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Italien

Erbeben in Neapel der Stärke 4,4 – Sorge unter Anwohnern wächst

Erdbeben der Stärke 4,4 bei Neapel – Sorge unter Anwohnern

Das Gebiet rund um die süditalienische Grossstadt Neapel ist am Montagabend von einem Erdbeben erschüttert worden.
21.05.2024, 07:2321.05.2024, 07:23

Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die Stärke mit 4,4 an und verortete das Epizentrum in den Phlegräischen Feldern. Das Erdbeben wurde gegen 20.10 Uhr registriert. Medienberichten zufolge war der Erdstoss nicht nur in den Ortschaften in der Nähe der Phlegräischen Felder deutlich zu spüren, sondern auch in Neapel, einschliesslich des Hafengebiets.

epa11356525 A police car monitors the situation as people gather in a safe area in the street on the seafront between Naples and Pozzuoli after the earthquake shocks, in Naples, southern Italy, 20 May ...
Ein Polizeiauto nach dem Beben in Neapel.Bild: keystone

Berichte über Verletzte oder grössere Schäden gab es zunächst nicht. Der Feuerwehr sind von Bewohnern des Gebiets nach eigenen Angaben Risse in Häusern und herabfallende Fassadenteile gemeldet worden. Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Lage zu überprüfen.

Viele Menschen seien verängstigt gewesen und aus Sorge auf die Strassen gelaufen, berichteten Medien. Vor allem in der Nähe des Epizentrums seien einige Häuser regelrecht durchgeschüttelt worden, berichteten Anwohner der Zeitung «Corriere del Mezzogiorno». Dem zwar kurzen, aber heftigen Erdstoss gingen schwächere Erdstösse voraus.

Auch in den Stunden danach registrierte das INGV mehrere weitere schwächere Erdstösse. Gegen 21.45 Uhr meldeten die Experten einen Erdstoss mit der Stärke 3,9. In den Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder harrten die Anwohner noch am späten Abend auf den Strassen aus und weigerten sich, in ihre Häuser zurückzukehren. In Pozzuoli werden nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in vier Stadtbereichen Zelte für die Nacht aufgebaut.

Die Phlegräischen Felder, ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität in der Region Kampanien im Süden Italiens, werden seit geraumer Zeit von vielen kleinen Erdbeben heimgesucht. Meistens sind es kleine und kaum spürbare Erschütterungen, die die Erdkruste in dem Areal schwächen. Seit elf Jahren gilt für das Gebiet die Alarmstufe Gelb, die zur Vorsicht aufruft. In den vergangenen Monaten kam es jedoch auch zu stärkeren Erdstössen. Zuletzt gab es vergangenen September ein stärkeres Erdbeben der Stärke 4,2. (sda/dpa/dab/con)

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