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Hurrikan Beryl: Venezuelas Vizepräsidentin von Baum getroffen

A tree lies on the roof of a house in Kingstown, St. Vincent and the Grenadines, after Hurricane Beryl on Monday, July 1, 2024. (AP Photo/Lucanus Ollivierre)
«Beryl» hinterlässt in der Karibik eine Spur der Verwüstung.Bild: keystone

Hurrikan «Beryl»: Venezuelas Vizepräsidentin von Baum getroffen

Während des starken Hurrikans «Beryl» ist Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nach Angaben der Regierung von einem umstürzenden Baum getroffen worden.
03.07.2024, 07:3303.07.2024, 07:33

«Sie stand in einem Papaya-Hain, als eine starke Böe mehrere Bäume fällte und einer auf sie stürzte», sagte der Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, in einer im Fernsehen übertragenen Rede vor Anhängern. «Es hat sie heftig erwischt, aber sie ist bei Bewusstsein. Sie ist stark. Sie hat mir gerade geschrieben und sendet Grüsse.»

Viele Schäden nach Hurrikan – zwei Tote in Venezuela

Rodríguez war in den Bundesstaat Sucre gereist, um die Beseitigung der von Tropensturm «Beryl» verursachten Schäden zu beaufsichtigen. Der Hurrikan war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde durch die Karibik gezogen. In Venezuela kamen zwei Menschen ums Leben. Der Fluss Manzanares trat über die Ufer, über 600 Häuser wurden beschädigt. Die Regierung verlegte 3600 Polizisten und Katastrophenschützer in die Region im Norden des Landes und schaffte 2000 Tonnen Hilfsgüter in das Katastrophengebiet.

Vizepräsidentin Rodríguez ist eine der einflussreichsten Politikerinnen in dem autoritär regierten Land. Der früheren Aussenministerin untersteht unter anderem der Geheimdienst Sebin, dem zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Ihr Bruder Jorge Rodríguez ist Präsident der Nationalversammlung. (sda/dpa)

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Hurrikan Beryl hinterlässt Zerstörung in Karibik
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Die internationalen Reaktionen auf Trumps Venezuela-Angriff
Die militärischen Angriffe der USA auf Venezuela und die von Präsident Donald Trump verkündete Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro sorgen weltweit für heftige Reaktionen. Kritik, Warnungen vor einem Bruch des Völkerrechts und Appelle zur Deeskalation kommen aus Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten – und auch aus den Vereinigten Staaten selbst.
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