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epa07596522 Britain's Prime Minister Theresa May makes a statement on at Downing Street in London in Britain, 24 May 2019. May announced she would resign from office on 07 June 2019. Amid the gridlock with MPs over her handling of Brexit, in her latest bid to get Brexit through Parliament, Theresa May on 21 May unveiled a new Withdrawal Agreement Bill, including a possible second referendum, a proposal not supported by ministers and unacceptable to Conservative eurosceptics.  EPA/WILL OLIVER

Die Abgangsrede war gut, die Amtszeit weniger. Bild: EPA/EPA

Kommentar

Theresa Mays Abgang – das Ende einer miserablen Premierministerin

Sebastian Borger / ch media



Eine klar strukturierte, intelligent formulierte Rede, vorgetragen mit Überzeugung und Emotion – Theresa Mays Rücktrittserklärung enthielt alle Elemente guter politischer Kommunikation. Leider hat die britische Premierministerin in ihrer knapp dreijährigen Amtszeitdiese elementare Tugend einer Politikerin im 21. Jahrhundert vermissen lassen.

Zurecht betonte die Konservative am Freitag: Für den anstehenden Brexit müssen beide Seiten Kompromisse machen. Dass sie sich für diese Binsenweisheit ausgerechnet des legendären Nicholas Winston bediente, stiess manchem sauer auf. Der Geschäftsmann hatte 1938/39 jene Kindertransporte mitorganisiert, die mehr als 10 000 jüdische Kinder vor der Nazi-Mordmaschinerie retteten. May hingegen stand als Innenministerin für die härteste Haltung gegenüber (Kinder)-Flüchtlingen; ihre Politik der «feindseligen Umgebung» trieb Hunderte legaler Immigranten aus der Karibik ins Elend oder sogar in den Tod.

So kompromisslos wie in dieser Frage präsentierte sich May auch viel zu lang beim Brexit. Weil sie in ihrer EU-kritischen Partei den vermeintlichen Makel wiedergutmachen wollte, beim Referendum für den Verbleib gestimmt zu haben, machte sie sich die härteste aller Linien zu eigen. Gesprächen mit der Opposition wich sie aus. Mit der desaströsen vorgezogenen Neuwahl vor zwei Jahren wollte sie Labour schwächen und durchregieren. Selbst nach dem demütigenden Verlust der Mehrheit ging sie nicht auf die Vertreter jener 48.1 Prozent zu, die wie sie selbst die EU-Mitgliedschaft für wertvoll gehalten hatten.

Erst nach den historischen Niederlagen im Parlament besann sich May auf jene Kompromissbereitschaft, die sie nun predigt. Zu spät.Viel zu lang hatte sie dem engen Nationalismus ihrer Parteirechten Zucker gegeben. Dass deren Vertreter ebenso wie Nationalpopulist Nigel Farage nun unentwegt von Mays «Verrat» und Grossbritanniens «Demütigung» reden, ist die Folge. Theresa May wird als überforderte, schwache Premierministerin in die Geschichte eingehen. (aargauerzeitung.ch)

Ein chaotischer Brexit hätte für die EU verheerende Folgen

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • henk 25.05.2019 11:49
    Highlight Highlight Ich habe Theresa May immer bewundert. Als ursprüngliche Remainerin stellte sie sich dieser Aufgabe und versuchte den Brexiteers gerecht zu werden. Zum Schluss wirkte sie tatsächlich etwas verzweifelt, aber dass sie bei diesem Parlament scheiterte ist nicht weiter verwunderlich...
  • Ueli Blocher 25.05.2019 07:06
    Highlight Highlight Ich Teile die Aussage des Artikels. Und möchte nur noch anfügen. Wenn ich sehe, dass das Parlament wie gerade in England nur weiss, was es nicht will aber nicht was es will. Gibt es nur einen Vernünftige Möglichkeit! Die Bevölkerung zu fragen. Dann hätte es man gehabt. Genau das wollte sie aber nicht. Mit der Opposition hat sie 2 Jahre gar nicht geredet. Nach dem Wahldesaster hätte sie die Grösse haben sollen, eine Regierung der Einheit aufzubauen um diese Herkulesaufgabe zu meistern. Hat sie nicht. Sie liess sich nur von den Fahnenflüchtige Brexit Fans treiben.
  • Fumia Canero 25.05.2019 02:47
    Highlight Highlight Mit einer Amtseinsetzung just zum Anfang der Brexit-Verhandlungen (weil weder Cameron noch Boris Johnson das machen wollten) hatte sie einfach die Arschkarte gezogen. Wenn sie jemals geglaubt hat, dass sie dies schaffen könnte, kriegt sie von mir ein mildes Lächeln.
  • DemonCore 25.05.2019 01:49
    Highlight Highlight Ihre Ausgangslage war schwierig, aber ihr Versagen hat sie selbst zu verantworten. Angefangen mit der Desavouierung ihrer eigenen EU-Spezialisten. Ihr musste man die Grundsätze der EU-Handelspolitik erklären, sie hat alles ignoriert und unmögliche rote Linien gezogen, mit niemandem Verhandelt und nur ganz am Schluss eingesehen, dass sie mit den Brextremisten alleine nicht zum Erfolg kommt. Sie hat nur pseudo-harte Einzeiler von sich gegeben und keine belastbare Mehrheit gebaut. So konnte das nichts werden.
  • Max Dick 25.05.2019 01:04
    Highlight Highlight May hatte eine mission impossible zu meistern. Sie hats nicht geschafft, ok. Aber ihr mehr vorzuwerfen als dass sie nicht zum James Bond der reellen Politik-Welt wurde, kann man ihr nicht.
    • DemonCore 25.05.2019 10:40
      Highlight Highlight Die Mission war nur impossible nachdem sie ihre roten Linien gezogen hat. Hätte sie sich frühzeitig nach verbündeten umgeschaut und nicht nur den Nationalisten Gehör geschenkt, wäre das anders gekommen.
  • Angelo C. 25.05.2019 00:38
    Highlight Highlight Sehr tendenziöser Artikel, der kein gutes Haar an Theresa May lässt - m.E. ein schwerer Überriss, sorry 🤨

    Die sympathische Frau hätte zwar wohl früher einen Kompromiss mit anderen Parteien anstreben sollen, doch da die meisten auch kein einheitliches Credo hatten, nie wirklich wussten was sie nun abschliessend wünschen, war das eine enorm problematische Aufgabe.

    Immerhin darf man Theresa May attestieren, pausenlos zwischen Brüssel und London unterwegs, alles versucht zu haben.

    Ihre Abschiedsrede und die Tränen haben mich jedenfalls gerührt. Ob’s ein Nachfolger besser meistert, steht dahin.
    • DemonCore 25.05.2019 10:47
      Highlight Highlight Was ist an der Frau sympathisch? Ihre Arroganz 'brexit means brexit'? Keine Tränen für die Windrush Opfer, keine Tränen für 4mio britische Kinder in Armut, keine Tränen für die Grenfell Opfer, keine Tränen für die jemenitischen Kinder die durch britische Munition sterben. Nur Tränen für sich selbst.

      Es gibt wohl kaum eine unsympathischere, kältere oder ignorantere Regierungschefin
  • Namenloses Elend 25.05.2019 00:14
    Highlight Highlight Lass mich raten, der Autor hätte es besser hingekriegt. Schreibtischtäter 🙄
    • Ueli Blocher 25.05.2019 08:36
      Highlight Highlight Sorry so schwer wäre es nicht! Ja ich traue mir das zu! Aber dafür darf man sich nicht von einer Handvoll Hardlinern Treiben lassen. Muss auch mit der Opposition und der Bevölkerung reden! Und die Bevölkerung Abstimmen lassen. So den Hardlinern Zeigen. Wie das Volk Denkt. Ist wie wenn ich im Parlament, als BR, nur mit der SVP Rede und mich Wundere das alle Abstimmungen Verloren gehen!
  • m. benedetti 24.05.2019 23:52
    Highlight Highlight Der grösste Fehler war wohl, dass sie als Bittstellerin auf die EU zuging. Sie hätte auch den harten Brexit beschliessen können und die EU bitten ihr konkrete Vorschläge für eine bilaterale Einigung zu offerieren. Dann wäre die EU angekrochen gekommen oder auch nicht, sie hätte aber somit aus einer Position der Stärke argumentieren können.
    • Ueli Blocher 25.05.2019 08:42
      Highlight Highlight Ja, natürlich!!
      Die EU sagt 500 Mio Kunden und GB sagt 50 Mio!

      GB = 1 Staatschefin die EU = 27!


      Und nur so am Rande, der Grund für den Brexit war ja die 1 Mio Polen die nach der PFZ nach GB Arbeiten gingen. Nur wollte die GB REgierung ja die 10 Jahres Frist nicht und hat entschieden per sofort die PFZ für Polen einzuführen. Die restlichen EU Länder haben die 10 Jahresfrist übernommen. Es ist wieder einmal die EU als Sündenbock für die eignen Fehler benutzt worden.
    • darkshadow 25.05.2019 09:57
      Highlight Highlight das hätte die EU nie gemacht
  • Scaros_2 24.05.2019 23:39
    Highlight Highlight Selten so einen schlechten Artikel gelesen
    • DemonCore 25.05.2019 10:53
      Highlight Highlight Ist ein Kommentar und er ist sehr treffend. May war immer arrogant, hat sich nie wirklich für die Nordirland oder die Binnenmarkt-Thematik interessiert und bis vor ein paar Wochen nur mit den Hardlinern geredet. Die Krokodilstränen sind noch die Krönung. Als Brite wäre ich tief enttäuscht.
  • Töfflifahrer 24.05.2019 23:37
    Highlight Highlight Man mag von ihrer Leistung bevor sie Prime Minister wurde, halten was man mag, ich kenne dies auch zu wenig im Detail. Aber, seien wir ehrlich, bei diesem Parlament, den Hidden Agendas der Kabinettsmitglieder und der unverrückbaren Meinungen, zudem noch eine nicht verhandlungsbereite EU, war das von Vornherein zum Scheitern verurteilt.
    (Erinnert mich etwas an das Rahmenabkommen)
    • DemonCore 25.05.2019 11:50
      Highlight Highlight Die EU hat über 3 Jahre mit May verhandelt und verlängert seit Dezember ohne Gegenleistung Fristen für May. Wie bitte ist die EU 'nicht verhandlungsbereit'?
  • Triple A 24.05.2019 23:10
    Highlight Highlight Während T. May stets mit offenem Visier und würdevoll für ihre Ziele kämpfte, ja sich geradezu aufopferte, haben andere nur ihr Ego gepflegt. Es bleibt dabei, ein Brexit ist eine Idiotie, die im europäischen Chaos endet!
  • victoriaaaaa 24.05.2019 23:04
    Highlight Highlight Ja im Nachhinein betrachtet hat Theresa May sicher viele Fehler begangen..., Jedoch wüsste ich von all jenen, die sie als schlechteste Premierministerin sehen gerne einen Vorschlag, wer es denn besser gekonnt hätte - es ist ja nicht so dass man sagt: der hätte es besser gekonnt. Offensichtlich hat man vor 3 Jahren auch keinen besseren Kandidaten gefunden, welcher sich zur Wahl gestellt hat...!
  • Pinkerton 24.05.2019 22:57
    Highlight Highlight May musste eine Mission Impossible handlen und hatte dafür wenig Unterstützung aus den eigenen Reihen. So schlecht hat sie es in dieser Ausgangslage wahrlich nicht gemacht.
    • Ueli Blocher 25.05.2019 07:36
      Highlight Highlight Doch sogar ganz schlecht!
      Denn sie hat nie Versucht mit den anderen Players als die in der eigenen Partei, ihr Ziel zu Erreichen. Ist halt wie die SVP, die mit Ihren Initiativen meist nur auf die Eigenen Wähler Ziehlt und deshalb meist Abstürzt.
      May hätte eine Regierung der Einheit Formen müssen oder das Volk Befragen! Und so wieder das Heft des Handels an sich reissen zu können. Aber sie ist nur der Handvoll Hard Brexit Fans von ihrer Linie zu Überzeugen, die Opposition und Bevölkerung waren Ihr viel zu lange Egal! Trump Stil!
      lso ganz Schwach!
  • Amadeus 24.05.2019 22:51
    Highlight Highlight Natürlich hat sie Fehler gemacht. Aber mit der Opposition zu verhandeln hätte auch nicht viel genützt, da Jeremy Corbyn sich stets geweigert hat, klar Stellung zu beziehen. Zudem bin ich der Meinung, dass Theresa May zwar als überfordert, aber nicht als schwach angesehen wird. Im Gegensatz zu anderen Politikern hat sie sich der Verantwortung gestellt und ist nicht davongelaufen. Das ist übrigens auch die Meinung von vielen Briten hier in der UK (ohne Anspruch auf Representativität)
  • Don Alejandro 24.05.2019 22:50
    Highlight Highlight Ein Land zu regieren, in welchem zwei fast gleich grosse Blöcke so fundamental unterschiedliche Meinungen repräsentieren (Brexitier und Remainer) ist wahrlich nicht einfach. Da lobe ich mir die helvetische Kompromissgesellschaft.
  • Mariokart-Luigi 24.05.2019 22:46
    Highlight Highlight Wohl kaum, dass die Schuld nur bei Theresa May liegt! Weder den Austritt noch sämtliche verhandelten Austritt Szenarien wurden durchs Parlament gut geheissen. Erstaunlich, dass sie diese Schmierenkömmödie so lange mitmachte...

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