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epa07354959 A general view of the national trade union demonstration CGIL, CISL e UIL from 'Piazza della Repubblica' to 'Piazza San Giovanni' in Rome, 09 February 2019. The national protest event with the slogan 'Future at work' took place to support the proposals on growth, development, work, pensions and taxation in Italy, while asking the government to open a comparison of merits and a change in the economic policies.  EPA/CLAUDIO PERI

Die Gewerkschaften machen gegen Italiens Regierung mobil. Bild: EPA/ANSA

Protest gegen Salvini und Co. nimmt zu – 200'000 Italiener demonstrieren gegen Populisten



Ungefähr 200'000 Personen haben sich am Samstag in Rom auf dem zentralen Platz San Giovanni versammelt, um gegen Italiens populistische Regierung zu protestieren. Die Zahl nannten die italienischen Gewerkschaften, die zum Protest aufgerufen hatten.

An der Demonstration beteiligten sich Rentner- und Schülerverbände sowie die oppositionellen Sozialdemokraten (Partito Democratico/PD). Die Demonstranten versammelten sich auf dem Platz der Republik und zogen bis zur Piazza San Giovanni vor der Lateran-Basilika. Dort finden oft Grosskundgebungen statt.

epa07355052 From L-R trade union leaders General Secretary Maurizio Landini of CGIL, Annamaria Furlan of CISL, and Carmelo Barbagallo of UILA participate in the national trade union demonstration of CGIL, CISL and UIL from 'Piazza della Repubblica' to 'Piazza San Giovanni' in Rome, 09 February 2019. The national protest event with the slogan 'Future at work' took place to support the proposals on growth, development, work, pensions and taxation in Italy, while asking the government to open a comparison of merits and a change in the economic policies.  EPA/CLAUDIO PERI

Chef des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Maurizio Landini (ganz links). Bild: EPA/ANSA

«Eine Zukunft an der Arbeit» lautete das Motto der Demonstranten, die Massnahmen zur Förderung des Wirtschaftswachstums, der Beschäftigung und zur Senkung des Steuerdrucks forderten.

Sie übten scharfe Kritik an der von der Regierung geplanten Einführung einer Mindestsicherung von 780 Euro monatlich. Die Mindestsicherung werde viele Menschen dazu verführen, sich keinen Job mehr zu suchen, lautet der Vorwurf der Gewerkschaften.

Angeführt wurde der Protest vom neu gewählten Chef des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Maurizio Landini. Dieser gilt als Vertreter des linken Flügels in der Gewerkschaft.

Er übte heftige Kritik an der Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung sowie am Budgetplan 2019. Landini protestierte auch gegen die Einwanderungspolitik der Regierung.

epa07330158 Italian Deputy Premier and Interior Minister, Matteo Salvini, speaks during the La7 Italian program 'di Martedì', conducted by Italian Journalist Giovanni Floris, in Rome, Italy, 29 January 2019.  EPA/GIUSEPPE LAMI

Lega-Chef Matteo Salvini. Bild: EPA/ANSA

«Die Regierungspolitiker sollten weniger in Sozialnetzwerken präsent sein und sich mehr mit der Realität konfrontieren», betonte Landini. «Schon im Herbst hatten wir davor gewarnt, dass die Massnahmen der Regierung Italien in die Rezession drängen würden und die Lage hat sich zunehmend verschlechtert.» An der Demonstration beteiligten sich auch PD-Chef Maurizio Martina und mehrere Oppositionspolitiker.

Die Regierung reagierte kritisch auf den Protest. «Es ist seltsam, dass Gewerkschaften gegen unsere Pensionsreform demonstrieren, die es hunderttausenden Italienern ermöglicht, früher in den Ruhestand zu treten», kommentierte Fünf Sterne-Chef und Vizepremier Luigi Di Maio.

Auch die von der Regierung beschlossene Mindestsicherung sei ein wirksames Mittel zur Armutsbekämpfung, was die Gewerkschaften schätzen sollten, so Di Maio. (sda/apa)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • CDem 09.02.2019 22:01
    Highlight Highlight Chef des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Maurizio Landini war vor kurzem dafür, dass die Italiener die unter die Armutsgrenze leben, überstürzt werden sollten wie mit einem "reddito di cittadinanza".
    Schon komisch jetzt ist er dagegen, die korrupten verlogen Politiker/Gewerkschafter/Journalisten aus Italien ziehen sich von links bis rechts.
  • FrancoL 09.02.2019 20:16
    Highlight Highlight Vielleicht beginnt Italien zu erwachen und merkt dass das Zählen der Roma, das permanente Angreifen der EU und den Macho im Mittelmeer spielen noch keine Verbesserungen für das Volk bedeuten.
    Wer anderer Meinung ist kann mir gerne die Erfolge dieser Superregierung anführen.
  • Richu 09.02.2019 17:36
    Highlight Highlight Die von den Organisatoren angegebene Teilnehmerzahl von 200'000 ist wesentlich zu hoch. Wie in Frankreich geben auch in Italien oft die Organisatoren bis 4 mal höhere Teilnehmerzahlen von Demos an und die sda, welche den vorliegenden Bericht verfasst hat, übernimmt in den meisten Fällen diese Falschaussagen.
    In anderen ausländischen Presseberichten über diese heutige Demonstration in Rom wird die Anzahl der Teilnehmer mit einigen zehntausend beziffert!
    • FrancoL 09.02.2019 20:13
      Highlight Highlight So und Richu weiss was Sache ist? Quelle?
    • manhunt 09.02.2019 23:22
      Highlight Highlight komisch, in sämtlichen „ausländischen“ presseberichten welche ich gelesen habe, war von hunderttausenden die rede.
    • FrancoL 10.02.2019 10:56
      Highlight Highlight Mensch Richu, ist es so schwer die Quelle zu posten? Titel einfach kopieren und hier einsetzen und schon können wir Deine Behauptung beurteilen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juliet Bravo 09.02.2019 16:53
    Highlight Highlight Die sollen ruhig nochmals nach Frankreich reisen und den Gilets Mut zusprechen. Es rächt sich. Mit 200‘000 haben sie jetzt eine um ein Vielfaches grössere Zahl gegen sich auf der Strasse. 💪🏼😏

Eiskalte Dusche für Salvini – was die Wahlniederlage für die Lega bedeutet

Nach seiner Niederlage bei den Regionalwahlen in der Emilia-Romagna muss Lega-Chef Matteo Salvini seinen nationalen Machtanspruch erst einmal begraben. Die Linke verdankt ihren Sieg der jungen Bürgerbewegung der «Sardinen».

«Ich fühle mich nicht als Verlierer: Manchmal gewinnt und manchmal verliert man. Und wenn ich verliere, bin ich trotzdem glücklich», erklärte Matteo Salvini in der Nacht auf Montag, als sich seine Niederlage in der Emilia-Romagna abzuzeichnen begann.

Tatsächlich konnte sich der Lega-Chef damit trösten, dass in der wohlhabenden Region, die seit über siebzig Jahren von Links-Koalitionen regiert wird, erstmals in einem Wahlkampf Spannung aufgekommen ist und ein Sieg der Rechten in Sichtweite …

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