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«Costa Concordia»-Prozess: Wird Schettino heute freigesprochen oder muss er 27 Jahre in den Knast?



Im Berufungsprozess gegen «Costa Concordia»-Kapitän Francesco Schettino wird heute das Urteil erwartet. Er war in erster Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch, die Staatsanwälte haben 27 Jahre und drei Monate Haft gefordert.

Ein Urteil werde «nicht vor 18 Uhr» fallen, sagte die Gerichtspräsidentin Grazia D'Onofrio am Dienstag nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos. Zuvor hatten Schettinos Anwälte das letzte Wort. Sie kündigten unter anderem an, dass ihr Mandat bei der erwarteten Urteilsverkündung nicht anwesend sein werde.

Die Verteidigung hat den Freispruch ihres Mandanten beantragt. «Er muss freigesprochen werden, ob das der öffentlichen Meinung nun gefällt oder nicht», sagte der Anwalt Saverio Senese in Florenz.

Costa Concordia: die besten Zitate von und über Capitano Schettino

Es gebe keinerlei Beweise dafür, dass der 55-Jährige Schuld an der Havarie des Schiffes gehabt habe, bei der im Januar 2012 vor der toskanischen Insel Giglio insgesamt 32 Menschen gestorben waren.

«Er muss freigesprochen werden, ob das der öffentlichen Meinung nun gefällt oder nicht»

Verteidiger von Schettino

Der Ex-Kapitän sei in einer Hetzkampagne als «Monster» dargestellt worden, das er aber nicht sei, erklärte er am Freitag vor Gericht. Stattdessen seien vor allem erhebliche Sicherheitsmängel am Kreuzfahrtschiff für das Unglück verantwortlich gewesen.

Die Anklage hat im Berufungsprozess 27 Jahre und drei Monate Haft für Schettino gefordert, in erster Instanz hatte sie noch 26 Jahre und drei Monate verlangt. Schettino ist nach wie vor auf freiem Fuss, da das Urteil gegen ihn noch nicht rechtskräftig ist. Das Urteil des Berufungsgerichts wird Ende Mai erwartet. 

Unheimliche Bilder aus dem Innern der Costa Concordia

Schettino war im Februar 2015 in erster Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Ein Gericht in Grosseto hatte entschieden, Schettino trage die Verantwortung für das Unglück. Gegen das Urteil hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt. (whr/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Flunderchen 31.05.2016 14:24
    Highlight Highlight Wenn sie ihn jahrzehnte lang wegsperren bringt das auch nicht mehr viel, wenn er geblieben wäre, dann hätte er sich auch in die Hosen gemacht und nichts zur Rettung beigetragen. Klar, für sein Handeln gehört er bestraft und in den Knast, aber auch das andere Personal hat extrem versagt. Möchte in diesem Falle nicht entscheiden.
  • Joseph Dredd 31.05.2016 13:01
    Highlight Highlight Hauptsache Kurvenlage ;)
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  • MasterPain 31.05.2016 11:00
    Highlight Highlight Immernoch das beste Meme der letzten Jahre:

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