International
Japan

«Sushi Zanmai» ersteigert Thunfisch für 647'000 Franken

Dieser Thunfisch kostet 647'000 Franken – und er macht Herrn Kimura gerade sehr glücklich

05.01.2017, 07:2405.01.2017, 07:37

Ein 212 Kilogramm schwerer Blauflossen-Thunfisch ist in Japan für den Preis von 74.2 Millionen Yen (rund 647'000 Franken) versteigert worden. Den Zuschlag bei Neujahrsauktion auf dem Tokioter Fischmarkt erhielt der Besitzer der Sushi-Restaurantkette Sushi Zanmai.

1 / 9
Dieser Thunfisch kostet 647'000 Franken – und er macht gerade Herrn Kimura sehr glücklich
Ein 212 Kilogramm schwerer Blauflossen-Thunfisch ist in Japan für den Preis von 74,2 Millionen Yen (rund 647'000 Franken) versteigert worden.
quelle: epa/epa / franck robichon
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Der Kauf komme ihn zwar «ein bisschen teuer» zu stehen, aber er sei froh, den Zuschlag für den «wohlgeformten» Thunfisch bekommen zu haben, sagte Kiyoshi Kimura am Donnerstag.

Seriensieger!

Seit nunmehr sechs Jahren in Folge ist er der stolze Sieger der Neujahrsauktion auf dem weltberühmten Fischmarkt Tsukiji. Im Jahr 2013 hatte er für einen 222 Kilogramm schweren Blauflossen-Thunfisch einen Rekorderlös von 155.4 Millionen Yen bezahlt.

Die hohen Preise bei der ersten Auktion des Jahres liegen nicht so sehr an der Qualität des Fisches. Vielmehr ist das Ganze eine geschickte PR-Aktion zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres, über die Medien denn auch alljährlich berichten. Kimuras Thunfisch stammt aus dem Norden Japans, der Thunfisch-Hochburg des Inselreiches.

Nirgendwo sonst auf der Welt wird soviel Blauflossen-Thun gegessen wie in Japan. Die globale Überfischung hat dazu geführt, dass die Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist. Seit Jahren arbeiten japanische Forscher daher an einer Züchtungsmethode für den begehrten Fisch.

Für Tokios Fischmarkt Tsukiji war es wohl die letzte Neujahrsauktion von Thunfischen. Denn das 1935 errichtete Mekka der Fischliebhaber soll – voraussichtlich bis Ende dieses Jahres – in neue Hallen auf einer nahegelegenen künstlichen Insel im Stadtteil Toyosu umziehen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Trump macht geschenkten Katar-Jumbo-Flieger bereits im Sommer zur neuen Air Force One
Den Vorfall auf dem Flug in die Schweiz nutzt der US-Präsident, um seine ungeliebten alten Boeing-747-Jets schneller loszuwerden.
Ausgerechnet auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos musste Donald Trumps Air Force One diese Woche umkehren: Wegen eines «kleineren elektrischen Problems» drehte die über 30 Jahre alte Jumbo-Jet-Präsidentenmaschine über dem Atlantik ab. Trump stieg später auf eine Boeing 757 um, die normalerweise dem Vizepräsidenten als Air Force Two dient. Der Vorfall unterstreicht, wieso der US-Präsident zunehmend ungeduldig auf eine neue Air Force One drängt – und erklärt, warum nun ein umstrittenes Übergangsflugzeug aus Katar schneller als geplant einsatzbereit gemacht wird.
Zur Story