffen, die Frau sei nicht körperlich verletzt worden, habe aber einen Schock erlitten, sagte Darmanin. Der Mann sei im Rücken und an der Schulter getroffen worden und mit Herzstillstand erlitten, berichtete die Zeitung «Le Parisien» unter Berufung auf die Polizei. Danach sei der Angreifer geflüchtet und habe dann zwei weitere Personen angegriffen, bevor er festgenommen worden sei. Die Polizei habe eine Elektroschockpistole eingesetzt, um den Angreifer zu stellen.

Darmanin sagte, bei den beiden Verletzten handele es sich um einen Franzosen im Alter von etwa 60 Jahren und einen ausländischen Touristen, der mit einem Hammer verletzt worden sei. Medienberichten zufolge soll es sich um einen Engländer handeln.

Angreifer soll 1997 geborener Franzose sein

Der Angreifer soll den Berichten zufolge ein 1997 geborener Franzose iranischer Abstammung sein. Darmanin sagte weiter, der mutmassliche Täter habe nach seiner Festnahme gesagt, dass er es nicht mehr ertragen könne, dass Muslime sowohl in Afghanistan als auch in Palästina sterben. Der Mann sei der Ansicht, dass Frankreich am Krieg Israels im Gaza-Streifen mitschuldig sei, und habe als Märtyrer sterben wollen. Der Festgenommene war den Angaben zufolge bereits 2016 nach einem gescheiterten Anschlagsplan zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Der Mann soll bei seiner Festnahme «Allahu Akbar» (etwa: «Gott ist am grössten») gerufen haben, berichteten der BFMTV und «Le Parisien» unter Berufung auf die Polizei. Es sei auch ein Bekennervideo gefunden worden. Laut «Le Parisien» soll der mutmassliche Täter dort der Terrororganisation Islamischer Staat die Treue geschworen haben. Er soll darin behaupten, er handle, um «die Muslime zu rächen». (sda/dpa)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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derEchteElch
03.12.2023 04:08registriert Juni 2017
Es sind alle Willkommen und wir schaffen das.

Und die linken Parteien sind immer noch der Ansicht, es sei nur ein Einzelproblem und habe nichts mit der Nationalität oder der Herkunft zu tun. Dazu ist er Wiederholungstäter.
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Ph. Armavir
03.12.2023 08:29registriert Oktober 2023
Genau darum will die Regierung (SP/Grüne) in der Stadt Zürich verbieten dass die Herkunft der Täter in den Medien nicht mehr genannt wird. Politischer motivierter Täterschutz für eingewanderte Verbrecher und fanatische Islamisten wie im aktuellen Fall in Paris.
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Apfelmus
03.12.2023 07:35registriert September 2022
Ist ja nicht so, dass die Taten erstaunen. Was mich hier aber wirklich wütend macht, er war der Polizei bekannt usw. Ja was bringt denn das??
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