International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Italienische Modeschöpferin Laura Biagiotti ist tot

26.05.17, 09:12 26.05.17, 14:29


Die italienische Modedesignerin Laura Biagiotti ist am Freitag 73-jährig in einem Spital in Rom nach einem Herzanfall gestorben. Der Name der Designerin stand für tragbare und feminine Entwürfe aus edlen Materialien. Markenzeichen: Kaschmir.

Die gebürtige Römerin, die seit Jahrzehnten der von ihr gegründeten Weltmarke vorstand, war am Mittwochabend überraschend ins Spital gebracht worden. Ärzten war es nach Angaben des Spitals zunächst gelungen, sie wiederzubeleben, jedoch erlag Biagiotti später auf der Intensivstation den Folgen des Herzanfalls.

Ihre Tochter Lavinia postete auf Twitter ein Foto, das sie zusammen mit ihrer Mutter zeigt, und schrieb darunter: «Danke für alles, Mama. Für immer zusammen.»

Auf Twitter und Facebook postete das Biagiotti-Unternehmen einen Auszug aus dem Johannes-Evangelium, offenbar auf Wunsch von Tochter Lavinia. Die Beerdigungsfeier soll bereits am Samstag in der Kirche Santa Maria degli Angeli an den römischen Diokletiansthermen stattfinden.

Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni sprach der ganzen Familie sein Beileid aus. Biagiotti sei «eine liebe Freundin, eine Protagonistin der Mode und der italienischen Kultur» gewesen, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Regierungschef. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi betonte, die Mode-Ikone habe der Welt «einen einzigartigen und unverwechselbaren Stil» geschenkt.

Biagiotti, die ursprünglich Archäologin werden wollte, war in den 1970er Jahren vor allem dank ihrer ebenso elegant-femininen wie schmeichelhaften Kaschmirkollektionen international bekannt geworden. Ihre lässigen Entwürfe begeisterten auch Kundinnen ohne Modelfigur. Von der «New York Times» wurde sie einmal als «Queen of Cashmere» bejubelt - ein Titel, der ihr zeitlebens anhaften sollte.

Weltruhm mit Parfüm «Roma»

Neben der Kleidung erweiterte Biagiotti im Laufe der Jahre ihr Geschäft auf eine breite Produktpalette, darunter vor allem Parfüms und Accessoires. Weltruhm erlangte sie mit dem 1988 auf den Markt gekommenen Duft «Roma».

Die Italienerin wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter 1992 dem «New York Woman of the Year Award» und 1993 dem «Marco Polo Award» in Peking. In China hatte sie bereits 1988 als erste italienische Modeschöpferin ihre Entwürfe präsentieren dürfen.

Seit dem Tod ihres Ehemannes und Geschäftspartners Gianni Cigna im Jahr 1996 wurde Biagiotti von ihrer Tochter Lavinia unterstützt, der designierten Nachfolgerin an der Spitze des Labels. Mutter und Tochter lebten gemeinsam in einem Anwesen in Guidonia, vor den Toren Roms. (sda/dpa/apa)

33 Bilder zeigen: Laufsteg war gestern – heute wird Mode inszeniert

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Jetzt kommt das Gratis-Internet in den Zügen – es sei denn, du bist Swisscom-Kunde

In der Schweiz leben 2 Millionen Ausländer – aber aus diesen 3 Ländern ist kein einziger

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Wenn Instagram-Posts ehrlich wären – in 7 Grafiken

Wir haben Schweizer Eishockey-Stars verunstaltet – erkennst du sie trotzdem?

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Einst gegen die Mafia, heute gegen Salvini – ein Treffen mit Palermos ewigem Bürgermeister

Leoluca Orlando ist Mafiajäger, Anti-Salvini und Bürgermeister von Palermo. Eine Begegnung mit einem aussergewöhnlichen Mann.

Es ist ein Heer von Touristen und Migranten aus aller Welt, die Palermo zu einem einzigartigen Schmelztiegel gemacht haben. Bürgermeister Leoluca Orlando, der mit nunmehr zwei Leibwächtern (statt mit zwölf, wie zu Zeiten der Herrschaft der Mafia) an diesem Oktobermorgen zu Fuss auf der Strasse Maqueda unterwegs ist, sagt hinsichtlich dieser Menschenmenge: «Wir sind heute nach Venedig, Florenz und Rom die Stadt mit den meisten Touristen in Italien. Die Menschen fühlen sich heute sicher hier.»

Wer …

Artikel lesen