International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Israelischer Ex-Minister gibt Spionage für den Iran zu



epa06864917 Gonen Segev (C), a former Israeli cabinet minister indicted on suspicion of spying for Iran, is escorted by prison guards as he arrives at court in Jerusalem, Israel, 05 July 2018.  EPA/RONEN ZVULUN / POOL

Gonen Segev

Der frühere israelische Energieminister Gonen Segev hat Spionage und Weitergabe von Informationen an den Feind gestanden. Segev steht wegen Spionage für die Islamische Republik Iran vor Gericht.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hätten sich im Gegenzug für das Geständnis auf elf Jahre Haft und weitere Jahre auf Bewährung geeinigt, teilte das Justizministerium am Mittwoch mit. Die Einigung sei dem Bezirksgericht in Jerusalem präsentiert worden. Eine Anhörung zur Urteilsverkündung wurde für den 11. Februar angesetzt. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 63-Jährige war schon 2005 wegen des Schmuggels von 32'000 mit Schokolade überzogenen Ecstasy-Pillen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ausserdem hatte er einen Diplomatenpass gefälscht. Nach Ende seiner Haft war der ausgebildete Kinderarzt nach Nigeria gezogen.

Nach Angaben des Inlandgeheimdienstes Schin Bet hatte ihm das zentralafrikanische Land Äquatorialguinea im Mai wegen seiner kriminellen Vergangenheit die Einreise verweigert. Danach sei er auf israelischen Wunsch in seine Heimat Israel ausgeliefert und verhört worden.

Treffen mit Agenten

Israels Sicherheitsbehörden werfen ihm vor, er habe seit 2012 für den iranischen Geheimdienst spioniert. Segev habe sich an Orten auf der ganzen Welt mit iranischen Agenten getroffen, zweimal sogar im Iran. Der ehemalige Energieminister habe seinen Kontaktmännern Informationen über den israelischen Energiemarkt, Sicherheitseinrichtungen, Gebäude sowie über israelische Vertreter im Bereich der Politik und Sicherheit übermittelt.

Die iranischen Kontaktleute hätten Segev ein Gerät zur Verschlüsselung geheimer Nachrichten gegeben. Segev habe auch Verbindungen zwischen Vertretern israelischer Sicherheitsbehörden und den iranischen Geheimdienstmitarbeitern hergestellt. Dabei habe er die Iraner als harmlose Geschäftsleute vorgestellt. (aeg/sda/dpa/afp)

4500 Schuhe für die Toten im Gaza-Konflikt

abspielen

Video: srf

Mehr zum Konflikt zwischen Israel und Iran

«Der Iran lügt» – 5 Fragen zu Netanjahus rätselhaftem Fernsehauftritt

Link zum Artikel

Nach Angriff in Syrien: Sorge vor Israel-Iran-Krieg wächst

Link zum Artikel

Für Hassan Ruhani ist das Atomabkommen «in keinster Weise verhandelbar»

Link zum Artikel

Westen zweifelt an Israels Beweisen zu Irans Atomwaffenprogramm

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

«Ich finde es verrückt, in der Schweiz Wasser aus der Flasche zu trinken»

Daniel Birnbaum hat die israelische Wassersprudler-Firma Sodastream gross gemacht – und für 3,2 Milliarden Dollar an Pepsi verkauft. Im exklusiven Interview spricht er über Plastikmüll, den Streit mit Coop und den Nahost-Konflikt.

Als Daniel Birnbaum sieben Jahre alt war, zog seine zionistische Familie von New York nach Israel in die Negev-Wüste. Dort, 22 Kilometer vom Kriegsgebiet Gaza entfernt, steht heute die Fabrik der Wassersprudler-Firma Sodastream. Ihre Maschinen versetzen Hahnenwasser per Knopfdruck mit Gas. Für Geschmack sorgen zahlreiche Sirup-Mixe.

Der 56-Jährige, der mit US-Akzent Englisch spricht, führt die Firma seit 2007 und verkaufte sie letztes Jahr an den US-Getränkeriesen Pepsi. Sodastream setzt …

Artikel lesen
Link zum Artikel