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Flucht, bevor der Winter kommt: Wieder ertrinken mehrere Flüchtlinge vor griechischer Insel 



In der Ägäis sind erneut mehrere Flüchtlinge ums Leben gekommen. Eine Frau und drei Kinder seien beim Kentern ihres Bootes vor der griechischen Insel Kalymnos ums Leben gekommen, teilte die griechische Küstenwache am Samstag mit. Weitere elf Menschen seien gerettet worden, die Rettungskräfte suchten aber noch nach einem vermissten Kind.

In diesem Jahr sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits knapp 300 Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken. Tödliche Bootsunglücke ereignen sich dort fast jeden Tag.

ATTENTION EDITORS - VISUAL COVERAGE OF SCENES OF INJURY OR DEATH The body of a 65-year old Iraqi refugee woman is covered with a thermal blanket on a beach on the Greek island of Lesbos, October 16, 2015. According to relatives, the woman drowned while the members of the Iraqi refugee family were forced violently by smugglers to leave the Turkish coasts in a dinghy that filled immediately with sea water. REUTERS/Giorgos Moutafis

Vor den griechischen Inseln, hier auf Lesbos, kommen immer wieder Flüchtlinge ums Leben.
Bild: GIORGOS MOUTAFIS/REUTERS

Flucht, bevor der Winter kommt

Erst am Donnerstag waren sieben Flüchtlinge, darunter vier Kinder, nahe der griechischen Insel Lesbos ertrunken, die Leiche einer weiteren Frau wurde am Freitag gefunden. Am Mittwoch starben drei weitere Menschen vor Lesbos, darunter ein Kind und ein Baby.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hatten zuletzt deutlich mehr Flüchtlinge versucht, per Boot von der Türkei aus in die EU zu gelangen. Dies könne auf eine kurzzeitige Wetterbesserung zurückzuführen sein.

Es sei aber auch möglich, dass viele Menschen die Flucht noch vor dem Wintereinbruch antreten wollten oder sich aus Sorge vor einer möglichen baldigen Schliessung der europäischen Grenzen auf den Weg machten. (sda/afp)

Auf dem Weg in ein besseres Leben: Hunderte Flüchtlinge treffen mit dem Zug in München ein

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 18.10.2015 11:35
    Highlight Highlight Grenzkontrollen nützen nichts. Denn hundert Flüchtlinge, die vor der Grenze stehen, können zwar mit sanften Mitteln aufgehalten werden. Aber was will man tun, wenn die Flüchtlinge so lange vor der Grenze warten, bis ein paar Tausend zusammen sind und diese dann einfach losmarschieren. Wie aufhalten? Geht nicht! Und Waffengewalt wird wohl kein Land der EU einsetzen können.
    Hart, aber realistisch: Wenn man Flüchtlinge nicht aufnehmen will, kann man sie nur in ihre Heimat zurückfliegen, mit dem Hintergedanken,dass 99% nicht ein zweites mal das Geld für den Schleusertransport aufbringen können.

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