International
Lateinamerika

Besiegte Partei legt Einspruch gegen Wahlergebnis in Guatemala ein

Besiegte Partei legt Einspruch gegen Wahlergebnis in Guatemala ein

26.08.2023, 07:0926.08.2023, 07:09

Fünf Tage nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Guatemala hat die unterlegene Partei UNE den Sieg des Sozialdemokraten Bernardo Arévalo angefochten. Eine Klage wegen Wahlbetrugs sei bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht worden, teilte der Anwalt der Partei der Kandidatin Sandra Torres am Freitag vor Journalisten mit. Die Ex-First-Lady hat ihre Niederlage bislang nicht eingeräumt.

Presidential candidate Bernardo Arevalo speaks during a press conference after preliminary results showed him the victor in a presidential run-off election in Guatemala City, Sunday, Aug. 20, 2023. (A ...
Hat die Stichwahl gewonnen: der Sozialdemokrat Bernardo Arévalo.Bild: keystone

Der 64-jährige Arévalo, der die weit verbreitete Korruption in dem mittelamerikanischen Land nach eigenen Aussagen bekämpfen will, kam am Sonntag im zweiten Wahlgang auf 58 Prozent der Stimmen. Torres, die für die Kontinuität stand, erhielt 37 Prozent. Das vorläufige, offizielle Ergebnis muss noch von der Wahlbehörde bestätigt werden. Bereits bei den vorherigen beiden Wahlen war Torres jeweils in der Stichwahl gescheitert.

Der Wahlprozess war überschattet von ständigen Versuchen aus dem Machtzirkel und der Generalstaatsanwaltschaft, den unerwarteten Vorsprung Arévalos mit juristischen Mitteln zu stoppen. Unmittelbar nach der Stichwahl wurden Ermittlungen gegen Arévalos Partei Movimiento Semilla (Bewegung Saatkorn) wieder aufgenommen. Auch gegen die Präsidentin der Wahlbehörde und andere Behörden wird ermittelt.

Arévalo soll am 14. Januar als Nachfolger des konservativen Präsidenten Alejandro Giammattei das Amt antreten. Zuletzt hatte Arévalos Team berichtet, es gebe Attentatspläne gegen ihn. Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte mit Sitz in Washington forderte die Regierung Guatemalas am Donnerstag auf, dringende Vorsorgemassnahmen zu ergreifen, um Arévalo besser zu schützen. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Eurowings macht Ernst: Mallorca steht vor grossen Veränderungen
Mallorca in der Nebensaison: leer, ruhig, erschwinglich. Genau deshalb reisen viele in der Nebensaison. Doch Eurowings hat andere Pläne – und die könnten das Ende der besonderen Mallorca-Erfahrung bedeuten.
Wer im Oktober nach Mallorca fliegt, tut das oft ganz bewusst: Die Strände sind leerer, die Restaurants haben wieder Platz, die Wanderwege gehören einem fast allein. Keine Warteschlangen am Mietwagenschalter, keine überfüllten Busse zur Cala Millor und keine Ballermann-Beschallung bis vier Uhr morgens. Die Nebensaison ist für viele Mallorca-Reisende nicht der Kompromiss – sie ist der Gold-Standard.
Zur Story