International
Gesellschaft & Politik

Nach Schiesserei in Örebro: Schweden will Waffenrecht ändern

Police guard near the scene of a shooting at an adult education center on the outskirts of Orebro, Sweden, Thursday, Feb. 6, 2025. (AP Photo/Sergei Grits)
Die Polizei nach der Schiesserei in Örebro.Bild: keystone

Nach Schiesserei in Örebro: Schweden will Waffenrecht ändern

07.02.2025, 13:0407.02.2025, 13:04

Nach tödlichen Schüssen an einer Schule will Schweden seine Waffengesetze verschärfen. Das geht aus einer Mitteilung der schwedischen Regierung hervor.

«Die schreckliche Gewalttat in Örebro wirft mehrere zentrale Fragen der Waffengesetzgebung auf», hiess es darin. Demnach solle der Zugang zu bestimmten halbautomatischen Waffen beschränkt und die Regeln für die Überprüfung von Waffenbesitzern überarbeitet werden.

Am Dienstag waren elf Menschen durch Schüsse an einer Einrichtung für Erwachsenenbildung im schwedischen Örebro ums Leben gekommen, darunter der mutmassliche Täter. Sechs Menschen kamen mit teils lebensbedrohlichen Verletzungen ins Spital. Der mutmassliche Schütze besass nach Polizeiangaben vier Waffen und die dazugehörigen Lizenzen. Drei der Waffen wurden demnach am Tatort gefunden.

In der Regierungsmitteilung hiess es, Waffen wie beispielsweise das Sturmgewehr des Typs AR-15 könnten in kurzer Zeit grossen Schaden anrichten. Daher sollten Zivilisten sie nur in Ausnahmefällen besitzen dürfen. Ausserdem solle dem Vorschlag nach aus dem Waffengesetz künftig klar hervorgehen, was genau beim Antrag auf eine Waffenbesitzerlaubnis überprüft werden solle. Die Regierung schlägt in ihrer Mitteilung Faktoren wie Alter, eventuelle Gesetzesverstösse sowie «gewisse medizinische Umstände» vor.

Der mutmassliche Schütze der Tat in Örebro war der Polizei nach Angaben der Ermittler zuvor nicht bekannt gewesen. Sie gehen davon aus, dass der Täter allein vorging und es sich nicht um einen Terrorakt handelte. Das Tatmotiv ist bislang unklar. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Die Wahrheit ist, Trump braucht uns wie Luft zum Atmen»
Tamara Keith war zwölf Jahre lang Teil des exklusiven White-House-Pools. Sie begleitete Obama, Biden und Trump – und sass im Saal, als während eines Galadinners Schüsse fielen. Im Interview erklärt sie, warum Trump die Medien attackiert und zugleich auf sie angewiesen ist.
12 Jahren lang war die Journalistin Teil des «White-House-Pools». So wird der enge Kreis von Reportern im Weissen Haus genannt. Sie dürfen mit dem Präsidenten in der Air Force One mitfliegen und bei wichtigen Terminen Fragen im Oval Office stellen. Ihrem Arbeitgeber, NPR (das Gegenstück zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Europa), hat Donald Trump den Krieg erklärt.
Zur Story