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Ölpreis steigt: Iran-Konflikt sorgt an Finanzmärkten für hohe Nervosität

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Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Finanzmärkte zum Wochenstart im Griff.Bild: Shutterstock

Nahost-Konflikt sorgt an Finanzmärkten für hohe Nervosität – Ölpreise ziehen an

02.03.2026, 07:1102.03.2026, 07:11

Die Börsen in Asien reagieren mit Kursverlusten und auch für den Schweizer Aktienmarkt sowie die wichtigsten europäischen Märkte und die Wall Street zeichnen sich tiefere Notierungen ab. Im Gegenzug sind sichere Häfen wie Gold und der Schweizer Franken gesucht.

Für den Swiss Market Index (SMI) indiziert der Broker IG gegen 6.25 Uhr einen Auftaktverlust von 1,17 Prozent. Auch für den deutschen DAX oder den französischen CAC-40 zeichnet sich Verluste von etwas mehr als einem Prozent ab. Für die Wall Street deuten die Futures aktuell Abgaben von etwas weniger als einem Prozent an. In Asien verlieren der Nikkei 225 oder auch der Hang Seng in Hong Kong am Morgen jeweils mehr als 1 Prozent.

Gleichzeitig ziehen die Preise für Öl an. Der Iran hat den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, eingeschränkt. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern. Wie die Commerzbank aber bereits in einem Kommentar vor Beginn der jüngsten Eskalation gewarnt hatte, haben die Staaten der Opec+ nicht genug freie Produktionskapazitäten, um eine Hormus-Blockade wettzumachen. Für Europa gilt ein länger anhaltend hoher Ölpreis als Inflationsrisiko und möglicher Wachstumsdämpfer, wie Ökonomen betonen.

Wie geht es weiter?

«Es ist zwar unmöglich, den genauen Verlauf des Konflikts vorherzusagen, doch ist es wichtig, sich der erheblichen Risiken bewusst zu sein, insbesondere wenn das Regime die Kontrolle über die unberechenbare Revolutionsgarde IRGC verlieren sollte», kommentiert Tony Sycamore vom Broker IG. Sollte der Konflikt schnell abklingt, könnte sich der Ölpreisanstieg als kurzlebig erweisen und der Rohölpreis wieder in Richtung 60.00 USD zurückgehen, so der Händler weiter. Ein länger andauernder Konflikt würde jedoch die Aufwärtsrisiken für den Rohölpreis erheblich verstärken.

Unterdessen hat einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Plattform X. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen. Laridschani gilt nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei als eine der Schlüsselfiguren im iranischen Machtgefüge.

In der Nacht wiederum hat die libanesische Hisbollah-Miliz mehrere Raketen auf Israel abgefeuert und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf gegen den Erzfeind ein. Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut und anderen Teilen des nördlichen Nachbarlandes. Zugleich startete Israels Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Herzen Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump weiter im Iran an. (sda/awp)

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