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Liveticker

Zwei Katzen in den USA angesteckt +++ Flugverkehr bricht 2020 um zwei Drittel ein

Die Coronavirus-Pandemie dauert weiter an. Alle internationalen News zu Covid-19 im Liveticker.



Sars-CoV-2 in der Schweiz
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Team watson
22:48
Tschechien hebt Ausgangsbeschränkungen nach Gerichtsurteil auf
Die tschechische Regierung hat die seit Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen überraschend aufgehoben. Dies gelte ab Freitag, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am späten Donnerstagabend in Prag. Seit dem 16. März durften die Bürgerinnen und Bürger nur zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder auf Spaziergänge in Grünanlagen gehen. Damit sollte die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eingedämmt werden.

Das Minderheitskabinett reagierte damit auf die aktuelle Entscheidung eines Gerichts in Prag, das die bisherigen Massnahmen aus formalen Gründen für rechtswidrig erklärt hatte. «Wir respektieren dieses Urteil», sagte Vojtech von der populistischen Partei ANO des Regierungschefs und Multimilliardärs Andrej Babis. Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern blieben verboten.

Aufgehoben wird damit auch das Ausreiseverbot für tschechische Bürger. Nach der Rückkehr müssen sie einen negativen Test auf das Coronavirus vorlegen oder in eine 14-tägige Quarantäne. Der weitgehende Einreisestopp bleibt nach Angaben des Innenministeriums bestehen - mit neuen Ausnahmen für Geschäftsleute aus EU-Staaten.

Das Kabinett beschloss zudem Erleichterungen für tschechische Berufspendler, die in Deutschland oder Österreich arbeiten. Sie dürfen nun täglich die Grenze überqueren, wenn sie alle 14 Tage einen neuen, aktuellen Test auf das Coronavirus vorlegen können.
epa08379355 People stand in line for testing for Coronavirus antibodies in Prague, Czech Republic, 23 April 2020. Czech Republic starts voluntary testing for coronavirus antibodies in a few cities across  the country on 23 April 2020, and plans to test 27.000 people in age between 18 and 89. A test-based study should show further information about collective immunity and how many people have come into contact with COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/MARTIN DIVISEK
20:36
Macron: Noch harte Diskussionen über EU-Hilfen in der Corona-Krise
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartet noch schwierige Diskussionen über finanzielle Hilfe für EU-Staaten in der Corona-Pandemie. «Es gibt Meinungsverschiedenheiten», sagte Macron am Donnerstagabend nach einem Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. In einigen Staaten gebe es Grundhaltungen und politische Zwänge, die zu «sehr harten Positionen» führten.

Die Antwort der Länder in Europa auf das Coronavirus sei unterschiedlich ausgefallen, sagte Macron. «Diese Asymmetrie wird sich verstärken, wenn wir sie nicht korrigieren», warnte Macron. Sie könne den Zusammenhalt der Länder mit der gemeinsamen Euro-Währung und den Binnenmarkt in Gefahr bringen.

Es werde in Zukunft massive Hilfsprogramme brauchen, sagte Macron. Der Schock für die europäische Wirtschaft sei beispiellos. «Auf die Grösse dieses Schocks braucht es eine solidarische, organisierte und starke Antwort.» Besonders betroffene Branchen und Regionen müssten nicht nur Darlehen bekommen, sondern vielmehr Transferleistungen. Dazu gebe es aber noch keine Einigkeit. «Wenn wir einen Teil Europas fallen lassen, wird ganz Europa fallen», warnte Macron.
epa08379772 French President Emmanuel Macron (R) attends a video conference call with members of the European Council at the Elysee Palace in Paris, France, 23 April 2020. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/IAN LANGSDON / POOL
20:21
Von der Leyen setzt auf EU-Budget im Kampf gegen Corona-Krise
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf den gemeinsamen EU-Haushalt. «Ich bin überzeugt, dass es nur ein einziges Instrument gibt», sagte von der Leyen nach mehrstündigen Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs. «Das ist das EU-Budget verbunden mit dem Wiederaufbau-Fonds.» Die Hilfe solle über den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU gesteuert werden. Dabei müsse ein Gleichgewicht zwischen Zuschüssen und Krediten hergestellt werden.
epa08380373 European Commission President Ursula Von Der Leyen speaks during a news conference after a video conferenced EU summit with  European heads of state and governments to discuss measures related to the COVID-19 disease, in Brussels, Belgium, 23 April 2020.  EPA/OLIVIER HOSLET / POOL
20:20
Mehr als 149 900 Corona-Nachweise in Deutschland - 5261 Tote
In Deutschland sind bis Donnerstagabend mehr als 149 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 147 400 Infektionen). Mindestens 5261 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 5018). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Länder ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 103 300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 39 800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1502 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 30 500 Fällen und mindestens 1000 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 29 900 bestätigten Fällen und mindestens 1172 Toten.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 304,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 180,3. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Mit Datenstand 23.4. schätzt das RKI die Reproduktionszahl auf 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder mit Sars-CoV-2 Infizierte einen weiteren Menschen ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.
An employee wearing a face mask in front of a factory building during the production restart of the plant of the German manufacturer Volkswagen AG (VW) in Zwickau, Germany, Thursday, April 23, 2020. Volkswagen starts with step-by-step resumption of production. The car company are completely converting the plant in Zwickau from 100 percent combustion engine to 100 percent electric. (AP Photo/Jens Meyer)
19:51
EU-Gipfel: 500-Milliarden-Hilfspaket angenommen
Der EU-Gipfel hat das vereinbarte Paket mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten gebilligt. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend von Teilnehmern. Auch der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte(Bild) , der zuletzt noch Vorbehalte gegen Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM hatte, habe nicht widersprochen, hiess es. Die Hilfen sollen zum 1. Juni bereitstehen.

Auf das Paket hatten sich die EU-Finanzminister vor zwei Wochen geeinigt. Es enthält drei Punkte – jeweils ein «Sicherheitsnetz» für Jobs, für kleine und mittlere Unternehmen und für angeschlagene Staaten wie Italien oder Spanien, die ohnehin verschuldet sind und nun auch noch von der Corona-Pandemie schwer getroffen werden.

Dazu gehört das Konzept «Sure» der EU-Kommission, das Kurzarbeitergeld in den EU-Staaten unterstützen soll. Dafür sollen die EU-Staaten 25 Milliarden Euro als Garantien hinterlegen. Mit dieser Rückendeckung nimmt die EU-Kommission bis zu 100 Milliarden Euro zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt auf und reicht sie nach Bedarf für Kurzarbeit an EU-Staaten weiter. So sollen Jobs erhalten werden.
Italian Premier Giuseppe Conte adjusts his face mask as he arrives at the Lower Chamber of Deputies of the Italian Parliament, in Rome, Tuesday, April 21, 2020. Conte said the easing of lockdown restrictions for Italy's devastating COVID-19 outbreak will be gradual and evenly distributed throughout the country. Italians have been eagerly awaiting to learn what limits they still will have on their personal, social and work life after the government decree on restrictive measures expires on May 3. (Roberto Monaldo/LaPresse via AP)
19:41
Antikörper-Studie in New York: Knapp 14 Prozent hatten Coronavirus
Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York haben sich den vorläufigen Ergebnissen einer ersten Antikörper-Studie zufolge bislang rund 14 Prozent der Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Für die Studie seien rund 3000 Menschen, die in 40 Supermärkten in 19 Landkreisen einkauften, zufällig ausgewählt und auf Antikörper getestet worden, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates an der US-Ostküste mit rund 19 Millionen Einwohnern, am Donnerstag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Bei 13,9 Prozent der Getesteten im Bundesstaat New York und sogar rund 20 Prozent der Getesteten in der gleichnamigen Millionenmetropole seien Antikörper gefunden worden, sie seien also mit dem Virus in Berührung gekommen, selbst wenn sie nie Krankheitssymptome hatten. Das könnte Cuomo zufolge bedeuten, dass rund 2,7 Millionen Menschen im Bundesstaat New York bereits eine Infektion mit dem Virus überstanden haben. Cuomo betonte allerdings, die Zahlen seien vorläufig und beruhten nur auf der relativ kleinen Testgruppe von 3000 Menschen, die zudem nicht diejenigen beinhalte, die derzeit das Haus nicht verliessen.

Die Zahl der Todesopfer nach einer Infektion mit dem Coronavirus lag in dem US-Bundesstaat am Donnerstag mit 438 den vierten Tag in Folge unter der Marke von 500. «Diese Zahl sinkt weiter – aber nicht so schnell, wie wir das gerne sehen würden», sagte Cuomo. Die Zahl der neu Infizierten liege nun schon seit Tagen bei rund 1300. «Das ist stabil, aber das ist nicht so toll, wir würden gerne sehen, dass sich das weiter reduziert.» (sda/dpa)
FILE - In this March 24, 2020 file photo, New York Gov. Andrew Cuomo speaks during a news conference in New York. Cuomo will be a guest on the documentary news show "Axios" on HBO, moving to a new night on Monday. (AP Photo/John Minchillo, File)
Andrew Cuomo
18:57
Estland will Corona-Notstand um mindestens zwei Wochen verlängern
Estlands Regierung will den noch bis zum 1. Mai laufenden Corona-Notstand um mindestens zwei Wochen verlängern. Eine Entscheidung über die genaue Länge werde noch in dieser Woche getroffen, sagte Ministerpräsident Jüri Ratas am Donnerstag in Tallinn. «Wir wollen zum normalen Leben zurückkehren, aber der Preis für Eile kann extrem hoch sein». Daher sollte das Prinzip befolgt, dass ein Notstand eher eine Woche zu lang als einen Tag zu wenig dauern sollte, sagte Ratas.

Estland verzeichnete bislang 1592 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 45 Todesfälle. Das EU-und Euro-Land mit 1,3 Millionen Einwohnern ist damit im Baltikum am stärksten vom Coronavirus betroffen. (zap/sda/dpa)
18:14
Frankreich erwägt landesweite Maskenpflicht
In Frankreich erwägt der Präsidentenpalast wegen der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr. Nach einem Gespräch von Staatschef Emmanuel Macron mit der Bürgermeistern teilte der Élysée-Palast am Donnerstag in Paris mit, «ohne Zweifel» müsse über eine solche Pflicht nachgedacht werden. Die Überlegungen sind Teil der geplanten Corona-Massnahmen vom 11. Mai. Dann sollen in Frankreich die landesweiten Ausgangsbeschränkungen wieder gelockert werden.

Ergänzend hiess es aus dem Élysée, bei den Erwägungen handle es sich bislang nur um einen Arbeitsansatz und um keine Ankündigung. Zudem werde darüber nachgedacht, Schüler auf freiwilliger Basis wieder in die Schule gehen zu lassen. In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen seit Mitte März in Kraft. (zap/sda/dpa)
epa08379773 French President Emmanuel Macron (R) attends a video conference call with members of the European Council at the Elysee Palace in Paris, France, 23 April 2020. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/IAN LANGSDON / POOL
17:57
Iran spricht von ersten Erfolgen im Kampf gegen Corona
Der Iran hat nach Angaben seines Gesundheitsministers in den vergangenen drei Wochen erste Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus verbucht. «In dieser Zeit sind die Opferzahlen auf ein Drittel und die der Infizierten um 40 Prozent gesunken», sagte Minister Saeid Namaki am Donnerstag. Dies sei ein grosser Erfolg für den Iran, besonders da das Land wegen der US-Sanktionen keine finanzielle Kanäle gehabt habe, um sich notwendige Medikamente und medizinische Ausrüstung zu besorgen, fügte Namaki hinzu.

«Wir sind aber nur in der Mitte des Weges angelangt und noch lange nicht am Ziel», sagte Namaki nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Daher sollten alle Menschen weiterhin aufpassen und die Kontaktbeschränkungen einhalten. «Sonst kassiert das gesamte iranische Gesundheitssystem in letzter Minuten noch bittere Gegentore», meinte der Minister.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag sind in den vergangenen zwei Monaten im Iran 5481 Infizierte gestorben, 87'026 haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Zugleich aber wurden 64'843 Corona-Patienten geheilt aus den Krankenhäusern entlassen, so Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur im Staatsfernsehen. (zap/sda/dpa)
epa08321619 A handout photo made available by the Iranian President office shows Iran's Health Minister Saeed Namaki wears face mask during cabinet meeting , in Tehran, Iran, 25 March 2020. Media reported that Rouhani said that more stricter rules to stop people to come out will be announced soon due to COVID-19 disease pandemic, caused by the SARS-CoV-2 coronavirus in Iran. According to the latest report by the Ministry of Health, there are at least 27,017 confirmed cases of coronavirus infections and 2,077 people have died from the virus throughout Iran and 9,625 have recovered.  EPA/IRANIAN PRESIDENT OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
17:37
Lufthansa mit happigem Verlust durch Coronakrise
Die Lufthansa ist durch die Coronakrise tief in die roten Zahlen geflogen. Der bereinigte Betriebsverlust EBIT vergrösserte sich im ersten Quartal auf 1,2 Milliarden Euro.

Im Vorjahr hatte die Swiss-Mutter lediglich ein Defizit von 336 Millionen Euro ausgewiesen. Allein im März habe man knapp 1,4 Milliarden Euro Umsatz verloren, teilte der grösste Flugkonzern Europas am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung an die Börse mit. Die Swiss ihrerseits gab keine Zahlen bekannt.

Der Konzern erwartet, dass krisenbedingte Wertminderungen von Vermögenswerten und die negative Wertentwicklung von Treibstoffabsicherungen das Konzernergebnis im Quartal zusätzlich erheblich belasten werden. Details dazu werden im Rahmen des Quartalsabschlusses, dessen Publikation vom 30. April in die zweite Maihälfte verlegt wird, veröffentlicht.

Aktuell sei nicht absehbar, wann die Konzernairlines wie beispielsweise die Swiss ihren Flugbetrieb wieder über den aktuell geltenden Rückkehrer-Flugplan hinaus aufnehmen könnten, hiess es. Der Konzern erwartet deshalb im zweiten Quartal einen erheblich höheren operativen Verlust als im ersten Quartal. Aktuell verfügt die Lufthansa über eine Liquidität von rund 4,4 Milliarden Euro. (zap/awp/sda/dpa)
Boeing 747 aircrafts of German Lufthansa are parked at the airport in Frankfurt, Germany, Monday, April 20, 2020. Due to the coronavirus Lufthansa had to cancel 97 percent of its flights. (AP Photo/Michael Probst)
17:16
EU-Gipfel: Lagarde fordert rasches Handeln gegen Wirtschaftseinbruch
Die Europäische Zentralbank befürchtet im Extremfall einen Wirtschaftseinbruch um 15 Prozent in der Eurozone und fordert ein rasches gemeinsames Handeln der EU-Staaten. EZB-Chefin Christine Lagarde warnte nach Angaben aus Teilnehmerkreisen am Donnerstag beim EU-Gipfel davor, dass die Reaktion auf die Krise zu klein und zu langsam ausfallen könnte. Gefordert sei eine schnelle, entschlossene und flexible Antwort.

Das mögliche Minus von 15 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt der Eurozone 2020 sei das schlechteste von drei Szenarien der EZB, hiess es aus den Kreisen. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder berieten per Videoschalte gemeinsame Wirtschaftshilfen.
Die Chefin der EZB, Christine Lagarde, ermahnt die europäischen Regierungen, mehr Solidarität zu zeigen. (Archivbild)
16:23
Coronavirus bei vier weiteren Tigern und drei Löwen in New Yorker Zoo
Nach einem positiven Test bei der Tigerkatze Nadia ist in einem Zoo in New York auch bei drei Löwen und vier weiteren Tigern das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden.

Die Tests bei den weiteren Tieren seien mittels Stuhlprobe erfolgt, teilte der Bronx Zoo in der Nacht zum Donnerstag mit. Allen acht Grosskatzen gehe es weiter gut, sie verhielten sich normal und bei denjenigen, die gehustet hätten, habe sich das schon deutlich reduziert.

Vor rund zwei Wochen hatte der Zoo mitgeteilt, dass die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia positiv auf das Virus getestet worden sei. «Es ist - unseres Wissen nach - das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat», hatte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, danach dem Magazin «National Geographic» gesagt.

Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus in sich getragen, aber keine Symptome gezeigt. Die Schutzmassnahmen seien erhöht worden. Der Zoo ist wegen der Corona-Krise seit rund drei Wochen für Besucher geschlossen. In den USA war das Virus auch bei zwei Hauskatzen nachgewiesen worden. (sda/dpa)
FILE- This undated file photo provided by the Wildlife Conservation Society shows Nadia, a Malayan tiger at the Bronx Zoo in New York. Nadia who contracted the coronavirus is continuing to get better, as are six other tigers and lions that showed similar symptoms, the zoo said Friday, April 10, 2020. She has what is believed to be the first known coronavirus infection in an animal in the U.S. or a tiger anywhere, according to federal officials and the zoo. (Julie Larsen Maher/Wildlife Conservation Society via AP, File)
16:11
Lange Schlangen für Antikörpertests in Tschechien
Zu Beginn einer ersten Dunkelziffer-Studie zum Coronavirus in Tschechien haben sich lange Schlangen vor den Abnahmestellen gebildet.

Sowohl in Prag als auch in Brünn (Brno) und Olmütz (Olomouc) reihten sich am Donnerstag Hunderte Menschen ein, wie die Agentur CTK berichtete. Insgesamt sollen rund 28 000 Menschen ohne Symptome getestet werden, um einen Anhaltspunkt zu erhalten, wie weit das neuartige Coronavirus in dem EU-Mitgliedstaat schon verbreitet ist. Dabei sollen alle Altersgruppen berücksichtigt werden, auch Kinder und Senioren.

Basis ist ein Schnelltest, der bei einem positiven Befund durch einen aufwendigen PCR-Labortest bestätigt wird. Die ersten Ergebnisse könnten nach Angaben von Gesundheitsminister Adam Vojtech bereits Anfang Mai vorliegen. In Tschechien waren bis Donnerstagnachmittag 7136 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. 210 Todesfälle wurden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. (sda/dpa)
epa08379356 People stand in line for testing for Coronavirus antibodies in Prague, Czech Republic, 23 April 2020. Czech Republic starts voluntary testing for coronavirus antibodies in a few cities across  the country on 23 April 2020, and plans to test 27.000 people in age between 18 and 89. A test-based study should show further information about collective immunity and how many people have come into contact with COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/MARTIN DIVISEK
16:03
Mittlerweile mehr als 2000 Corona-Todesfälle in Schweden
In Schweden sind inzwischen mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben.

Bis Donnerstagnachmittag stieg die Zahl der Todesopfer in dem skandinavischen EU-Land auf insgesamt 2021, darunter 1128 rund um die Hauptstadt Stockholm. Landesweit ist bislang bei 16 755 Menschen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, wie Zahlen der staatlichen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten zeigten.

Schweden verfolgt in der Corona-Krise einen freizügigeren Weg als alle anderen europäischen Länder. Die Schweden dürfen weiter in Restaurants, Kneipen und Cafés gehen, Schulen und Kindergärten sind ebenfalls nach wie vor geöffnet. Die Grenzen sind nur für Nicht-EU-Bürger geschlossen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt.

Im europäischen Vergleich ist die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten gemessen an der Einwohnerzahl in Spanien, Italien, Grossbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden zum Teil deutlich höher. In Skandinavien dagegen sticht Schweden mit der höchsten Opferzahl heraus. Länderzahlen sind immer schwer zu vergleichen, unter anderem, weil die Zahl der Corona-Tests unterschiedlich hoch ist. (sda/dpa)
epa08378415 People gather in a cafe to enjoy the warm spring weather in Stockholm, Sweden, 22 April 2020, amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/ANDERS WIKLUND  SWEDEN OUT
15:54
Bulgarien: Keine Massengebete in Moscheen während des Ramadans
Die muslimische Minderheit im Balkanland Bulgarien muss wegen der Corona-Pandemie während des beginnenden Fastenmonats Ramadan auf Massengebete in den Moscheen verzichten.

Es werde auch kein gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) geben, teilte das Amt des Obersten Mufti in Bulgarien am Donnerstag mit. Gebete sowie Beiträge zum Ramadan sollen online gestellt werden.

In dem EU-Land sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung Muslime. Sie sind vor allem ethnische Türken - Nachfahren aus der Zeit des Osmanischen Reiches, die heute im Süd- und Nordosten Bulgariens leben.

Bulgarien verzeichnete am Donnerstagmorgen mit 66 Erkrankungen (plus sechs Prozent) den bisher grössten Anstieg der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden.

Die Gesamtzahl stieg in dem Land mit knapp sieben Millionen Einwohnern auf 1081, wie der Krisenstab in Sofia mitteilte. Unter den Infizierten sind 39 Kinder. 50 Menschen starben an den Folgen von Coronavirus-Infektionen. 190 Patienten sind wieder gesund.

Das ärmste EU-Land versucht, die Fallzahlen mit strengen Schutzmassnahmen in Grenzen zu halten, damit das Gesundheitswesen funktionsfähig bleiben kann. Bis zum 13. Mai gilt ein Ausnahmezustand. Lockerungspläne gibt es noch keine. (sda/dpa)
People attend evening prayers while maintaining a level of social distancing to help avoid the spread of the coronavirus, at a mosque in Karachi, Pakistan, Sunday, April 19, 2020. Pakistan Prime Minister Imran Khan's government bowed to demands by religious leaders and agreed to keep mosques open during the Islamic fasting month of Ramadan. (AP Photo/Fareed Khan)
15:42
Kroatien lockert Einschränkungen wegen Corona-Pandemie
Das EU-Mitglied Kroatien lockert die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einschränkungen.

Von Montag an können Geschäfte ausserhalb von Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe ohne engen Kundenkontakt wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Andrej Plenkovic am Donnerstag in Zagreb an. In einer zweiten Phase nach dem 4. Mai dürfen Dienstleister wie Friseurläden und Kosmetiksalons wieder aufmachen.

Ein weiterer Lockerungsschritt soll am 11. Mai erfolgen. Dann sollen Kindertagesstätten und Grundschulen wieder den Jüngsten offenstehen. Auch Einkaufszentren können dann wieder in Betrieb gehen. Das gilt auch für Gaststätten - aber nur, wenn sie ihre Kundschaft ausserhalb bedienen.

In Kroatien waren bis zum Donnerstag 1981 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 48 Erkrankte starben daran. Zuletzt flachte die Kurve der Neuansteckungen stark ab. Die sogenannte Reproduktionszahl gab Plenkovic mit 0,8 an - also 100 Infizierte stecken 80 andere an.

Kroatien ist seit 2013 Mitglied der EU. Mit seiner langen Adriaküste und den ihr vorgelagerten Inseln ist es ein beliebtes Urlaubsziel. Derzeit, einige Wochen vor Beginn der Sommerferien, halten aber die meisten europäischen Länder ihre Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. «Wir werden mit unseren Partnern in Europa eine Lösung finden», sagte Plenkovic. (sda/dpa)
14:45
Mitte April 4,4 Millionen Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe
In der Coronavirus-Krise verlieren weitere Millionen von Amerikanern ihren Job. In der vergangenen Woche stellten 4,427 Millionen US-Bürger einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe.

Dies gab das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington bekannt. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Wert von 4,2 Millionen gerechnet.

Die Viruskrise hat den jahrelang boomenden US-Jobmarkt jäh auf eine Talfahrt Richtung Massenarbeitslosigkeit geschickt. Im März wurden bereits 701 000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft abgebaut, bevor die grosse Welle an Anträgen auf Arbeitslosenhilfe in der zweiten Monatshälfte ins Rollen kam.

Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote von zuletzt 3,5 Prozent im Zuge der Entlassungswelle in die Höhe schnellen wird. Führende Währungshüter der Notenbank (Fed) rechnen mit einem Anstieg auf zweistellige Werte. (awp/sda/reu)
Hillsborough County Library Service employee Stephen Duran wears a mask and gloves to protect himself from the coronavirus outbreak as he hands out unemployment paperwork to residents Tuesday, April 14, 2020, at the Jimmie B. Keel Regional Public Library in Tampa, Fla. Florida's unemployment rate shot up to 4.3% in March, as coronavirus-induced closures of Florida's theme parks, hotels and large numbers of businesses caused the highest levels of joblessness in almost two years.  (AP Photo/Chris O'Meara)
Stephen Duran
13:20
Gericht in Tschechien kippt Anti-Corona-Massnahmen
Ein Gericht in Prag hat einen Grossteil der Corona-Massnahmen der tschechischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Konkret handelt es sich um die Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung sowie die Schliessung des Einzelhandels.

Die Massnahmen hätten als Notstandsgesetze verabschiedet werden müssen, nicht als ausserordentliche Verordnungen des Gesundheitsministeriums, entschieden die Richter. Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis habe bis Montag Zeit, dies nachzuholen, sagte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung, die landesweit gilt, werde dann erst rechtskräftig.

Ein einzelnes Ministerium verfüge nicht über die Kompetenz, Entscheidungen dieser Reichweite zu treffen, argumentierten die Richter. Selbst in der aktuellen Situation müssten die Regeln des Rechtsstaats eingehalten werden. Geklagt hatte ein Anwalt und Spezialist für Gesundheitsrecht, der die Verordnungen als willkürlich, chaotisch und schlecht begründet kritisierte.

Die Richter trügen die volle Verantwortung für die Folgen ihrer Entscheidung für Gesundheit und Leben der Bevölkerung, sagte ein Sprecher von Präsident Milos Zeman der Agentur CTK. In Tschechien gab es bis Donnerstag 7136 bestätigte Coronavirus-Infektionen. 210 Todesfälle wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit der Viruserkrankung in Verbindung gebracht. (sda/dpa)
13:08
Riesen Trauerschleife für Corona-Tote in Madrid
Eine grosse schwarze Trauerschleife an der Puerta de Alcalá in Madrid erinnert seit Donnerstag an die fast 22 000 Corona-Toten des Landes.

Das meterhohe Transparent wurde am Morgen bei einer feierlichen Zeremonie angebracht. Anschliessend nahm Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida an einer Schweigeminute teil. Die Puerta de Alcalá ist eines der Wahrzeichen der spanischen Hauptstadt - ähnlich dem Brandenburger Tor in Berlin oder dem Arc de Triomphe in Paris.

Spanien ist mit fast 210 000 Corona-Infizierten eines der am stärksten von der Pandemie getroffenen Länder. Inzwischen sinken jedoch die Zahlen der Neu-Infizierten und der Toten durch das Virus Sars-CoV-2. Der nationale Notstand war am Vorabend zum dritten Mal um weitere zwei Wochen bis einschliesslich 9. Mai verlängert worden. (sda/dpa)
epa08378712 A black ribbon is displayed at at the Puerta de Alcala monument in memory of coronavirus fatalities, in downtown Madrid, Spain, 23 April 2020. Local authorities observed a minute silence for victims as Spain faces its 40th day of lock down.The country is under a lock down to avoid the spreading COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/Mariscal
12:29
EU: Russische Staatsmedien verbreiten Fake News über Coronavirus
Russische Medien machen in der Corona-Krise nach Einschätzung der EU weiter mit Desinformation Stimmung gegen die Staatengemeinschaft.

Allein in der vergangenen Woche seien 45 Fälle Kreml-freundlicher Falschnachrichten hinzugekommen, 30 von ihnen in Verbindung mit dem Coronavirus, teilte die EU-Kampagne «EU vs. Disinfo» am Donnerstag mit. Sie seien auf Twitter, Facebook, Pinterest und Reddit rund 36 500 mal geteilt, kommentiert und mit einem Like versehen worden.

Am erfolgreichsten war den Angaben zufolge ein Artikel der arabischen Ausgabe des russischen Staatsfernsehsenders RT (Russia Today), der fälschlicherweise behaupte, die EU habe ihren Partnern im Kampf gegen das Coronavirus nicht geholfen und stattdessen seien China und Russland zur Hilfe geeilt.

Ebenfalls erfolgreich sei ein Artikel gewesen, der behaupte, der Microsoft-Gründer Bill Gates habe bei der Schöpfung und Verbreitung des Coronavirus eine Rolle gespielt. 116 arabische Webseiten hätten diese Geschichte von RT Arabic geteilt.

Die EU beklagt seit Beginn der Corona-Krise ein hohes Aufkommen an Falschnachrichten. Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell spricht von einem «globalen Kampf der Narrative». (sda/dpa)
11:43
EU-Ratschef für "beispiellose Investitionen" nach Corona-Krise
epa08363933 The President of the European Council Charles Michel holds a press conference on the European Union (EU) response to the coronavirus COVID-19 disease crisis at the EU headquarters in Brussels, Belgium, on April 15, 2020.  EPA/JOHN THYS / POOL
Für die Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Krise werden nach Einschätzung von EU-Ratschef Charles Michel «beispiellose Investitionen» im Rahmen eines europäischen Marshall-Plans nötig.

Die Instrumente dafür seien der EU-Haushalt und die Europäische Investitionsbank, schrieb Michel vor dem EU-Gipfel am Donnerstag auf Twitter. Die Investitionen sollten in den grünen und digitalen Wandel der Wirtschaft fliessen.

Fachleute erwarten wegen der Pandemie eine schwere Rezession in Europa. Der Gipfel der Staats- und Regierungschefs (ab 15.00 Uhr) soll ein bereits vereinbartes Paket mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro für Kurzarbeiter, Unternehmen und verschuldete Staaten freigeben. Darüber hinaus geht es um einen Wiederaufbaufonds, dessen Umfang und Details aber offen sind.

Michel schrieb, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bekommen und zu modernisieren müsse vor allem der Europäische Binnenmarkt zu neuem Leben erweckt werden. Er bekräftigte die Forderung nach «strategischer Autonomie», also der Produktion wichtiger Güter wie Arzneien oder Schutzkleidung in Europa. Zugleich betonte der Ratspräsident, die EU müsse auch international eine grössere Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie spielen, Hilfe leisten und internationale Handelswege wiederbeleben. (sda/dpa)
11:07
Mehr als 5000 Corona-Tote in Deutschland
In Deutschland sind bis Donnerstagvormittag mehr als 147 500 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 144 800 Infektionen). Das entspricht einer Zunahme um 1,86 Prozent.

Mindestens 5023 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang in Deutschland gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 4745). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Länder ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 103 300 Menschen die Infektion überstanden. Experten rechnen aber mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 39 100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1443 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 30 201 Fällen und mindestens 963 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 29 300 bestätigten Fällen und mindestens 1103 Toten. Diese drei Länder haben auch die meisten Einwohner.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 299,7 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 177,4. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Mit Datenstand 22.4. schätzt das RKI die Reproduktionszahl auf 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder mit Sars-CoV-2 Infizierte einen weiteren Menschen ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. (sda/dpa)
11:05
Deutsche Wirtschaft geht im April wegen Corona in die Knie
Die Corona-Krise lässt die Geschäfte der deutschen Wirtschaft so stark einbrechen wie noch nie.

Der Einkaufsmanagerindex, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im April auf 17,1 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung vor über 22 Jahren. Dies teilte das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 800 Unternehmen mit.

Das Barometer, das im März noch bei 35 Punkten lag, signalisiert erst ab 50 Zählern Wachstum. Auch die Indikatoren für Dienstleister und Industrie fielen drastisch. Beim Service-Sektor ging es auf ein Rekordtief von 15,9 (März: 31,7) Punkte bergab und im Verarbeitenden Gewerbe auf 34,4 (März: 45,4) Zähler - das ist der tiefste Wert seit über elf Jahren. Die Daten waren noch einmal deutlich schlechter als von Ökonomen erwartet.

Die vorläufigen Umfragen-Daten zeigten die vollen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die damit im Zusammenhang stehenden Beschränkungen und Ausgangssperren auf die deutsche Wirtschaft, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. «Demnach sind Industrie- und Servicesektor im April so stark geschrumpft wie nie zuvor.» (awp/sda/reu)
11:04
Merkel lehnt EU-Gemeinschaftsschulden erneut ab
Kurz vor dem EU-Gipfel hat sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut gegen die Aufnahme von Gemeinschaftsschulden mit gemeinsamer Haftung zur Bewältigung der Corona-Krise ausgesprochen.

In ihrer Regierungserklärung im Bundestag in Berlin argumentierte sie am Donnerstag mit dem Zeitfaktor. Für einen solchen Schritt müssten alle Parlamente der Mitgliedstaaten entscheiden, dass ein Teil der Budgethoheit an die EU übertragen werde.

«Das wäre ein zeitraubender und schwieriger Prozess und keiner, der in der aktuellen Lage direkt helfen könnte», sagte Europas dienstälteste Regierungschefin. «Es geht jetzt darum, schnell zu helfen und schnell Instrumente in der Hand zu haben, die die Folgen der Krise lindern können.»

Die EU-Staaten streiten seit Wochen erbittert über sogenannte Corona-Bonds oder andere Anleihe-Formen. Länder wie Frankreich, Italien und Spanien - die hoch verschuldet und zugleich besonders hart von der Pandemie getroffen wurden - fordern gemeinsame Schulden für den Wiederaufbau. Deutschland, die Niederlande und andere Staaten lehnen eine gemeinsame Haftung jedoch vehement ab.

Die EU-Kommission hat bereits ein Modell erarbeitet, das auf eine Begrenzung der gemeinsamen Haftung abzielt. Kommissionschefin Ursula von der Leyen will den Plan am Donnerstag beim EU-Gipfel vorstellen. Auf dieser Grundlage könnten die Staats- und Regierungschefs weitere Kompromisslinien ausloten und von der Leyen damit beauftragen, weiter an dem Plan zu arbeiten. (sda/dpa)
10:30
Corona-Folgen bremsen Wirtschaft in Euro-Zone aus
epa04412424 The redesigned ten euro note is displayed in the building of the DNB, the central bank of the Netherlands, in Amsterdam, The Netherlands, 22 September 2014. The notes, that contain extra security features to make it more difficult for counterfeiters to reproduce, will be put in circulation on 23 September 2014.  EPA/LEX VAN LIESHOUT
Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft in der Euro-Zone mit voller Wucht. Der Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im April auf 13,5 Punkte und damit auf den tiefsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Juli 1998.

Dies teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 4000 Unternehmen mit. Das Barometer, das im März noch bei 29,7 Punkten lag, signalisiert erst ab 50 Zählern Wachstum. Auch die Indikatoren für Dienstleister und Industrie fielen drastisch. Beim Service-Sektor ging es auf ein Rekordtief von 11,7 (März: 26,4) Punkte bergab und im Verarbeitenden Gewerbe auf 33,6 (März: 44,5) Zähler - das ist der tiefste Wert seit rund elf Jahren. Die Daten fielen spürbar schlechter aus als von Ökonomen ohnehin erwartet.

«Die Eurozone verzeichnete im April einen beispiellosen Absturz beim Wirtschaftswachstum, ausgelöst durch Corona-Ausgangssperren, den globalen Nachfragerückgang und Engpässe bei Personal und Produktionsmaterialien», sagte Markit-Chefökonom Chris Willamson. Die Daten signalisierten, «dass das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone im April um annähernd 7,5 Prozent auf Quartalsbasis gesunken ist». Da weite Teile der Wirtschaft auch in den nächsten Wochen von Betriebsschliessungen zur Pandemie-Eindämmung betroffen sein dürften, «muss für das zweite Quartal 2020 mit dem stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung in der jüngsten Geschichte gerechnet werden». (awp/sda/reu)
9:41
Merkel bereitet Bürger auf lange Phase von Einschränkungen vor
German Chancellor Angela Merkel delivers a speech during a meeting of the German federal parliament, Bundestag, at the Reichstag building in Berlin, Germany, Thursday, April 23, 2020. (AP Photo/Michael Sohn)
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in der Corona-Krise auf noch lang anhaltende Beschränkungen eingestellt.

«Ich verstehe, dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen allen schon sehr, sehr lange vorkommt», sagte Merkel am Donnerstag in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Bundestag am Donnerstag in Berlin. Niemand höre es gerne, aber es sei die Wahrheit: ««Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang. Wir werden noch lange mit diesem Virus leben müssen.»»

«Diese Pandemie ist eine demokratische Zumutung, denn sie schränkt genau das ein, was unsere existenziellen Rechte und Bedürfnisse sind», sagte Merkel. Eine solche Situation sei nur akzeptabel und erträglich, wenn die Gründe für die Einschränkungen transparent und nachvollziehbar seien und wenn Kritik und Widerspruch nicht nur erlaubt, sondern eingefordert und angehört würden - wechselseitig.

Merkel sprach angesichts sinkender Infektionszahlen von einem «Zwischenerfolg» im Kampf gegen die Pandemie, doch sei dieses Zwischenergebnis zerbrechlich. «Wir sind noch lange nicht über den Berg», sagte sie und warnte: «Lassen Sie uns jetzt das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren.» (sda/dpa)
9:39
Neue Türgriffe in Finnland beugen Ansteckungen vor
Neue Türgriffe erlauben es der Kundschaft in Finnland, die Kühlregale in Supermärkten mit der Armbeuge anstatt den Händen zu öffnen. So soll der Verbreitung des Coronavirus entgegen gewirkt werden. Die Griffe wurden gemäss Reuters aus recyceltem Plastik in einem 3D-Drucker hergestellt.



In der Schweiz wird indes noch fleissig zigmal das Nümmerli der Bio-Bananen auf der digitalen Waage gedrückt – ganz ohne Handschuhe. (adi/twitter)
4:23
Zwei Katzen positiv auf Corona getestet
Zwei Katzen sind nach Angaben der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) die ersten Haustiere in den USA, die positiv auf Covid-19 getestet worden sind.

Die Katzen aus Gebieten des Bundesstaates New York haben leichte Atemwegserkrankungen und sollen sich vollständig erholen. Es wird angenommen, dass sie sich bei Menschen in ihren Haushalten oder in der Nachbarschaft infiziert haben.

Es gebe keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Virus in den Vereinigten Staaten spielten, erklärt die Gesundheitsbehörde am Mittwoch (Ortszeit). Die CDC empfiehlt nach jetzigem Stand keine Routinetests für Haustiere.

Anfang dieses Monats erschien eine Studie, die vermutet, dass Katzen mit dem neuen Coronavirus infiziert werden können, Hunde hingegen nicht. Die WHO untersucht aktuell die Übertragungsmöglichkeiten des Virus zwischen Menschen und Haustieren. (sda/reuters)
4:21
Trump unterzeichnet Verfügung zur Aussetzung von Einwanderung
US-Präsident Donald Trump hat die angekündigte Verfügung zur vorübergehenden Aussetzung von Einwanderung in die Vereinigten Staaten unterzeichnet. Das sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weissen Haus in Washington.

Der US-Präsident begründete den Schritt erneut damit, Jobs und medizinische Ressourcen müssten angesichts der Corona-Krise für Amerikaner bewahrt werden. «Wir wollen uns zuerst um unsere Bürger kümmern – das müssen wir.»
4:04
Corona-Impfstoff soll zunächst Gemeingut sein
Die internationale Impfallianz Gavi fordert frühe internationale Vereinbarungen über die künftige Verteilung einer Immunisierung gegen das Coronavirus. So sollte es Regeln für die Reihenfolge von Impfungen geben, aber auch für eine faire internationale Verteilung, sagte der Gavi-Geschäftsführer und Epidemiologe Seth Berkley in einem Videogespräch mit deutschen Journalisten.

Er rechne binnen 12 bis 18 Monaten mit der Verfügbarkeit eines Impfstoffes. Mit Glück und den bereits vereinfachten regulatorischen Auflagen könne es auch schneller gehen.

Berkley forderte, einen künftigen Impfstoff für einige Zeit zum öffentlichen Gemeingut zu erklären. «Natürlich bin ich nicht der politische Entscheider, aber wir sollten daran denken, einen solchen Impfstoff als weltweites öffentliches Gut zu betrachten.»

Der öffentliche Sektor müsse deswegen auch die Entwicklung, Produktion und Verteilung finanzieren – mindestens für eine Zeit. Danach könne der Impfstoff zurück an kommerzielle Produzenten gehen. (sda/dpa)
3:51
Neuer Gesundheitsminister Brasiliens will Corona-«Ausstiegsplan»
Brazil's new Health Minister Nelson Teich listens to a question during his first press conference amid the new coronavirus pandemic, at the Planalto Presidential Palace, in Brasilia, Brazil, Wednesday, April 22, 2020. Teich, an oncologist, was sworn in as health minister last week after his predecessor was fired by President Jair Bolsonaro, who has downplayed the threat of COVID-19. (AP Photo/Eraldo Peres)
Nelson Teich
Der neue brasilianische Gesundheitsminister Nelson Teich hat eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise angekündigt. Er sagte am Mittwoch in Brasília, dass die Regierung innerhalb einer Woche eine entsprechende Richtlinie für die Städte und Bundesstaaten vorlegen wolle.

«Es ist unmöglich für ein Land, ein Jahr, eineinhalb Jahre zu überleben, wenn es stillsteht», sagte Teich. «Die soziale Distanzierung ist eine natürliche Massnahme und logisch zu Beginn, aber sie kann nicht ohne einen Ausstiegsplan angewendet werden.»

Auf die kritische Lage etwa in der Stadt Manaus im Amazonas-Gebiet, wo das Gesundheitssystem bereits kollabiert ist und vor einem grossen Hospital ein Kühlcontainer aufgestellt wurde, um Leichen zu lagern, ging Teich in seiner mit Spannung erwarteten ersten Pressekonferenz nicht ein.

Präsident Jair Bolsonaro hatte den Onkologen am vergangenen Donnerstag als Nachfolger von Luiz Henrique Mandetta ernannt. Dieser war im Streit über den richtigen Umgang mit dem Coronavirus entlassen worden. Während Mandetta wie verschiedene Gouverneure und Bürgermeister für Ausgangsbeschränkungen und Schutzmassnahmen plädierte, hält der rechtspopulistische Bolsonaro die Massnahmen für übertrieben und will möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. (sda/dpa)
1:16
Internationaler Flugverkehr bricht 2020 um zwei Drittel ein
Der internationale Passagierverkehr könnte bis September 2020 um bis zu 1,2 Milliarden Reisende abnehmen. Das erwartet die Luftfahrtbehörde der Vereinten Nationen (ICAO) unter Berufung auf Prognosen.

Sollte die Prognose Realität werden, würde das einem Rückgang von zwei Drittel in den ersten drei Quartalen entsprechen, teilt die ICAO mit. Infolge des Ausbruchs der Pandemie ist der weltweite Flugverkehr fast zum Stillstand gekommen. Geschlossene Grenzen, Reisebeschränkungen und ein markanter Rückgang der Nachfrage haben den Markt einbrechen lassen. (sda/reuters)
1:01
Trump rügt Lockerung der Corona-Beschränkungen in Georgia
US-Präsident Donald Trump sieht die Lockerungen der Coronavirus-bedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens im US-Bundesstaat Georgia kritisch. Trump sagte am Mittwochabend (Ortszeit), er habe dem Gouverneur von Georgia, dem Republikaner Brian Kemp, gesagt, dass er mit diesem Schritt überhaupt nicht einverstanden sei. «Das ist zu früh.» Aber Kemp müsse tun, was er für richtig halte.

Kemp hatte am Montag angekündigt, dass ab Freitag unter anderem Fitnessstudios, Friseure und Nagelstudios unter Einhaltung strikter Vorschriften – etwa um soziale Distanz zu gewährleisten – wieder öffnen können. Von kommendem Montag an soll dies auch für Theater gelten und Restaurants sollen wieder Gäste empfangen können. Bars und Clubs dagegen müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Trump wandte ein, er hielte es für besser, etwas länger damit zu warten. Die Sicherheit müsse im Vordergrund stehen. Dabei hat es der US-Präsident selbst eilig, das Land wieder zurück in den Normalbetrieb zu bringen. (sda)
0:41
Kanzler Kurz: Ziel ist Grenzöffnung Deutschland-Österreich
Austrian Chancellor Sebastian Kurz speaks during a press conference inn Vienna, Austria, Tuesday, April 21, 2020. (Helmut Fohringer/APA via AP)
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass das Reisen zwischen Österreich und Deutschland wieder möglich wird. «Natürlich ist es das Ziel, dass wir die Grenzen wieder runterfahren», sagte Kurz am Mittwochabend in der ARD-Talkshow «Maischberger. Die Woche». Beide Länder seien bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg – und dies sei die Voraussetzung für ein Wiederaufleben des Tourismus. Einen genauen Zeitpunkt für Grenzöffnungen nannte er nicht.

Vorwürfe, dass Skiorte wie Ischgl eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Virus in Teilen Europa gespielt hätten, hielt Österreichs Regierungschef für wenig konstruktiv. Er halte nichts von Schuldzuweisungen.

In Österreich ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen auf jeweils unter 100 gesunken. Kurz sieht das schnelle und restriktive Handeln der Regierung sowie die Disziplin der Bürger als Hauptgrund. (sda/dpa)
0:03
US-Beamter beklagt Rausschmiss wegen Bedenken zu Corona-Behandlung
Ein hochrangiger Regierungsbeamter in den USA beklagt, er sei wegen seines Widerstandes gegen wissenschaftlich fragwürdige Corona-Behandlungsmethoden von seinem Posten abgezogen worden. Der Direktor einer dem US-Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde, Rick Bright, schrieb am Mittwoch (Ortszeit) in einer Stellungnahme, er sei gegen seinen Willen auf eine weniger einflussreiche Stelle in einer anderen Behörde versetzt worden.

Er sei überzeugt, dies sei geschehen, weil er darauf bestanden habe, die vom US-Kongress bereitgestellten Mittel in der Corona-Krise in sichere und wissenschaftlich geprüfte Lösungen zu investieren – und nicht in Medikamente, Impfstoffe und andere Technologien, deren Nutzen wissenschaftlich umstritten sei.

Bright hatte bislang eine Behörde für biomedizinische Forschung und Entwicklung geleitet, die auch in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus involviert ist. Er erklärte, er habe sich unter anderem gegen den grossangelegten Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gestemmt – ein Malaria-Medikament, das US-Präsident Donald Trump wiederholt als mögliches Wundermittel gegen das Coronavirus beworben hatte.

Er melde sich öffentlich zu Wort, «weil zur Bekämpfung dieses tödlichen Virus die Wissenschaft den Weg weisen muss – nicht Politik oder Vetternwirtschaft». Bright erhob schwere Vorwürfe: «Mich mitten in dieser Pandemie aus dem Weg zu räumen und Politik und Vetternwirtschaft vor die Wissenschaft zu stellen, gefährdet Leben und behindert die nationalen Bemühungen, diese drängende Krise der öffentlichen Gesundheit sicher und effektiv anzugehen.»

Die «New York Times» schrieb, weder das Gesundheitsministerium noch das Weisse Haus hätten sich zu der Personalie äussern wollen. (sda/dpa)
23:07
Türkei: Viertägiges Ausgehverbot beginnt in 31 Städten
In 31 türkischen Städten und Provinzen ist wegen der Corona-Pandemie ein viertägiges weitgehendes Ausgehverbot in Kraft getreten. Die Regierung verschärft damit bisherige Regelungen. Sie hatte bereits zwei Mal eine Ausgangssperre über Wochenenden verhängt. Nun sollen die Menschen bereits ab Mitternacht (Ortszeit/23.00 MESZ) bis einschliesslich Sonntag daheimbleiben. Betroffen sind unter anderem die grösste Stadt der Türkei, Istanbul, sowie die Hauptstadt Ankara.

Am Donnerstag und Freitag sollen zumindest halbtags noch einige Einkaufsgelegenheiten geöffnet bleiben. Der Donnerstag ist ein nationaler Feiertag und am Freitag beginnt der heilige Fastenmonat Ramadan. Ausserdem dürfen am Wochenende Kliniken, Apotheken, Bäckereien und andere als wichtig eingestufte Dienstleister arbeiten.

Für die meisten Menschen, die jünger als 20 oder älter als 65 Jahre sind, sowie chronisch Kranke galten bereits zuvor Ausgehverbote. Auf längere und landesweite Ausgangssperren hat die Türkei aber bisher verzichtet, um die angeschlagene Wirtschaft nicht weiter zu belasten. Dafür wurden unter anderem Schulen, Cafés und Bars geschlossen sowie Grossveranstaltungen und gemeinsame Gebete in Moscheen verboten.

Gesundheitsminister Fahrettin Koca meldete am Mittwochabend, dass sich bisher rund 99 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert hätten. Ausserdem seien rund 2400 Menschen gestorben. (sda/dpa)
epa08373497 People wearing face masks as they walk on the Galata Bridge in Istanbul, Turkey, 20 April 2020. Turkey suspended all international flights and all inter-city travels are subject to local authorities' permission as part of measures to prevent the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus. The country decided also to halt public events, temporarily shut down schools, and suspend sporting events.  EPA/SEDAT SUNA
22:31
Baltenstaaten beraten Corona-Pandemie und Grenzöffnung
Die Ministerpräsidenten der drei baltischen Staaten haben am Mittwoch in einer Videokonferenz über die Corona-Pandemie beraten. Die Regierungschefs Jüri Ratas (Estland), Krisjanis Karins (Lettland) und Saulius Skvernelis (Litauen) tauschten sich dabei über die Massnahmen der Nachbarländer im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus aus.

Dabei vereinbarten sie ein gemeinsames Vorgehen bei der Öffnung der gegenwärtig geschlossenen Grenzen zwischen den drei EU-Staaten im Nordosten Europas, wie die Staatskanzleien in Tallinn, Riga und Vilnius mitteilten.

Die baltischen Staaten stehen im internationalen Vergleich in der Coronakrise durchaus gut da - die Infektionszahlen sind eher niedrig. Estland, Lettland und Litauen hatten besonders früh mit strikten Massnahmen auf die ersten bestätigten Infektionsfälle reagiert. Alle drei Länder haben den Notstand ausgerufen und ihre Grenzen geschlossen. (sda/dpa)
20:37
Mehr als 147'400 bestätigte Fälle in Deutschland – 5018 Tote
In Deutschland sind bis Mittwochabend mehr als 147'400 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 144'700 Infektionen). Mindestens 5018 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4738).

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91'500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 299,7 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 177,3. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. (abu/sda/dpa)
FILE - In this April 10, 2020, file photo, nurse Cristina Settembrese fixes two masks to her face during her work shift in the COVID-19 ward at the San Paolo hospital in Milan, Italy. At the height of the coronavirus crisis, Italian doctors were faced with the crushing decision of whether to devote ICU beds with ventilators to critically ill elderly patients with the most urgent need, or younger patients with the best likelihood of survival. (AP Photo/Luca Bruno, File)
20:25
Verwirrung über Wiederaufbau-Programm der EU-Kommission
Vor dem EU-Gipfel haben Erwägungen aus der EU-Kommission für ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von zwei Billionen Euro Verwirrung gestiftet. Ein entsprechendes Papier, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, stamme nicht von der Führungsebene der Kommission, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. Dies sei nicht der Vorschlag, den Kommissionschefin Ursula von der Leyen den Staats- und Regierungschefs am Donnerstag unterbreiten wolle. Von der Leyen werde auch noch nicht über Zahlen sprechen.

Beim Videogipfel soll der Plan für einen sogenannten Recovery Fund besprochen werden, ein Fonds zur Finanzierung der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Von der Leyen wird ihre Ideen dazu vorstellen. Einige Elemente sind bereits bekannt, etwa der Vorschlag, dass die Kommission mit Garantien der EU-Staaten aus dem Haushalt selbst über Anleihen Schulden aufnehmen und so EU-Staaten in der Krise unterstützen will.

Solche Elemente werden auch in dem inoffiziellen Arbeitspapier beschrieben. Doch habe dieses Papier in der Kommission nie die Kabinettsebene erreicht, sagte der Sprecher. Von der Leyen hatte öffentlich von nötigen Investitionen in Billionenhöhe nach der Pandemie gesprochen. Schätzungen für den Wiederaufbaufonds gehen von 500 bis 1500 Milliarden Euro aus. (abu/sda/dpa)
20:24
Erste Coronavirus-Todesfälle im Konfliktgebiet in der Ostukraine
In der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ostukraine gibt es die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem hochansteckenden Coronavirus. Ein 60 Jahre alter Mann sei am Mittwoch in Donezk gestorben, teilten örtliche Behörden mit. Er sei bereits in kritischem Zustand in eine Klinik eingeliefert worden. In der benachbarten Luhansker Region starb ein 74-jähriger mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Insgesamt sind in beiden Gebieten bereits mehr als 100 Corona-Fälle registriert worden. Internationale Hilfsorganisationen befürchten durch die Corona-Krise eine humanitäre Katastrophe in dem Konfliktgebiet.

Seit Ende März gelten harte Quarantänemassnahmen in der Region, die die schwierige Versorgungslage komplizierter machte. Die Kontrollpunkte ins Regierungsgebiet sind in beide Richtungen geschlossen. Auch die Ausreise ins angrenzende Russland ist nur in Ausnahmefällen möglich. Nach sechs Konfliktjahren fehlen vor allem älteren Menschen Mittel für elementare Hygieneartikel wie Seife. Die Wasserversorgung ist durch die andauernden Kämpfe zwischen Regierungseinheiten und Separatisten prekär. (abu/sda/dpa)
20:16
Zahl der Intensivpatienten sinkt in Frankreich weiter
In Frankreich lässt der Druck auf die Krankenhäuser in der Corona-Krise weiter langsam nach. Die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ist seit rund zwei Wochen rückläufig, wie Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Mittwochabend sagte. Derzeit würden dort 5218 Patientinnen und Patienten behandelt. Das sind fast 2000 weniger als noch vor zwei Wochen. Auch die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden, gehe weiterhin zurück. Es sind derzeit mehr als 29 700.

Insgesamt zählt Frankreich am Mittwochabend 21'340 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – davon 13'236 in Krankenhäusern und 8104 in Altersheimen. Innerhalb von 24 Stunden sind in beiden Einrichtungen insgesamt 544 neue Todesfälle gemeldet worden. (abu/sda/dpa)
19:00
New Yorks Gouverneur plant «Aufspür-Armee»
Für die Wiedereröffnung von Wirtschaft und Gesellschaft will der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit Tausenden Helfern die Corona-Epidemie unter Kontrolle halten. Der Bundesstaat und seine Nachbarn würden eine «Aufspür-Armee» zusammenstellen, die alle Menschen finden sollen, die mit Neuinfizierten in Kontakt standen, um diese dann isolieren zu können.

Eine zentrale Rolle soll dabei der ehemalige New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg einnehmen: «Michael Bloomberg wird das Programm entwerfen, er wird das Training entwerfen», sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz am Mittwoch.

Mögliche «Ermittler» könnten aus dem Pool von 35'000 Medizinstudenten der staatlichen und städtischen New Yorker Universitäten rekrutiert werden. Dieses «monumentale Unterfangen» müsse innerhalb von Wochen laufen, sagte Cuomo. Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat sind die Zahlen der neu Infizierten und ins Krankenhaus Eingelieferten zuletzt deutlich zurückgegangen. Cuomo zufolge lag die Zahl der Todesopfer pro Tag am Mittwoch den dritten Tag zufolge unter der Marke von 500 – deutlich weniger als die knapp 800 vor noch wenigen Tagen.
18:50
Italien zählt mehr als 25'000 Corona-Tote
Gut zwei Monate nach den ersten Meldungen zum Corona-Ausbruch in Italien hat die Zahl der registrierten Toten dort die Schwelle von 25'000 überschritten. Der Zivilschutz in Rom berichtete am Mittwoch, dass innerhalb von 24 Stunden 437 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit verzeichnet worden seien. Damit stieg die offizielle Opferzahl auf 25'085. Insgesamt zählten die Behörden in dem Mittelmeerland seit Februar gut 187'000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.

In den vergangenen zwei Wochen hatte sich die Infektionskurve insgesamt deutlich abgeflacht. Aus den Krankenhäusern im stark betroffenen Norden kamen positive Signale der Entlastung. Die Regierung in Rom kündigte diese Woche an, dass die Corona-Beschränkungen ab dem 4. Mai allmählich gelockert werden sollten.

Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte in einem Gespräch mit Gewerkschaften laut der Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch, dass unter anderen das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe dann wohl verstärkt die Arbeit aufnehmen dürften. (abu/sda/dpa)
epaselect epa08377544 Doctors and nurses wearing protective equipment work in the COVID-3 level intensive care unit, treating COVID-19 patients, at the Casal Palocco hospital near Rome, Italy, 22 April 2020.  EPA/ANGELO CARCONI
18:49
WHO: Westeuropa womöglich über den Berg
Westeuropa könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Coronavirus-Ausbreitung über den Berg sein. «Bei den Epidemien in Westeuropa sehen wir Stabilität oder einen absteigenden Trend», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesuseine am Mittwoch in Genf.

Bei der Aufhebung von Massnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, die die Ausbreitung des Virus erfolgreich verlangsamt hätten, sei aber Vorsicht geboten, warnte Tedros. «Epidemien können leicht wieder aufflammen», sagte er. Deshalb müssten neue Infektionen weiter unbedingt früh entdeckt, Infizierte isoliert und mit Infizierten in Kontakt gekommene Menschen weiter unter Quarantäne gestellt werden.

Die Lage in Osteuropa, in Afrika, Zentral- und Südamerika sei Besorgnis erregend, sagte Tedros: «Die meisten Länder sind bei der Epidemie weiterhin im frühen Stadium.» Zwar hätten Dreiviertel aller Länder Pläne entwickelt, wie sie mit einem Ausbruch umgehen. Aber weniger als die Hälfte habe Pläne für die Verhinderung weiterer Ansteckungen und adäquate Hygienevorschriften oder Informationskampagnen. In einigen Ländern, die früh betroffen waren, verbreite sich das Virus wieder. «Keine Frage: Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Das Virus wird uns noch eine lange Zeit beschäftigen», sagte Tedros. (abu/sda/dpa)
18:34
Pompeo macht China wegen Corona-Krise erneut schwere Vorhaltungen
US-Aussenminister Mike Pompeo hat China wegen der Ausbreitung des Coronavirus erneut schwere Vorwürfe gemacht. Die US-Regierung sei der festen Überzeugung, dass China den Ausbruch der Epidemie nicht rechtzeitig an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet habe, sagte Pompeo am Mittwoch in Washington.
Secretary of State Mike Pompeo addresses a news conference at the State Department in Washington, Tuesday, April 7, 2020. (Leah Millis/Pool Photo via AP)
Mike Pompeo
China habe nicht alle Informationen geteilt, sondern Details zurückgehalten und die Gefährlichkeit des Erregers verschleiert. Ausserdem habe es internationalen Partnern keinen Zugang zu Proben des Erregers und Orten des Ausbruches in Wuhan gewährt.

Pompeo mahnte, es gebe klare Regeln dafür, wie schnell Mitgliedsländer grosse Gesundheitslagen an die WHO melden müssten. Man erwarte von allen Staaten, sich an diese Regeln zu halten, und man erwarte von der WHO, diese Regeln durchzusetzen.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte schwere Anschuldigungen gegen Peking erhoben und China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht. Trump nahm ausserdem die WHO ins Visier und veranlasste einen vorübergehenden Stopp der US-Beitragszahlungen an die Organisation. Er macht die WHO für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich und wirft ihr vor, die Pandemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China dramatisch verschlimmert zu haben.

Trumps Schritt stiess international auf Kritik – zumal dem US-Präsidenten selbst vorgeworfen wird, die Krise über eine lange Zeit kleingeredet zu haben. (abu/sda/dpa)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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