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Regierungsanhänger stürmen Parlament in Venezuela



Regierungsanhänger haben am Mittwoch das von der Opposition beherrschte Parlament in Venezuela gestürmt. Dutzende Angreifer mit Stöcken drangen in die Gärten des Parlaments ein und warfen Feuerwerkskörper, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten.

Mindestens ein Abgeordneter der Nationalversammlung wurde dabei verletzt. Laut Augenzeugenberichten soll es sich bei den Angreifern um Schlägertruppen handeln, die den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro unterstützen.

Die Abgeordneten hatten sich aus Anlass des Nationalfeiertags, der an die Unabhängigkeit vom spanischen Kolonialreich 1811 erinnert, zu einer Sondersitzung versammelt. Zunächst seien Explosionen im Garten des Parlaments zu hören gewesen, bevor die Angreifer in das Innere des Gebäudes eindrangen.

Das Parlament in Caracas wird von der konservativen und rechtsgerichteten Opposition beherrscht. Sie macht den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Seit April gehen in Venezuela beinahe täglich tausende Menschen auf die Strasse, um den Rücktritt von Maduro zu fordern. Bei den Protesten kamen bisher 91 Menschen ums Leben. Der sozialistische Präsident beschuldigt die Regierungsgegner, mit Unterstützung der USA einen Staatsstreich gegen ihn zu planen. (sda/afp/dpa)

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