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Stand Rundschau-Moderator Sandro Brotz Rede und Antwort: Syriens Machthaber Baschar al-Assad. bild: screenshot watson/srf

Kommentar

Syriens Machthaber Assad im SRF-Interview: The World According to Bashar



Der vorab veröffentlichte Clip des «Rundschau»-Interviews mit dem syrischen Präsidenten liess nicht darauf hoffen, dass Bashar al-Assad ein strenges Interview bestreiten würde.

Auf die Frage, wie er den Kindern von Aleppo helfen wolle, sagte er erwartungsgemäss, das sei den Terroristen zuzuschreiben. Doch der Ausschnitt trügt: Moderator Sandro Brotz und seine Redaktion haben harte Fragen vorbereitet – während Assads einzige Bedingung war, dass das Gespräch nicht gekürzt oder geschnitten werden darf. 

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Der Ausschnitt, der vorab zu sehen war. Video: srf

Dass es in dem Interview Propaganda geben wird, war ohnehin absehbar. Und wenn US-Aussenminister Johny Kerry Präsident Assad mit dem unseligen Adolf-Hitler-Vergleichbar brandmarken muss, kommt es ja auch in den Nachrichten – obwohl es sogar dehumanisierende Propaganda ist – und nicht zuletzt die Bestialität des deutschen Diktators verwässert.

Assad: Westen will Marionetten installieren

Und natürlich hat es Assad tunlichst vermieden, Hitler-esque zuzugeben, er unterdrücke eine politische Opposition, foltere in seinen Gefängnissen, habe Chemiewaffen benutzt oder gar Brand- und Fassbomben abwerfen lassen. Bemerkenswert ist aber, dass Brotz danach gefragt hat, und der Mann Stellung bezog.

Assad im Interview mit Sandro Brotz. bild: srf

Seine Grundposition im Konflikt: Der Westen breche seit Jahren internationales Recht – beginnend mit «George Bush, der ohne Mandat des Sicherheitsrats in den Irak einmarschiert ist» über «Cameron und Sarkozy, welche ohne Mandat Libyen zerstört haben» bis zu Syrien.

«Wir verteidigen unser Land gegen Terroristen, die als Stellvertreter für andere Länder in Syrien einmarschiert sind.»

Baschar al-Assad

Der Westen unterstütze seit fünf Jahren seine Gegner, so Assad. Auf der einen Seite stehen laut Assads Weltbild die «Freunde» der Syrer: Russland, China und – vom Westen abgesehen – der Rest der Welt. Und der 51-Jährige Feind Washingtons, der ausgerechnet am 11. September geboren wurde, legt seinen Finger in die Wunden der Militärallianz, die gegen ihn kämpft.

«[Ich spreche von] der Rolle von Katar, der Türkei, Saudi Arabien, welche diese Terroristen mit Geld und Logistik unterstützen, von der Rolle des Westens bei der Unterstützung dieser Terroristen, entweder mit Waffen oder Propaganda und Publizität.»

Er wirft ja berechtigte Fragen auf, nur tut Assad das bei der Frage, wie er seinen Kindern den Konflikt erklären würde. Das nennt man dann wohl Propaganda und Gegenpropaganda. Aber im (Propaganda-)Krieg – «wie in jedem Krieg der Weltgeschichte» – gibt es Fehler und ungewollte Opfer, weiss Assad. «Dann müssten wir diesen spezifischen Vorfall prüfen.»

FILE- In this file frame grab taken from video on Wednesday, Aug. 17, 2016, which provided by the Syrian anti-government activist group Aleppo Media Center (AMC), 5-year-old Omran Daqneesh sits in an ambulance after being pulled out or a building hit by an airstirke, in Aleppo, Syria. Nearly 100 children were killed in a single week in Aleppo as Syrian and Russian warplanes sought to bombard into submission the rebel eastern districts of the city that have held out against Syrian government forces for five years. Without hope for the future, no regular schooling and little access to nutritious food, the children of Aleppo and their parents struggle to survive and fear the threat an imminent ground offensive.(Aleppo Media Center via AP, File)

Nur gestellt? Flüchtlingsjunge Omran in Aleppo. Bild: AP/Aleppo Media Center

Amnesty-Berichte über 18'000 Folter-Tote? Von Katar finanziert. Das Bild des kleinen, blutbeschmierten Buben Omran? Gestellt von den «White Helmets», die von Islamisten kontrolliert das Image Assads ruinieren wollen. Berichte über Chemiewaffen-Einsätze? Erst getürkt, und dann hätten die USA eine zweite UNO-Inspektion verhindert.

«Die Mehrheit wird in der Schule, im Spital, auf den Strassen oder sonst irgendwo von Granaten der Terroristen beschossen.»

Assad auf die Frage, ob seine Flugzeuge Zivilisten töten

Die Fragen perlen an Assad ab wie auf einem Lotusblumen-Blatt. Und wenn er sagt, nach den Kindern Aleppos habe vor vier Jahren, als der «IS» übernahm, auch kein Hahn nach gekräht, muss man ihm Recht geben.

Aber dass dieser Mann derart auf der Seite des (internationalen) Rechts steht, nimmt man dem Präsidenten dennoch nicht ab. Auf die Frage, ob er denn das Internationale Rote Kreuz seine Gefängnisse inspizieren lassen würde, sagt er, das könnten in seinem Laden nur die zuständigen Institutionen genehmigen. 

In seine Seele blickt man dieser Reklame aus Damaskus – propagieren heisst ja: für etwas werben – nur einen kurzen Moment. Als Brotz ihn fragt, warum er sich als sicherer Kriegsgewinner sehe, sagt Assad:

«Wenn du das nicht glaubst, verlierst du. Ein Teil des Krieges besteht darin, an den Sieg zu glauben. Darum ist es offensichtlich, dass man einfach daran glauben muss.»

Umfrage

Wärst du Assads PR-Berater, bekäme sein Auftritt Note ...

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Wie bewertest du die Arbeit der SRF-Journalisten?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Flexon 20.10.2016 12:21
    Highlight Highlight Assads Medienmanöver ist perfekt aufgegangen, wie an den Kommentaren hier abzulesen ist. Es geht leider immer wieder vergessen, dass Autokraten eine herausragende Begabung haben: sie können so lügen, dass alle glauben, jetzt hat einer einmal die Wahrheit ausgesprochen. Inspektionen in meinen Gefängnissen? Darüber habe ich ja noch gar nie nachgedacht. Müsste man mal bei Gelegenheit diskutieren...
    • supermario1 20.10.2016 12:40
      Highlight Highlight Danke für den Kommentar! Offenbahr ist es so eine eigenart der menschlichen Psychologie. Wie z.b. die Putinversteher. Habe ich nie verstanden und werde ich hoffentlich auch nie. Klar, mit Blick auf Lybien ist es schwierig zu sagen wer genau der Böse ist, bzw. Wie es besser hätte ausgehen können. Dass man Assad jedoch glauben schenken kann in Bezug auf seine Kriegstreiberei finde ich äusserst rätselhaft...
    • D(r)ummer 20.10.2016 13:09
      Highlight Highlight Die Masse ist zu doof um es erkennen zu können, wenn einer mal die Wahrheit sagt. Siehe "Shitstorms auf Twitter" etc. (Ich behaupte nicht, dass Assad hier die volle Wahrheit sagt). Also was soll's? Für die einen lügt der Pressesprecher, die anderen selbst.
      Am besten, man glaubt Geschichten von Menschen aus dem vertrauten Umfeld die nicht aus den Medien stammen :)
    • Flexon 20.10.2016 16:39
      Highlight Highlight @Blaubar
      Ich schätze es, dass Sie sich weitergehend mit der Materie auseinandergesetzt haben. Assad sagt, die Aufständischen seien keine Syrer? Ist dem Glauben zu schenken? Gewiss, unterdessen tummeln sich Söldner von überallher unter den Rebellen. Aber ein Minderheiten-Präsident, dessen Vater sich militärisch an die Macht geputscht hat, geht davon aus, dass er vollen Rückhalt im Land hat? Ich bitte Sie, wir Schweizer kennen uns aus mit Politik. Assad wurde mit 97% zum Präsidenten gewählt?? Ich gebe Ihnen einen Tip: bei der Bank Geld & Goldi erhalten Sie 65% Zins auf Ihre Einlagen.
  • D(r)ummer 20.10.2016 11:19
    Highlight Highlight Der Terrorismus ist gefährlich für unsere Welt und gehört meiner Meinung nach zuerst vernichtet, danach kann Assad weg. (Aber nicht umgekehrt, wie es die USA zugeben)
    Leider Gottes braucht die Welt den Assad! Egal was für ein Typ er ist, er kennt sein Volk und die Umstände bestens.
    Der Westen sollte kapiert haben, dass zuerst ein Problem gelöst werden muss und erst danach die Regierung rangenommen werden sollte (Hussein, Gadaffi).
    Irgendwie vermisse ich (als Billag-Zahler^^) genaue Analysen über Assads Vorwürfe (Amnesty-Spender, Weisshelme etc.). Die Rundschau habe ich gesehen.
  • Angelo C. 20.10.2016 11:13
    Highlight Highlight Assad hat auf mich mehrheitlich einen abgeklärt-vernünftigen Eindruck gemacht, viele seiner Aussagen sind schlüssig und aus neutraler Sicht nachvollziehbar.

    Die Vorwürfe an die Adresse der USA & Saudiarabien, Waffenlieferanten aller nur möglichen Rebellengruppierungen, sind zutreffend, zumal man nicht einmal mehr weiss, für welche Ziele diese stehen und gegen wen sie untereinander kämpfen.

    Er hat auch recht, wenn er sich mit anderen Ländern vergleicht, wo die Amis und andere Westler die Staaten Saddams und Gaddhafis ruiniert und Hundertausende von Toten kreiert haben.

    Pelda = Schwätzer 🙄

  • babinski 20.10.2016 07:43
    Highlight Highlight fand das interview mutig und sehr gut! von beiden Seiten professionell parteilos und einfach so wie die Welt tickt.leider verlernen die Menschen selbst zu denken oder fürchten sich vor Reaktionen.bin selber aus dem Iran und ich weiss was im Nahost abgegangen ist.bevor der Westen eindrang waren die Menschen gebildet und frei.und jetzt?et voilà! syrien war nun noch das letzte intakte unabhängige Land im Nahost aber siehe da der Westen trifft ein.Daniele Ganser ist eine gute Referenz mit viel hist.Wissen.
    • supermario1 20.10.2016 13:00
      Highlight Highlight Babinski, ich finde es etwas zu einfach, wenn man sagt dass der Westen Schuld ist. Zw. 2006-2011 herrschte extreme Dürre womit die Leute in die Stadt zogen. Auch ist die Bevölkerung in Syrien in den letzen 30 Jahren geradezu explodiert (ca. Verdreifacht) etc. Ich habe des Weiteren den Eindruck, dass Syrien extrem heterogen ist in Bezug auf Bevölkerung. Das ist der Nährboden des Kriegs, nicht Assad, nicht der Westen. Der IS profitert als Sekte davon, weil genügend Leute keine Prespektive mehr haben... Terror ist nicht ausmerzbar, da Sekte...
    • opwulf 20.10.2016 13:25
      Highlight Highlight Mossadeq! Ich kann jedem die ZDFinfo Doku "Putsch im Iran" empfehlen! Es erklärt, wieso die Dinge heute so sind, wie sie sind! Aber ich muss auch sagen dass der Iran heute mit Rohani eine Persönlichkeit hat, die hoffentlich noch viel Bewirken kann! Es wäre dem Iranischen Volk sehr zu wünschen!
    • opwulf 20.10.2016 14:19
      Highlight Highlight Supermario1: Das hat sicher auch einen Einfluss - aber dieses hier eben so viel wenn nicht gar mehr!

      Play Icon

    Weitere Antworten anzeigen
  • Olf 20.10.2016 01:55
    Highlight Highlight Würde man diesen Mann seine Arbeit machen lassen und ihn dabei unterstützen, wäre schon lange ruhe in diesem Land. Gleiches galt z. Bsp. für Irak und Libyen, aber da ist der Zug leider schon abgefahren.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 20.10.2016 05:05
      Highlight Highlight Das sind operationelle Angelegenheiten dieser "Institutionen", konkret Armee und Polizei.

      Das IKRK kann Informationen zum Status der Gefangenen einfordern. Sind es zivile Strafgefangene, politische oder Kriegsgefangene? Das IKRK kann auch ein Inspektionsrecht einfordern. Die Assad-Institutionen können sich kaum widersetzen, weil das Hinweise auf Kriegsverbrechen wären.

      Solcherlei Hinweise gab es zB. aus Abu Ghraib. Nur dumm, dass die USA für ihre Kriegsverbrechen nicht gerade stehen müssen.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Strafgerichtshof#Ablehnung_des_IStGH
    • Soli Dar 20.10.2016 07:44
      Highlight Highlight Abu Ghraib war die Hölle auf Erden, die Irak Kriege ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Kam irgendwie jemand vors Kriegsverbrecher Tribunal? Hat Amnesty, eine Petition nach der anderen, gestartet? Gab es da Hitlervergleiche? Kein Land tötete seit Ende Des 2. Weltkrieges mehr Menschen als die USA, keiN Land führte mehr Regime changes durch und kein Land folterte mehr Menschen oder exportierte mehr Waffen. Das macht Assad nicht besser, zeigt aber wie wir im Westen auf einem Auge blind sind.
    • Baccaralette 20.10.2016 12:54
      Highlight Highlight Nein Soli Dar, ich denke nicht, dass du pauschal sagen kannst, dass der Westen auf einem Auge blind ist. Wie willst du die USA zu etwas zwingen? Das wäre etwa so wie wenn du dich vor einen wütenden Elefanten stellst. Viele Leute sind je länger desto mehr nicht mehr mit der Vorgehensweise der USA einverstanden, das hilft aber nichts, weil sie keine Amerikaner sind. Und die Amerikaner sind momentan mit etwas anderem beschäftigt..
  • The Destiny // Team Telegram 20.10.2016 01:47
    Highlight Highlight Der Kommentar wird dem Interview kaum gerecht :/
    Das wäre ausführlicher gegangen.
  • Mitt 20.10.2016 01:08
    Highlight Highlight Das Assad und Putin keine Heiligen sind ist klar, aber dass auch in der anschliessenden Diskussion in der Rundschau keine richtige Analyse der Hintergründe dieses Kriegs stattgefunden hat, ist eine verpasste chance.
    Daniele Ganser, der Schweizer historiker, hätte zum Syrienkonflikt sicher noch spannende Hintergründe liefern können! Aber so mutig ist der SRF nicht!
    Play Icon
    • Mitt 20.10.2016 13:26
      Highlight Highlight Ja aber die wahren Hintergründe zu verstehen ist wichtig! Das erste Video ist dazu wohl eher zu kurz, man muss sich damit befassen wenn man es verstehen will. Leider helfen die grossen Medienhäuser helfen nicht bei der Aufklärung der Hintergründe. Hier ein ähnliches video ein bisschen ausführlicher.
      Play Icon
    • Mitt 20.10.2016 14:15
      Highlight Highlight @xlt mit welchen Aussagen disqualifiziert er sich denn?
    • Gino Brenni 01.11.2016 15:01
      Highlight Highlight Natürlich ist das SRF nicht so mutig! Denn das hiesse, man müsste Figuren, die es wagen, hinter den Vorhang zu gucken, in eine Sendung einladen und sich hinterher bei den Zuschauern erklären. Dass Ganser als einer von ganz wenigen sich ein Leben lang zu verdeckten Operationen, Regime Change und Geopolitik durch Umstürze befasst hat, interessiert den Brotz doch nicht. Lieber die eigene einfache Weltsicht bestätigen lassen: Assad, Putin = böse, NATO/Westen = die Retter der freien Welt.
  • SVARTGARD 19.10.2016 23:38
    Highlight Highlight Er sieht aus wie ein Psychopath.
    • Bowell 20.10.2016 13:00
      Highlight Highlight Ich mag Brotz auch nicht, und ja, er hätte sich rasieren können, aber als Psychopath würd ich ihn dann doch nicht bezeichnen;). Er hat seine Sache (diesesmal) recht gut gemacht.
  • Thomas Rohrer 19.10.2016 23:20
    Highlight Highlight Danke für diesen Beitrag. Endlich bekommt man einen Einblick von der anderen, nicht westlichen Seite.
    • The Destiny // Team Telegram 20.10.2016 00:17
      Highlight Highlight @Schüpbach, wollen sie nicht oder können sie nicht?
      Hier als Hilfe gidf.ch oder sie nehmen sich am Riemen und hören auf zu Trollen. ersteres hilft Ihnen herauszufinden was der Westen ist, letzteres braucht es um das ganze zu verstehen.
  • Randy Orton 19.10.2016 23:15
    Highlight Highlight Herr Brotz hat Assad leider nur einmal ins Dribbeln gebracht, als er nachgehakt hat, ob also das rote Kreuz in die Gefängnisse gehen dürfe. Schade hat er den Ursprung des Krieges, die Demonstrationen gegen Assad und die Erschiessungen von Demonstranten, nicht angesprochen. Ausserdem wäre eine Frage zu Wahlen bzw. Demokratie in Syrien allgemein spannend gewesen. Wahrscheinlich hätte Assad da ebenfalls gesagt, dass dies nicht in seiner Verantwortung liege und er zuerst seine Institutionen befragen müsse, ob das möglich sei. Alles in allem nützt das Interview so nur Assad selbst.
    • NWO Schwanzus Longus 20.10.2016 00:08
      Highlight Highlight Blaubar, ja er hat grosse Unterstützung von der Bevölkerung aber Merkel hat die nicht. Die ganzen Umfragen gaukeln das nur vor da die Meinungsinstitute eng mit den Parteien der Regierung arbeiten wie Forsa oder Emnid. Merkel ist sehr unpopulär.
    • The Destiny // Team Telegram 20.10.2016 00:12
      Highlight Highlight @Orton, Stimme dir zu man hätte nach mehr Fragen können, aber die Fragen die gestellt wurden waren auch nicht ohne.

      Mich hätte eine genauere beleuchtung des Bewaffneten aufstandes Interessiert, was die Gründe dafür waren und was es möglich machte.
    • äti 20.10.2016 00:23
      Highlight Highlight @blau: eben, breitflächiger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 19.10.2016 22:59
    Highlight Highlight Das Gespräch war in dem Sinne interessant, dass es Einblick in die Psyche eines Verdrängungskünstlers gab.
    Assad spricht von seiner "legitimen Regierung" von Syrien.
    Eine Diktatur kann aber nicht als "legitim" gelten!
    Über das Syrische Foltergefängnis will er ebenso wenig Bescheid wissen, wie über abgeworfene Fassbomben und Giftgas.
    Alles seien Erfindungen der Westlichen Propaganda.
    Leider hat der Lügner Assad teilweise recht seiner Unterstellung, dass im "Westen" ebenfalls sehr viel gelogen und manipuliert wird.
    Das macht seine Schandtaten aber nicht besser!
    Assad ist auch ein Teufel.
    • rodolofo 20.10.2016 08:37
      Highlight Highlight @ blaubar
      Ja ich habe das Interview gesehen.
      Offenbar ist sich Assad nicht gewohnt, kritische Fragen zuzulassen. So stellte er sich zwischendurch immer wieder selber Fragen und beantwortete sie, im Stile von "Wenn Sie mich das und das würden, dann würde ich Ihnen das und das antworten.
      Wenn Assad darüber theoretisiert, dass ein Staatsoberhaupt, der seine eigene Bevölkerung angreift, die Unterstützung dieser Bevölkerung verlieren wird, dann steckt in diesen Überlegungen ein Stück Selbsterkenntnis.
      "Ja, Herr Staatsterrorist Assad, genau so ist es!"
    • The Destiny // Team Telegram 21.10.2016 11:34
      Highlight Highlight Interesantes zu den Wahlen in Syrien

      DAS WAHLJAHR 2007 IN SYRIEN
      http://www.diplomaticobserver.com/yazdir?19A70E4A1FFB69523D585F7BCB76112B
  • sam71 19.10.2016 22:57
    Highlight Highlight Assad hatte sein Land im Griff, bis 'der Westen' eingegriffen hat. Würde 'der Westen' nicht die Opposition unterstützen, wäre der Krieg schon längst zu Ende.
    • äti 20.10.2016 00:26
      Highlight Highlight So einfach ist die Welt. Und Sie hocken jahrelang auf diesem Wissen.
    • Lami23 20.10.2016 11:50
      Highlight Highlight In einem harten und verbrecheriscchen Griff. Seine Gegner sind falsch und unüberkegt vorgegangen. Assad bleibt aber trotzdem ein Verbrecher.
  • Soli Dar 19.10.2016 22:13
    Highlight Highlight Bei allen Schandtaten die Assad begeht oder begangen hat, seine Furcht vor einem westlich inszenierten Regimechange ist durchaus berechtigt bzw. begründet. Zudem ist der Westen, namentlich USA und deren Verbündete, namentlich Saudi Arabien, Katar und Türkey alles andere als unschuldig an der Entwicklung in Syrien und im Irak. Warum USA, Saudi Arabien und Türkei so viel besser sein sollen als Iran, Russland und Assad ist mir auch ein Rätsel.
    • Maett 19.10.2016 22:44
      Highlight Highlight @Ben88: stimmt. Es geht nämlich immer um dasselbe: Rohstoffe. Im aktuellen Fall um die von Assad verhinderte Erdgas-Pipeline zwischen Katar und der Türkei (was Katar dazu nötigt das Gas teuer zu verflüssigen).

      Was ist dann passiert? Katar (und Saudi Arabien) haben Syrien mit Radikalen geflutet und versucht, einen einigermassen stabilen Gottesstaat zu errichten; wenn man dabei die syrischen Schiiten, Alewiten, Jesiden etc. losgeworden wäre, wär's wohl auch Recht gewesen.

      Und das bis heute mit dem Segen unserer Medienlandschaft und den westlichen kriegsführenden Staaten.
    • äti 19.10.2016 23:53
      Highlight Highlight @maett: "Und das bis heute mit dem Segen unserer Medienlandschaft und den westlichen kriegsführenden Staaten.".
      Und Sie sind ein Bestandteil Ihrer Aussage, Sie decken einfach nur "Ihren" Aspekt ab. Das die Medaille zwei Seiten hat ignorieren Sie einfach.
      Vielleicht könnte das den inneren Frieden stören?
    • Maett 20.10.2016 00:23
      Highlight Highlight @äti: hm, ich verstehe nicht ganz, was Sie sagen wollen. Können Sie folgenden Teil umformulieren, dass er auch von einem Analphabeten wie mir verstanden werden kann? :-)

      "Und Sie sind ein Bestandteil Ihrer Aussage, Sie decken einfach nur "Ihren" Aspekt ab."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä Brändon 19.10.2016 22:04
    Highlight Highlight Assad stellt sich immer wieder den westlichen Journalisten. Wie steht's mit den anderen?
    • NWO Schwanzus Longus 19.10.2016 23:05
      Highlight Highlight Er jammert nicht sondern sagt was Sache ist. Diese Rebellen haben zu 99% ein Islamistisches Weltbild. Wieso sollte man diese Unterstützen? Sie sind für die schlimmsten Massaker verantwortlich und unterscheiden sich vom IS nur marginal. Wie würde die Schweiz reagieren wenn Rebellen die Hälfte von Zürich erobern? Genauso mit militärischer Gewalt weil es anders dann nicht geht.
    • WeischDoch 20.10.2016 02:28
      Highlight Highlight Liebe Ursula. Die genannten westlichen Untersuchungen kommen ein bischen spät nicht? Und nein kein Politiker ist hinter Gitter wegen dem Irak. Aber fragen sie doch mal Obama, Cameron, Erdogan oder den SaudiKönig ob sie solch ein Interview geben möchten...keine Infos zu den Fragen im vorab und unzensiert...am besten Live. Assad hat sich eher Gefestigt durch dieses Interview. Keine reine Weste nein aber seine Argumentstion war bestimmt nicht die Dümmste. Der typ hat Köpfchen.
    • Flexon 20.10.2016 16:47
      Highlight Highlight @DJ Terror
      Wie würde denn die Schweiz reagieren, wenn für die Wahl eines bestimmten Bundesrates eigens die Verfassung geändert würde. So geschehen 2000 in Syrien, nachdem der alte Herrscher verstorben war und der junge Herrscher (sein Sohn) zu jung war für das Präsidentenamt. Die Mehrheit der Schweizer würde ihn lieben!

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