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Heute vor 40 Jahren kehrte Khomeini in den Iran zurück – und leitete eine neue Ära ein



FILE - In this Feb. 1, 1979 file photo, Ayatollah Ruhollah Khomeini, Iran's exiled religious leader, emerges from a plane after his arrival at Mehrabad airport in Tehran, Iran. Friday, Feb. 1, 2019, marks the 40th anniversary of Khomeini's descent from the chartered Air France Boeing 747, a moment that changed the country’s history for decades to come. (AP Photo/FY, File)

Ayatollah Ruhollah Khomeini kommt am Mehrabad-Flughafen in Teheran an, 1. Februar 1979. Bild: AP/AP

Mit einer Grosskundgebung hat der Iran am Freitag den 40. Jahrestag der Rückkehr von Ayatollah Khomeini aus dem Exil gefeiert.

Im Mausoleum des Revolutionsführers und Staatsgründers im Süden von Teheran versammelten sich am Vormittag tausende Menschen, um an die Heimkehr des islamischen Geistlichen aus Paris zu erinnern. Der damals 76-jährige Khomeini war am 1. Februar 1979 mit einer Air-France-Maschine in Teheran gelandet.

Am Freitag spielte eine Militärkapelle revolutionäre Lieder, während tausende Menschen mit iranischen Flaggen die riesige Halle des Mausoleums füllten. Mit der Zeremonie zur Rückkehr Khomeinis am 1. Februar beginnt wie jedes Jahr eine zehntägige Feierperiode, die mit dem Jahrestag des Siegs der Revolution am 11. Februar ihren Abschluss findet. Damals hatten die Streitkräfte nach tagelangen Strassenkämpfen ihre Neutralität erklärt.

epa07335706 Iranians gather inside the shrine of Iran's late founder of the Islamic Republic, Ayatollah Ruhollah Khomeini on the occasion of the 40th anniversary of Khomeini's return from exile from Paris, at his mausoleum in southern Tehran, Iran, 01 February 2019. Iran will celebrate its 40th revolution anniversary on 11 February 2019.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH

Das Mausoleum des Revolutionsführers in der Nähe von Teheran. Bild: EPA/EPA

«Das verfluchte Amerika»

In einer Rede feierte der erzkonservative Geistliche Ayatollah Ahmad Dschannati die Widerstandskraft des Iran. «40 Jahre sind seit der Revolution vergangen, in all diesen 40 Jahren hat die ganze Welt versucht, uns zu zerstören, doch sie waren nicht erfolgreich», sagte der Vorsitzende des Expertenrats, der das geistliche Oberhaupt bestimmt. Selbst heute noch versuche «das verfluchte Amerika», den Islam zu besiegen, sagte Dschannati.

Khomeini war 1964 nach einer scharfen Rede gegen Schah Mohammed Resa Pahlawi ins irakische Nadschaf ins Exil gegangen. Als er im Oktober 1978 auf Druck des Schahs den Irak verlassen musste, zog er in das Dorf Neauphle-le-Château bei Paris, von wo er die finale Phase der Revolution im Iran leitete. Nachdem der Schah unter dem Druck der Proteste am 16. Januar 1979 den Iran verlassen hatte, war der Weg frei für die Rückkehr Khomeinis.

Da sich die Revolution dieses Jahr zum 40. Mal jährt, fallen die Feiern dieses Jahr besonders gross aus: In Teheran wurden überall an den Hauptstrassen Poster aufgehängt und neue Wandgemälde von «Märtyrern» der Revolution angebracht. In zwei Ausstellungen werden in der iranischen Hauptstadt zudem die Waffen präsentiert, die seit der Revolution entwickelt wurden, darunter die ballistischen Raketen, auf die das Militär besonders stolz ist. (jaw/sda/afp)

Historischer Tag für die Frauen im Iran

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Video: srf

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kubod 01.02.2019 18:51
    Highlight Highlight Damals hat Chomeini einen Wettkampf der Islamofaschos losgetreten.
    Die Islamisten aller Coleur hatten auf einmal das Beispiel eines "Gottesstates".
    Die AKP mit den Moslembrüdern wollte den Shiten in nichts nachstehen und träumte seither vom Wiederauferstehen des Osmanischen Reiches. Die Saudis steckten noch mehr Mittel in die Verbreitung ihrer Spielart des Islam. Alles, um die islamische Glaubensgemeinschaft für sich zu gewinnen. Die steigende Anzahl der Kopftücher und Hjiabs ist die direkte Folge davon und zeigt die jeweilige Machtverteilung. Alle haben ein Ziel: Zurück in die Steinzeit
  • Freddie Quecksilber 01.02.2019 18:44
    Highlight Highlight Vor 40 Jahren wurde der Grundstein gelegt, für die Unterdrückung der Frau in diesem Land.
  • Maracuja 01.02.2019 17:47
    Highlight Highlight Wenn Ihr schon an diesen Jahrestag erinnern müsst, dann hätte ich einen kritischen Artikel erwartet. Sind die vielen Opfer des Regimes keine Zeile wert?
    Immerhin kann ich die Meldung eines anderen Mediums, dsss das Ausführen von Hunden in Teheran neu verboten ist, jetzt besser einordnen.
    • Knäckebrot 01.02.2019 23:30
      Highlight Highlight Findest du nicht, dass der beschriebene Inhalt - wenn auch knapp - genügend Substanz bietet, so dass uninformierte Leser nicht gleich euphorisch würden?

      "in all diesen 40 Jahren hat die ganze Welt versucht, uns zu zerstören, doch sie waren nicht erfolgreich" ... das spricht ja schon Bände über des Regimes Weltbild...

      "In zwei Ausstellungen werden (...) Waffen präsentiert, die seit der Revolution entwickelt wurden, darunter die ballistischen Raketen, auf die das Militär besonders stolz ist." ...worauf das Regime Stolz ist ebenfalls...

      "das verfluchte Amerika"...
  • Zwerg Zwack 01.02.2019 17:11
    Highlight Highlight Eine tolle Revolution... Ich verbinde mit dem Wort Revolution eine positive Änderung. Keine Rückkehr ins Mittelalter.
    • Nelson Muntz 01.02.2019 17:24
      Highlight Highlight 90% der Revolutionen enden im schlimmeren Chaos als vorher war....Sovjetunion, Kuba, Nordkorea, China, arabischer Frühling, alles eher negative Entwicklungen für die Bevölkerung
    • Randalf 01.02.2019 18:13
      Highlight Highlight
      Revolution ist eine Umdrehung oder Rückkehr.

      Mir würde Evolution eindeutig besser gefallen.

      Das haben sie leider vergeigt. 40 Jahre konnten sie nicht zerstört werden, darum machen sie es jetzt selber. Schade.

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