DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Greta Thunberg in Washington vor dem  Weissen Haus.
Greta Thunberg in Washington vor dem Weissen Haus. Bild: EPA

«Trump ist ein Lügner»: Greta mit Hunderten vor dem Weissen Haus

13.09.2019, 21:48

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat mit mehreren Hundert Kindern und Jugendlichen vor dem Weissen Haus in Washington für mehr Klimaschutz demonstriert.

«Es sind viele Leute, viel mehr, als, glaube ich, irgendjemand erwartet hatte», sagte die 16-Jährige am Freitag in einer kurzen Ansprache zu ihren Mitstreitern durch ein Megafon in unmittelbarer Nähe des Gartens an der Südseite des Amtssitzes von US-Präsident Donald Trump. «Das ist sehr überwältigend.»

Thunberg ist in den USA längst nicht so berühmt wie in Europa, wo es einen regelrechten Hype um die Schwedin gibt. Zu zwei Protestaktionen in New York kamen vergleichsweise wenig Leute.

In Washington hatten sich vor der Ankunft Thunbergs am Vormittag (Ortszeit) zunächst rund 50 Aktivisten auf einer Wiese südlich des Weissen Hauses postiert, nach und nach wurden es mehr. Mit Bannern und Plakaten zog die Menge schliesslich näher vor den Regierungssitz.

Auch in den Staaten vermag Thunberg zu mobilisieren – allerdings nicht im gleichen Ausmass wie in Europa.
Auch in den Staaten vermag Thunberg zu mobilisieren – allerdings nicht im gleichen Ausmass wie in Europa.Bild: EPA

«Leugnen ist nicht die Lösung»

Trump warfen die Jugendlichen vor, dass er ein Lügner sei. «Leugnen ist nicht die Lösung», war auf einem Plakat zu lesen. «Der Planet brennt, Trump ist ein Lügner», skandierten sie. Trump bezweifelt hartnäckig, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird.

In den USA gebe es immer noch die Diskussion, ob es den Klimawandel wirklich gebe, sagte der 27-jährige Student Sindupa, der an dem Protest teilnahm. In Europa dagegen werde dies längst eingesehen, meinte er. «Ich bin nur hier, um Greta zu zeigen, dass sie auch hier Unterstützung bekommt.»

Die Kinder und Jugendlichen zogen mit Plakaten und Forderungen vors Weisse Haus.
Die Kinder und Jugendlichen zogen mit Plakaten und Forderungen vors Weisse Haus.Bild: EPA

Vollbepacktes Programm

Thunberg ist seit Ende August in den USA, wo sie an einer Reihe von Terminen teilnehmen will. Unter anderem steht der Jugend-Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York an, kurz darauf auch der Uno-Klimagipfel der Staats- und Regierungschefs.

In Washington wird sie kommende Woche von Amnesty International ausgezeichnet und mit anderen Aktivisten bei einer Anhörung eines Unterausschusses des Repräsentantenhauses erwartet.

Vor ihrer Reise in die Vereinigten Staaten hatte sie in einem Interview gesagt, sie würde ihre Zeit nicht mit einem Treffen mit dem US-Präsidenten «verschwenden» wollen. Von Trumps Seite stand ein solches Treffen auch nie zur Debatte.

Den Atlantik hatte Thunberg mit einer Segeljacht überquert, weil sie auf die klimaschädlicheren Flugreisen verzichtet. Seit mehr als einem Jahr demonstriert Thunberg jeden Freitag für mehr Klimaschutz und hat Menschen in vielen Ländern inspiriert. Am kommenden Freitag ist ein globaler Klima-Streik der Bewegung Fridays For Future geplant. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Schilder des Klimastreiks

1 / 29
Die besten Schilder des Klimastreiks
quelle: epa/epa / neil hall
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Limmat in Zürich ist grasgrün – was dahinter steckt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Mord an Studenten in Bangladesch: 20 Männer zum Tod verurteilt

Ein Gericht in Bangladesch hat 20 ehemalige Mitglieder der Regierungspartei zum Tode verteilt, weil sie einen Studenten ermordet haben sollen.

Zur Story