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«Böse Menschen wollen mich ruhig sehen»: Kryptischer Tweet der Zeugin im Fall Prinz Andrew

12.12.2019, 03:3112.12.2019, 06:10

Virginia Giuffre sorgte unlängst für Schlagzeilen, als sie Prinz Andrew in einem «BBC»-Interview vorwarf, dass sie als Minderjährige von ihm zum Sex gezwungen worden sei. Eingefädelt soll das Ganze der mittlerweile verstorbene Jeffrey Epstein.

Am Dienstag setzte Giuffre gemäss «Stern» einen Tweet ab, der mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Auf dem Kurznachrichtendienst schrieb die mittlerweile 35-Jährige:

«Ich mache öffentlich bekannt, dass ich in keiner Weise suizidal bin. Ich habe dies meinem Therapeuten und Hausarzt mitgeteilt – wenn mir etwas passiert - lassen Sie das im Interesse meiner Familie nicht (als Suizid, Anm. d. Red.) durchgehen und helfen Sie mir, sie zu schützen. Zu viele böse Menschen wollen mich schweigen sehen.»

Die Frau behauptet, als Teenager unter dem Namen Virginia Roberts für Jeffrey Epstein gearbeitet zu haben. Diesem wird vorgeworfen, in Menschenhandel und Zwangsprostitution verwickelt gewesen zu sein. So soll auch Giuffre gezwungen worden sein, mit Freunden von Epstein – viele mächtige Männer, darunter auch Prinz Andrew – sexuelle Dienste zu vollbringen.

Virginia Giuffre im Interview mit «BBC».
Virginia Giuffre im Interview mit «BBC».Bild: AP

Prinz Andrew selbst bestreitet die Vorwürfe. Auch er wurde von BBC interviewt, doch anstatt die Zweifel an den Vorwürfen aufkommen zu lassen, wirkte der «Duke of York» unglaubwürdig. Das Ergebnis: Andrew trat aus allen Ämtern, die er noch bekleidete, zurück.

Giuffre beschreibt besagten Abend, als sie zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden sei, sehr genau: Sie haben sich in einem Nachtclub getroffen und Andrew habe mit ihr getanzt und dabei sehr stark geschwitzt. Danach sei es zum sexuellen Kontakt gekommen.

«Es dauerte nicht sehr lange, der ganze Vorgang. Es war ekelhaft....Er war nicht gemein oder so, aber er stand auf, sagte Danke und ging hinaus», wie Giuffre im Interview sagte. Danach habe sie sich sehr dreckig gefühlt. Am folgenden Tag soll ihr gesagt worden sein, dass sie einen guten Job gemacht und Prinz Andrew «sehr glücklich» gemacht habe.

Der angebliche Drahtzieher Epstein verstarb kurz nach seiner Festnahme in einem Gefängnis in New York – er beging Suizid, obwohl er unter 24-Stunden-Überwachung stand. Dies entflammte zahlreiche Verschwörungstheorien, da die reichsten und mächtigsten Personen aus Politik und dem Show-Biz zu seinen Kunden gezählt haben sollen. Die Theorien besagen, dass es sich daher nicht um einen Suizid gehandelt haben soll, sondern dass Epstein zum Schweigen gebracht wurde.

Mit ihrem Tweet befeuert Giuffre solche Verschwörungstheorien. Sind tatsächlich Leute hinter ihr her, die auch sie zum Schweigen bringen wollen? Bisher gab es von ihrer Seite keine Stellungnahme zum kryptischen Tweet.

(mim)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Spooky
12.12.2019 05:01registriert November 2015
"Kryptischer Tweet..."

Wieso kryptisch? Das ist Klartext!
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_kokolorix
12.12.2019 06:45registriert Januar 2015
Um zwischen Epsteins unerklärlichem Tod und den vielen reichen 'Bekannten' einen Zusammenhang herzustellen braucht man nicht Verschwörungstheoretiker zu sein. Einfachste Kenntnisse der Stochastik genügen.
Die Frau fürchtet sich zurecht. Die Ereignisse in Malta zeigen, dass diese Menschen sich mittlerweile sehr sicher fühlen und nicht lange fackeln...
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homo sapiens melior
12.12.2019 07:34registriert Februar 2017
Eine intelligente, junge Frau. Das hat sie gut gemacht. Man muss hoffen, dass sie nicht - rein zufällig natürlich - Opfer eines Verkehrsunfalls wird. Nachdem Suizid ja nun ausscheidet.
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