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Iran

Iranische Familien müssen für Leichen ihrer Angehörigen bezahlen

Members of the Iranian Basij paramilitary force march during the force parade in Tehran, Iran, Friday, Jan. 10, 2025. (AP Photo/Vahid Salemi)
Mitglieder der Basidsch-Miliz der Revolutionsgarden bei einer Parade. Die aus Freiwilligen bestehende Miliz kommt bei der Unterdrückung von Protesten regelmässig zum Einsatz.Bild: keystone

Iranische Familien müssen für Kugeln bezahlen, mit denen ihre Angehörigen getötet wurden

16.01.2026, 11:1116.01.2026, 11:11

Sicherheitskräfte der Islamischen Republik haben auf den Strassen Irans innert weniger Tage tausende Menschen getötet. Die konservativsten Schätzungen gehen aktuell von rund 3500 Toten aus.

Iran International – neben Manoto der wichtigste iranische Exil-Fernsehsender – geht von 12'000 Toten aus. Jugendliche, Frauen und Männer, die überall im Land gegen das Mullah-Regime protestierten.

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Eine Iranerin umarmt eine von Sicherheitskräften des Regimes getötete Person.Bild: Screenshot X

Der Oppositionssender mit Sitz in London berichtet weiter, die Familien von getöteten Demonstrantinnen und Demonstranten müssten gewöhnlich für die Herausgabe der Leichen Geld bezahlen. Die Behörden sagen den Angehörigen, sie müssten für jede Kugel bezahlen, die auf die Getöteten abgefeuert wurde. Je nach Fall verlangt das Regime pro Kugel zwischen 700 Millionen und 2,5 Milliarden Rial – mit dem aktuellen Wechselkurs sind das rund 380 bis 1380 Franken pro Kugel.

Das durchschnittliche Monatseinkommen eines iranischen Arbeiters beträgt nicht einmal 80 Franken – viele können es sich darum kaum leisten, die Leichen ihrer Angehörigen freizukaufen.

Gemäss Iran International verlangten bereits bei vergangenen Protesten die Behörden vereinzelt Geld für die Herausgabe von toten Angehörigen – dass es aktuell so weit verbreitet ist, ist jedoch neu.

(rbu)

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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Heftige Proteste im Iran – Demonstrierende fordern Tod des Regimes
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