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Iraqi army soldiers are deployed in front of the U.S. embassy, in Baghdad, Iraq, Wednesday, Jan. 1, 2020. Iran-backed militiamen have withdrawn from the U.S. Embassy compound in Baghdad after two days of clashes with American security forces. (AP Photo/Nasser Nasser)

Das irakische Militär beschützt die US-Botschaft in Bagdad. Bild: AP

Nach dem Knall im Irak folgt eine angespannte Ruhe – US-Botschaft geschlossen



Nach den gewaltsamen Protesten an der US-Botschaft im Irak ist eine angespannte Ruhe eingetreten. Die Demonstranten in Bagdad haben sich angesichts eines massiven Aufgebots der Sicherheitskräfte weitgehend zurückgezogen.

Die Botschaft bleibt bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. US-Aussenminister Mike Pompeo appellierte in einem Gespräch mit Iraks Regierungschef Adel Abdel Mahdi am Mittwochabend (Ortszeit) erneut an die Pflicht des Iraks, «weitere Angriffe gegen unsere diplomatische Vertretung zu verhindern».

Infolge von US-Luftangriffen gegen schiitische Milizen am Wochenende waren am Dienstag Hunderte Demonstranten in die gesicherte «Grüne Zone» in Bagdad eingedrungen, um die US-Botschaft zu stürmen. Mehrere Wachhäuschen wurden in Brand gesetzt, Mauern beschmiert und Brandsätze geworfen. Sicherheitskräfte drängten die Demonstranten jedoch zurück, bevor sie auf das Botschaftsgelände gelangen konnten. Zur Abschreckung setzte das US-Militär auch Kampfhelikopter ein.

Das US-Militär verlegte zum Schutz der Botschaft umgehend rund 100 Marineinfanteristen aus dem benachbarten Kuwait. Am Mittwoch verlegten die Streitkräfte für den Fall einer weiteren Eskalation zudem rund 750 Fallschirmjäger aus den USA in die Region. Die USA haben derzeit rund 5000 Soldaten im Irak stationiert. Vom Militär am Mittwoch veröffentlichte Fotos zeigten Soldaten, die mit Schnellfeuergewehren auf dem Dach der Botschaft Wache standen.

USA machen Iran verantwortlich

Die Botschaft stellte infolge der Proteste alle konsularischen Dienstleistungen ein. Bereits vereinbarte Termine seien hinfällig und US-Bürger seien aufgefordert, sich der diplomatischen Vertretung nicht zu nähern, teilte die Botschaft mit. Das Generalkonsulat in Erbil – der Hauptstadt der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak – bleibe für Visums- und Passangelegenheiten geöffnet.

Die USA machen den Iran für die Proteste verantwortlich, weil Teheran die schiitischen Milizen im Irak unterstützt. Die Führung in Teheran weist den Vorwurf jedoch vehement zurück. US-Aussenminister Pompeo verschob angesichts der Spannungen eine für Ende der Woche geplante Reise in die Ukraine, nach Weissrussland, Zentralasien und Zypern bis auf Weiteres. Pompeo werde in Washington bleiben, um die angespannte Situation im Irak zu beobachten und die Sicherheit aller US-Bürger im Nahen Osten zu garantieren, erklärte das Aussenministerium.

Auslöser der Proteste waren Luftangriffe der USA auf Einrichtungen der schiitischen Miliz Kataib Hisbollah (Hisbollah-Brigaden). Dabei starben 25 Menschen, 50 weitere wurden verletzt. Die vom Iran unterstützte Gruppe wird seit 2009 von den USA als Terrororganisation eingestuft und soll für mehrere Angriffe auf US-Einheiten im Irak verantwortlich sein. Vergangenen Freitag waren bei Raketenangriffen auf eine irakische Militärbasis in Kirkuk ein dort stationierter US-Angestellter getötet und vier US-Soldaten verletzt worden. (mim/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 02.01.2020 14:34
    Highlight Highlight "Die USA machen den Iran für die Proteste verantwortlich, weil Teheran die schiitischen Milizen im Irak unterstützt. "

    Das ist genauso dumm und hilflos, wie wenn China die USA und die Briten für die Demonstrationen in Hongkong verantwortlich machen.

    Es ist eine einfache Erklärung, um die Ressentiments gegen die Amerikaner im Irak und den Nachbarländern zu verharmlosen, und statt die Schuld bei sich selbst zu suchen, plump irgendwelchen Feindbildern in die Schuhe zu schieben.
  • Gipfeligeist 02.01.2020 11:13
    Highlight Highlight Ich entschuldige das Verhalten der Demonstranten keineswegs, weil Gewalt nie zu einer Konfliktlösung führt.

    Doch nach einer brutalen Invasion 2003, nach (aufgeflogenen) CIA-Aktivitäten im Nachbarland Irak und einer kompletten Destabilisierung der Golfregion, welche einzig Machtpolitische und Öl-gierige Gründe unter dem Vorwand des "Krieg gegen den Terror" versteckt, ist es mehr als Verständlich, dass die USA im Iran nicht als Held gefeiert wird...
    • Ueli Blocher 02.01.2020 14:14
      Highlight Highlight @Gipfeligeist
      Und der Iranischen Geschichte seit Mossadegh!
      Ist eine reine Tragödie und die USA spielen sich als Retter auf, nachdem sie die erste Demokratie in der Region, aus Öl Interessen, Gestürzt haben!
      Die Engländer die vorher Vertrieben wurden haben das Akzeptiert! Die USA wollte da an die Macht und diesen Fehler Destabilisiert bis heute die Region!
  • cgk 02.01.2020 11:04
    Highlight Highlight Da kommen die kurdischen Autonomiegebiete dem Trumpel gelegen.
  • MartinZH 02.01.2020 10:58
    Highlight Highlight Solange der Iran diese schiitischen Hisbollah-Brigaden im Irak und in Syrien unterstützt, wird es nie Frieden geben. Die permanente Destabilisietung ist das Ziel, denn in einem friedlichen und prosperierenden Land sind Islamisten noch unerwünschter als jetzt schon. Dies lässt sich im kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak beobachten, wo es keine ernsthaften Probleme mit schiitischen Islamisten gibt.
    • Ueli Blocher 02.01.2020 14:10
      Highlight Highlight @Martin
      Ja und solange die Trump Regierung immer auf den Iran trampelt, erst recht nicht!
      Sie können einem Land wie dem Iran nicht Verbieten die Chaotische Lange im Nachbarland Auszunutzen? Vor allem wenn man damit genau in die Weichteile der Trump Regierung trifft! Die nicht mal bereit ist auf den Iran zuzugehen. In dieses Regionen ist das Gesicht wahren sehr wichtig aber Trump, Israel und die Saudis akzeptieren von den Iranern ja nur die Bedienungslose Kapitulation!
      Kurdischen Autonomiegebiet! So schön das klingt, da kriegt Erdogan gleich Schnappatmung! Und die USA lässt ihn gewähren!
    • Ueli der Knecht 02.01.2020 14:40
      Highlight Highlight "Solange der Iran diese schiitischen Hisbollah-Brigaden im Irak und in Syrien unterstützt, wird es nie Frieden geben"

      Tatsache ist nur, dass diese Hisbollah-Brigaden mit voller Zustimmung der jeweiligen Regierungen und dem Kommando der dortigen Armee handeln, und dass diese Brigaden den importierten Terrorismus, wie zB. den IS und Al-Qaïda erfolgreich bekämpfen,

      währenddessen die USA, Israel und einige Golfstaaten Terroristen wie zB. Dash, Al-Qaïda, Al-Nusra usw. unterstützen und mit Waffen beliefern.

      Solange die USA Terroristen in dieser Region unterstützt, wird es nie Frieden geben.
    • Smeyers 03.01.2020 19:19
      Highlight Highlight @ueli; aber Du glaubst jetzt nicht wirklich was Du erzählst, Iran als Friedensstifter.

      Der Iran unterstützt die Hizbolah und die Hamas, alles Terroristen welche die eigenen Leute umbringt und das Ziel hat Israel und alle Juden zu töten. Solche Leute unterstützt Du?!

      Und ich glaube nicht das die USA und Israel Alkaida unterstützen. Im Gegenteil Sie bekämpfen Sie im Gazastreifen und im Westjordanland damit Sie Israel nicht infiltrieren.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 02.01.2020 10:15
    Highlight Highlight Diese Demo, war eine Fake Demo um einen weiteren Krieg anzupeangern.
    • Hierundjetzt 02.01.2020 13:38
      Highlight Highlight Yup. Aber vom Iran aus
    • Ueli Blocher 02.01.2020 14:04
      Highlight Highlight Das haben die Amis auch schon manchmal gemacht! Leider!
      Das Chaos im Irak ist ab zu 100% die Schuld der AMIS! Nicht 99% nein 100%!!
      Als das Saddam Regime stürzte war das Militär geschlossen bereit Überzulaufen! Die Amis lehnten ab und haben die Irakische Armee aufgelöst!
      Anstatt den Menschen die Vertrauten Gesichtern und die eigenen Armee zu lassen. Waren mehrere 100 000 gut Ausgebildete Soldaten auf Arbeitssuche und für jedes Angebot Dankbar! Zusätzlich war man plötzlich von Ungläubigen Besetzt was natürlich zu noch mehr Problem führt! Wer Wind Sät, Erntet Sturm!
    • Hierundjetzt 02.01.2020 14:36
      Highlight Highlight Ueli: nicht ganz. Es herrscht Bürgerkrieg.

      Auch unter Sadam war das bereits so. Wir Erinnern uns an das Aushungern der Schiiten bei Basra.

      Das Chaos wurde durch den Einmarsch einfach noch gesteigert
    Weitere Antworten anzeigen
  • Smeyers 02.01.2020 10:01
    Highlight Highlight Ein gutes Beispiel wie der Iran einen Staat nach dem anderen im nahen Osten manipuliert und zu einem Gottesstaat in seinen Diensten macht. Ohne die USA würde der Iran bereits vom persischen Golf bis zum Mittelmeer sein islamisch funfamentalistisches Regime installiert haben. Die USA sind nicht perfekt aber das kleinere Übel als die Mullahs.
    • Ueli Blocher 02.01.2020 13:58
      Highlight Highlight Sorry ohne USA wäre Iran nie ein Gottesstaat geworden! Der Sturz von Mossadegh, war der Kardinalsfehler! Das Einsetzten vom Shah von Persien der zweite. Das festhalten an ihm der 3. Die Betonkopfhaltung und Dauer Sanktionen, wie gegen Kuba, Fördert nur das gehasste Regime!
      Es gibt glaubs keinen andere Macht wie die USA die mit ihren Regierungswechseln so viele Probleme erst entstehen liessen!
      Iran!
      Irak!
      Chile!
      die haben halb Mittel und Südamerika Destabilisiert!
      Afghanistan, nach dem Rückzug der Russen, war Mission erfolgreich und keine Unterstützung der damaligen Regierung!
      u.s.w
    • Ueli der Knecht 02.01.2020 14:50
      Highlight Highlight "Ein gutes Beispiel wie der Iran einen Staat nach dem anderen im nahen Osten manipuliert und zu einem Gottesstaat in seinen Diensten macht."

      Smeyers:
      Du bist ein gutes Beispiel für die bedingungslose Verbreitung von ideologisch verblendeten Propaganda-Lügen, um Ängste zu schüren und das kriegerische, eklatant Völkerrecht und Menschenrecht verletztende Treiben der USA und verbündeten Staaten in dieser Region nicht nur zu billigen, sondern sogar zu rechtfertigen.

      Smeyers ist in seiner ideologischen Verblendung vollkommen faktenresistent, Ueli Blocher. Er verbreitet ständig nur Propagandalügen.
    • Smeyers 02.01.2020 15:04
      Highlight Highlight @ulei blocher; Die USA hat auch im II Weltkrieg eingegriffen und es gab kein Gottesstaat, auch nicht in Japan oder Südkorea. Es liegt an den Menschen selbst was Sie aus ihren Môglichkeiten machen und wie Sie zu ihren Diktatoren stehen. Den diese können auch gestürzt werden wenn die Bevölkerung bereit ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 02.01.2020 09:37
    Highlight Highlight Nicht nur die Völker in dieser Region hassen die US Außenpolitik. Die Kriegskassa der USA wurde für 2020 mit weiteren 100 Mrd. aufgestockt und dafür braucht man nun Gründe.
    • ravendark 02.01.2020 10:41
      Highlight Highlight Für Krieg, Tod und Auslöschung, gepaart mit Idioten-Politik: Melden sie sich bei der USA (Killing is our best business!), sagte mal ein USA-loch-Politiker.
    • Hierundjetzt 02.01.2020 13:38
      Highlight Highlight 😴😴😴

      Nein.
  • Peter Mü 02.01.2020 09:12
    Highlight Highlight USA dürfen Jeden ermorden, aber wehe jemand demonstriert dagegen ist man ein Terrorist und Freiwild.
    Auf der andern Seite werden Demonstrationen organisiert und Demonstranten bezahlt.

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