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Justiz

Lehrerin missbraucht und erpresst: Sechs Teenager verurteilt

Lehrerin missbraucht und erpresst: Sechs Teenager zu Haftstrafen verurteilt

20.10.2025, 20:4220.10.2025, 20:45

Im Prozess um eine missbrauchte, erpresste und bestohlene Lehrerin in Österreich sind sechs Jugendliche umfassend verurteilt worden. Die Richterin am Landesgericht Wien verkündete unbedingte Gefängnisstrafen von 3,5 Jahren für einen 15-jährigen Iraker, drei Jahren für einen 17-jährigen Rumänen, und von 15 Monaten für einen 15-jährigen Afghanen, davon fünf Monate unbedingt.

Über die anderen Angeklagten wurden kürzere Haftstrafen verhängt – teilweise als Bewährungsstrafen.

Ein einziger Angeklagter wurde freigesprochen. Es handelt sich um einen Jugendlichen, der im Vorjahr ein einvernehmliches sexuelles Verhältnis mit der damals knapp 30-jährigen Lehrerin begonnen hatte. Danach lernte die Frau die Freunde des damals 16-Jährigen kennen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie danach von einzelnen Mitgliedern der Gruppe vergewaltigt, sexuell genötigt und unter Drogeneinfluss in wehrlosem Zustand missbraucht wurde.

Mit expliziten Aufnahmen erpresst

Die Lehrerin sei auch mit Aufnahmen unter Druck gesetzt worden, auf denen sie bei sexuellen Handlungen und beim Drogenkonsum zu sehen gewesen sei, sagte die Richterin. So hätten die Jugendlichen der Frau Geld für Drogen, Tabak, Essen, Getränke und Taxifahrten abgepresst.

Einige der Angeklagten wurden auch für Brandstiftung, Einbruch und Diebstahl verurteilt. Als die Lehrerin im vergangenen Januar im Urlaub war, hatten die Teenager Feuer in ihrer Wohnung gelegt und Wertgegenstände gestohlen.

Das Gericht folgte weitgehend den Aussagen der Lehrerin, die von der Richterin als absolut glaubwürdig bezeichnet wurden. Die Jugendlichen bekannten sich zwar zur Brandstiftung und zu den Eigentumsdelikten. Sie stritten jedoch Missbrauch und Erpressung ab und sprachen von einvernehmlichen sexuellen Handlungen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (cpf/sda/dpa)

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