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Willkommen an Bord, Fräulein! Easyjet irritiert mit sexistischer Anrede

epa08825331 (FILE) - Passengers board the EasyJet Airbus A320 flight EZY5569 at Tegel international airport in Berlin, Germany, 05 January 2018 (reissued 17 November 2020). Easyjet will release their  ...
Passagiere steigen in eine Easy Jet Maschine ein.Bild: keystone

Willkommen an Bord, Fräulein! Easyjet irritiert mit sexistischer Anrede

Wer bei der Billigairline online ein Ticket kauft, wähnt sich beim Ausfüllen des Buchungsformulars in der Vergangenheit.
08.04.2025, 07:0908.04.2025, 07:09
Benjamin Weinmann / ch media

Der Prozess ist an sich bei allen Airlines der gleiche: Man wählt den gewünschten Flug auf der Website aus, und vor der Bezahlung füllt man die Angaben zur Person aus. Dazu gehört auch die Anrede. Bei der Swiss wird den Passagieren eine grosse Auswahl geboten. Von Frau und Herr über Divers, Doktor, Frau Doktor, Herr Doktor bis hin zu verschiedenen Professoren-Bezeichnungen ist alles dabei. Auch die geschlechtsneutrale Bezeichnung Mx, zum Beispiel für Mx Doktor, lässt sich auswählen.

Anders bei Easyjet Switzerland. Wäre das Internet nicht erst 1989 erfunden worden, könnte man fast meinen, dass das Onlinebuchungsportal der Billigairline in den 1960er-Jahren stecken geblieben ist. Denn wie ein irritierter CH Media-Leser bei einer Ticketbuchung feststellte, ist die Auswahl bei der Anrede-Option äusserst beschränkt. Sie beinhaltet bloss Herr, Frau, Ms. und Fräulein.

A flight attendant offers the passengers a piece of chocolate before the arrival in Oslo, pictured on April 12, 2013, in an Airbus A319. The Airbus A319, an aircraft of Swiss International Air Lines,  ...
Eine Flugbegleiterin der Swiss.Bild: KEYSTONE

Sprich: Easyjet unterscheidet nach wie vor zwischen verheirateten und nicht verheirateten Frauen, auch wenn es zumindest die neutrale Variante Ms. im Angebot hat, welche den Familienstatus nicht verrät.

Weshalb hält Easyjet an dieser sexistischen Auswahl fest? Hält die Airline dies nach wie vor für zeitgemäss? Kommt hinzu, dass Easyjet die Anrede für nonbinäre Personen – gewollt oder ungewollt – vergessen hat. Ein Divers, so wie beispielsweise bei der Swiss, ist im Formular nicht zu finden. Weshalb? Und gibt es zumindest Überlegungen, dies zu ändern?

CH Media hat Easyjet mit all diesen Fragen konfrontiert. Doch die Airline lässt verlauten, zu diesem Thema keinen Kommentar abgeben zu wollen. Bereits 2018 berichtete «Der Spiegel» über das fragwürdige Festhalten an der Fräulein-Option bei Easyjet. Geändert hat sich daran offensichtlich bis heute nichts – trotz Bekenntnissen zum Thema Diversität und Inklusion auf der eigenen Website. (aargauerzeitung.ch)

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