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Grossbritannien: König Charles bedankt sich nach Krawallen bei Polizei

Britain's King Charles reacts on the day of an audience with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, during the European Political Community meeting, near Oxford, England, Thursday July 18, 2024 ...
König Charles möchte die betroffenen Orte besuchen, sobald es die Lage zulässt. (Archivbild)Bild: keystone

König Charles bedankt sich nach Krawallen bei Polizei

09.08.2024, 22:4409.08.2024, 22:44

Der britische König Charles III. hat sich nach den rechtsextremen Ausschreitungen bei der Polizei bedankt. Der Monarch habe mit Premierminister Keir Starmer und Vertretern der Polizei telefoniert, die ihn über die Situation informierten, sagte ein Palastsprecher der Nachrichtenagentur PA zufolge.

Der 75-jährige König habe dabei «seinen tief empfundenen Dank an die Polizei und die Rettungsdienste zum Ausdruck gebracht für alles, was sie tun, um in den von gewalttätigen Unruhen betroffenen Gebieten den Frieden wiederherzustellen», wurde der Sprecher zitiert.

Charles will betroffene Orte besuchen

Zudem habe sich Charles «sehr ermutigt gezeigt von den vielen Beispielen des Gemeinsinns». Der von einer Minderheit ausgehenden Aggression und Kriminalität seien die Leidenschaft und Widerstandsfähigkeit der Mehrheit entgegengesetzt worden, hiess es in gewohnt gewählter Ausdrucksweise.

«Seine Majestät hofft, dass die gemeinsamen Werte von gegenseitigem Respekt und Verständnis die Nation weiter stärken und einen werden», so der Sprecher. Der König wolle gerne von den Ausschreitungen betroffenen Orte besuchen, werde das aber erst tun, wenn es für die Polizei keine zusätzliche Bürde bedeute.

Tausende gingen gegen rechte Gewalt auf die Strasse

Rechtsextreme Krawalle in englischen Städten hatten das Land tagelang in Atem gehalten. Zum Anlass wurde eine tödliche Messerattacke in Southport nahe Liverpool genommen, bei der drei Mädchen im Grundschulalter starben und weitere Menschen verletzt wurden.

Es kam zu Angriffen auf Sicherheitskräfte, Unterkünfte für Asylbewerber und auf Moscheen und Geschäfte. Tausende Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz, von denen Dutzende verletzt wurden.

Am Mittwoch gingen Tausende Menschen in verschiedenen Städten Englands friedlich gegen die Gewalt auf die Strasse. Seitdem hat sich die Lage beruhigt. Regierungschef Keir Starmer betonte jedoch, die Polizei werde in Alarmbereitschaft bleiben.

Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden bis Freitag etwa 740 Menschen festgenommen, die sich an den Ausschreitungen beteiligt oder zu Gewalt aufgerufen hatten. Mehr als 300 wurden demnach bereits angeklagt und Dutzende zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. (rbu/sda/dpa)

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Die Zahlen machen schwindlig: Allein in Marseille sollen in der Nacht auf Sonntag laut Behördenangaben 30'000 Plünderer in insgesamt 1500 Geschäfte und Läden eingedrungen sein, um sie zu zerstören oder auszurauben. Bei den äusserst gewalttätigen Krawallen im ganzen Land gab es auf der Seite der Polizei und Feuerwehr 997 Verletzte, davon sieben Schwerverletzte. Die Zahl der verletzten Zivilisten wird auf 500 geschätzt. Ein Mann starb an einer friedlichen Schülerkundgebung an Herzstillstand. Bis am Montagmorgen nahm die Polizei 2400 Festnahmen vor.
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