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Neues Parlament in Iran kommt zusammen

Neues Parlament in Iran kommt zusammen

27.05.2024, 09:5727.05.2024, 10:34

Das neu gewählte Parlament in Iran ist am Montag erstmals zusammengekommen. Die Abgeordneten eröffneten die erste Sitzung der 12. Legislaturperiode mit einer Rezitation des Korans, wie der staatliche Rundfunk berichtete. In den kommenden Tagen wird auch das einflussreiche Amt des Parlamentspräsidenten neu gewählt. Bisher hatten der amtierende Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der religiöse Hardliner Modschtaba Solnur sowie Irans früherer Aussenminister Manutschehr Mottaki ihre Ambitionen für das Amt verkünden lassen.

epa10987083 Iranian parliament speaker Mohammad Bagher Ghalibaf (C) talks to lawmakers during a parliament session, in Tehran, Iran, 21 November 2023. The Iranian president was supposed to attend the  ...
Das Parlament in der Hauptstadt Teheran kommt wieder zusammen. (Archivbild)Bild: keystone

Bei der diesjährigen Parlamentswahl setzte sich erneut das Lager der Fundamentalisten durch. Die Wahl war überschattet von einem Ausschluss moderater Kandidaten und einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung. Der sogenannte Wächterrat, ein Kontrollgremium besetzt mit islamischen Geistlichen und Juristen, entscheidet in Iran über die ideologische Eignung der Politiker. In der Folge können die Wahlberechtigten oft nur aus einem eingeschränkten Kreis systemtreuer Kandidaten wählen.

Das Parlament ist Irans gesetzgebende Institution. Die eigentliche Macht konzentriert sich aber auf die Staatsführung, mit Religionsführer Chamenei an der Spitze. Auch der Präsident wird alle vier Jahre vom Volk als Regierungschef gewählt und ernennt die Minister. Daneben hat auch der Sicherheitsrat weitreichende Befugnisse. Irans Elitestreitmacht, die Revolutionswächter (IRGC), haben in den vergangenen Jahrzehnten ihren Einfluss auf allen Ebenen ausgebaut und sind zu einem Wirtschaftsimperium aufgestiegen.

Viele Menschen in Iran sind angesichts politischer Repression, einer Wirtschaftskrise und gescheiterter Reformversuche der vergangenen Jahrzehnte desillusioniert und haben den Glauben an grosse innenpolitische Veränderungen in der Islamischen Republik verloren. Im Herbst 2022 entfachten sich nach dem Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini landesweite Proteste gegen das islamische Herrschaftssystem. Die offizielle Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Parlamentswahl erreichte ein Rekordtief von rund 40 Prozent. In Teheran lag die offizielle Wahlbeteiligung bei nur etwa 26 Prozent. (rbu/sda/dpa)

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Die Gesichter des Protestes gegen das Regime in Iran
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Die Gesichter des Protestes gegen das Regime in Iran
Der Auslöser für die Proteste war der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini. Die 22-Jährige starb wohl, weil sie ihr Kopftuch nicht so getragen hatte, wie die iranischen Mullahs und das iranische Gesetz es für Frauen vorsehen. Die genauen Umstände ihres Todes sind noch unklar. Amini wurde zu einer Ikone im Kampf für Freiheit.
quelle: keystone / abedin taherkenareh
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So wird der Tod Ebrahim Raisis im Iran und auf der Welt gefeiert
Video: twitter
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