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May kündigt umfassende Untersuchung zum neuen Gift-Fall an



Die britische Premierministerin Theresa May hat eine umfassende Untersuchung zum erneuten Nowitschok-Fall in Grossbritannien angekündigt. «Die Polizei, das weiss ich, wird keinen Stein auf dem anderen lassen bei den Ermittlungen zur Klärung des Geschehens», sagte May.

Der neue Fall sei «zutiefst beunruhigend», sagte May am Donnerstag bei einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

epa06865242 Queen Elizabeth Gardens in Salisbury remains closed and cordoned off as investigations continue into how Dawn S. and Charlie R. were found unconscious on Saturday night, in Amesbury, Britain, 05 July 2018. Charlie R. and his partner Dawn S. had allegedly being exposed to the nerve agent Novichok, according to police.  EPA/RICK FINDLER

Die Polizei hat die Umgebung grossräumig abgesperrt. Bild: EPA/EPA

Ihre Gedanken seien bei den Menschen in Wiltshire, wo ein Mann und eine Frau am vergangenen Samstag aus bisher ungeklärter Ursache dem Nervengift ausgesetzt waren und nun in Lebensgefahr schweben.

Der Fall weckt in Grossbritannien Erinnerungen an den Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal Anfang März in Salisbury, der nach britischen Erkenntnissen ebenfalls mit Nowitschok verübt wurde und für den die britische Regierung Russland verantwortlich macht.

Kein gezieltes Attentat

Im Gegensatz zum Fall Skripal gehen die britischen Ermittler zunächst nicht von einem gezielten Anschlag gegen das Paar aus, das in einem Haus in der Nähe von Salisbury bewusstlos aufgefunden wurde. Woher das Nowitschok-Gift im jüngsten Fall genau komme, müssten weitere Untersuchungen zeigen, hiess es in London.

Der Fall Skripal hatte zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Grossbritannien und Russland geführt, Moskau weist die britischen Vorwürfe entschieden zurück. Die westlichen Verbündeten hatten sich mit der Regierung in London solidarisiert. May dankte Deutschland am Donnerstag für die «standhafte Unterstützung, die Sie uns nach dem Chemiewaffenangriff in Salisbury gezeigt haben».

Der britische Sicherheitsminister Ben Wallace bekräftigte am Donnerstag in London den Vorwurf, Russland sei für den Anschlag auf Skripal verantwortlich. Er forderte von Moskau erneut Aufklärung. Innenminister Sajid Javid verlangte ebenfalls von Moskau, nach dem neuerlichen Fall sei es nun an der Zeit, «dass der russische Staat genau erklärt, was passiert ist». (sda/afp)

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