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Liveticker

Putin hilft den USA nach Telefon mit Trump +++ Serbiens «Hündeler» toben

Die Pandemie trifft die Welt mit voller Wucht. Die internationalen News zum Coronavirus im Ticker.
31.03.2020, 22:03
  • Italien verzeichnete in den letzten 24 Stunden 837 neue Todesopfer. Damit steigt die Opferzahl auf insgesamt 12'428, Italien ist das Land mit den meisten Todesopfern weltweit.
  • In Spanien nimmt die Anzahl Todesopfer rasant zu. In den letzten 24 Stunden sind 838 Personen an Covid-19 gestorben.
  • Weltweit haben sich mehr als eine halbe Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen.
  • Das internationale Olympische Komitee hat die Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verschoben.
  • In China wurde die verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Auch die Einreise in die Stadt Wuhan ist wieder möglich.
  • Die neuesten Informationen zur Lage in der Schweiz erhältst du hier.
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02:50
Niederlande verlängern Massnahmen gegen Coronavirus bis Ende April
Die Niederlande haben ihre Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Ende April verlängert. Schulen, Restaurants und Bars bleiben bis zum 28. April zu, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag mitteilte. Der Anstieg der Infektionszahlen und die Kapazitäten der Intensivstationen «lassen uns keine andere Wahl», sagte Rutte. Die Zahl der Infektionsfälle stieg am Dienstag um 845 auf fast 13'000.

Mehr als tausend Menschen starben in den Niederlanden bereits an der Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 4700 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion werden nach Angaben der Behörden derzeit im Krankenhaus behandelt.
22:33
Keine Abtreibungen in Texas
Ein wegen der Coronavirus-Krise verhängtes vorübergehendes Abtreibungsverbot im US-Bundesstaat Texas bleibt vorerst in Kraft. Ein US-Berufungsgericht kippte am Dienstag eine Entscheidung erster Instanz vom Vorabend, die das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Texas aufgehoben hatte. Das Berufungsgericht will sich nun zunächst tiefergehend mit den Argumenten der Konfliktparteien befassen.

In Texas sind derzeit alle nicht dringlich notwendigen medizinischen Eingriffe untersagt, um Kapazitäten für die Behandlung von Coronavirus-Patienten freizuhalten. Die texanische Generalstaatsanwaltschaft hat Abtreibungen in die Liste der vorerst untersagten Eingriffe aufgenommen, sofern keine Gefahr für das Leben der Frau besteht. Vier weitere US-Bundesstaaten folgten diesem Schritt. Frauenrechtsaktivisten kritisieren das Vorgehen als «ideologisch» motiviert. (ram/sda/afp)
epa08317478 A view of a prodect by Dutch company Sensitest, known for pregnancy tests, which provides new quick tests for the coronavirus to hospitals, in Delfgauw, the Netherlands, 23 March 2020 (issued 24 March 2020). The test can be used to determine whether a patient is infected with the virus within fifteen minutes.  EPA/ROBINUTRECHT
Bild: EPA
22:03
Serbiens «Hündeler» toben
In Serbien protestieren zehntausende Hundebesitzer gegen die besonders strenge Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie. Wie serbische Medien berichteten, fordern sie von der Regierung in Belgrad, jeden Abend zumindest eine halbe Stunde lang mit ihren Hunden Gassi gehen zu dürfen. Eine Petition an Regierungschefin Ana Brnabic haben laut dem Fernsehsender N1 schon mehr als 37'000 Menschen unterzeichnet.

Serbiens Regierung hat wegen der Pandemie den Notstand ausgerufen und besonders strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Werktags gilt zwischen 17.00 und 05.00 Uhr eine komplette Ausgangssperre, an den Wochenenden sogar schon ab 15.00 Uhr. Eine Ausnahme für Hundebesitzer, die in dieser Zeit anfangs noch eine Stunde nach draussen durften, wurde inzwischen abgeschafft.

Bei Facebook gründeten verzweifelte Hundebesitzer die Gruppe «Den Mond anheulen», in der sie Videos ihrer heulenden und bellenden Vierbeiner hochladen. «Es ist unmenschlich, einen Hund dazu zu zwingen, 14 Stunden lang den Urin zurückhalten», machte eine Betroffene ihrem Ärger Luft. In Serbien wurden bislang 900 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 23 Menschen starben. (ram/sda/afp)
A woman walks with dogs in a deserted street amid the coronavirus outbreak in downtown Belgrade, Serbia, Thursday, March 26, 2020.  The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for some people, but for others it can cause more severe illness. (AP Photo/Darko Vojinovic)
Bild: AP
21:39
Putin hilft nach Telefon mit Trump
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den USA bereitet Russland einen Hilfsflug vor. Die Maschine mit medizinischer Ausrüstung und Schutzkleidung solle voraussichtlich noch am Dienstag starten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Tagsüber seien sämtliche Vorbereitungen getroffen worden. Angesichts der «schrecklichen epidemiologischen Situation» habe Russland diese Hilfe angeboten. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hatten am Montag miteinander telefoniert.

Das Angebot kommt überraschend, weil die Beziehungen zwischen Moskau und Washington seit Jahren angespannt sind. Peskow sagte: «Jetzt, da ausnahmslos alle von der Situation betroffen sind, gibt es keine Alternative zu einem partnerschaftlichen Handeln.» Trump hatte am Montagabend (Ortszeit) von einer «sehr grossen Flugzeugladung» mit medizinischer Ausrüstung aus Russland gesprochen und sich positiv über die Geste geäussert. (ram/sda/dpa)
FILE - In this June 28, 2019, file photo, President Donald Trump, right, shakes hands with Russian President Vladimir Putin, left, during a bilateral meeting on the sidelines of the G-20 summit in Osaka, Japan. Intelligence officials say Russia is interfering with the 2020 election to try to help Trump get reelected, The New York Times reported Thursday, Feb. 20, 2020. (AP Photo/Susan Walsh, File)
Donald Trump,Vladimir Putin
Bild: AP
21:29
Wilde Ziegen nutzen den Lockout in Wales
Wilde Ziegen nutzen den Lockout in Wales
7 Bilder
Die Strassen in Llandudno, im Norden von Wales, sind wegen des Coronavirus-Lockouts menschenleer. Was diese Ziegenherde ausnutzt.
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20:59
«Eleftherios Venizelos» unter Quarantäne
In Griechenland steht ein Passagierschiff mit 383 Menschen an Bord unter Quarantäne, weil es mehrere Coronavirus-Fälle an Bord gibt. Das Schiff, das von der Türkei auf dem Weg nach Spanien war, wurde im Hafen von Piräus bei Athen unter Quarantäne gestellt. Das teilte die Hafenpolizei am Dienstag mit. Rund 20 Passagiere waren demnach positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die «Eleftherios Venizelos» hatte bereits am 22. März in Piräus angelegt. Wie ein Sprecher der Hafenpolizei sagte, konnte das Schiff aber nicht nach Spanien weiterfahren, weil das Land besonders «schwer» von der Coronavirus-Pandemie betroffen sei. (ram/sda)
epa06980084 Firefighting boats try to extinguish a fire that broke out in the garage of 'Eleftherios Venizelos' ferry at the port of Piraeus, Greece, 29 August 2018. The ferry carrying  875 of passengers and 141 crew returned early morning at the port of Piraeus after a fire broke out while the ship was en route to Crete island. No injuriew were reported.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU
Bild: EPA/ANA-MPA
20:47
Neuer Höchstwert in Frankreich
In Frankreich sind innert 24 Stunden weitere 499 Menschen am Coronavirus gestorben. Mit diesem neuen Höchstwert stieg die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 3523, wie der Generaldirektor im Gesundheitsministerium, Jérôme Salomon, am Dienstag mitteilte. Fast 22'800 Corona-Kranke werden nach seinen Angaben derzeit in den Krankenhäusern des Landes behandelt, mehr als 5560 von ihnen auf der Intensivstation.

Frankreich ist in der EU eines der Länder, das am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Seit dem 17. März gilt eine strenge Ausgangssperre, die mittlerweile bis zum 15. April verlängert wurde. Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Produktion von Schutzmasken werde in Frankreich nun hochgefahren. Bis Ende April sollen nach seinen Worten «mehr als zehn Millionen» Stück pro Woche produziert werden, dreimal so viele wie vor der Corona-Krise. (ram/sda/afp)
French President Emmanuel Macron holds a bottle of hydro alcoholic gel as he visits the Kolmi-Hopen protective face masks factory in Saint-Barthelemy-d'Anjou near Angers, central France, Tuesday March 31, 2020. French President Emmanuel Macron used a visit to a regional sanitary mask factory as a platform for an address to reassure the quarantine-hit nation that France was serious about urgently manufacturing masks. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (Loic Venance, Pool via AP)
Bild: AP
20:23
USA prüfen Evakuierung eines Flugzeugträgers
Das Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt» aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch «einmalige Umstände» auf. Das sagte Marineminister Thomas Modly am Dienstag zu CNN. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Einem Bericht des «San Francisco Chronicle» zufolge gab es an Bord bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen. Mehr als «4000 junge Männer und Frauen» an Bord zu behalten, sei ein «unnötiges Risiko» und breche das Vertrauen der Soldaten, schrieb der Kapitän, Brett Crozier, demnach. Es bedürfe deshalb nun einer raschen Entscheidung für eine Evakuierung des Schiffs und Unterbringung der Besatzung in Quarantäne. «Wir befinden uns nicht im Krieg. Keine Marineangehörigen müssen sterben», fügte er hinzu. (ram/sda/dpa)
In this April 13, 2015 photo released by U.S. Navy Media Content Services, helicopters fly from the aircraft carrier USS Theodore Roosevelt during a vertical replenishment with the aircraft carrier USS Carl Vinson in the Gulf of Oman. The U.S. Navy has dispatched USS Theodore Roosevelt toward the waters off Yemen to join other American ships prepared to intercept any Iranian vessels carrying weapons to Houthi rebels, U.S. officials said on Monday. (Mass Communication Specialist 2nd Class Scott Fenaroli/ U.S. Navy Media Content Services via AP)
Bild: AP/U.S. Navy Media Content Services
20:05
Italien lockert Ausgangssperre
Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit hat die italienische Regierung eine Auflockerung der Ausgangssperre für Kinder beschlossen. Nach Appellen von Eltern, Lehrern und Kinderärzten beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden. Sportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Eine Wiederaufnahme des Schul-Unterrichts ist vorerst nicht in Sicht. Die Regierung will die bis zum kommenden Freitag (3. April) angeordnete Schliessung der Schulen verlängern. Sie überlegt sich inzwischen eine Verlängerung des Lockdowns. Die Massnahmen könnten per Verordnung bis 4. Mai verlängert werden, hiess es in Regierungskreisen. (ram/sda/apa)
epa08332554 A children's playground remains empty due to the rules against the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease, in Genova, Italy, 30 March 2020. Countries around the world are increasing their efforts nd measures to stem the widespread of the disease.  EPA/LUCA ZENNARO
Bild: EPA
20:03
Niederlande verlängern Massnahmen
Die Niederlande haben die Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bis zum 28. April verlängert. «Wir wissen, dass das viel verlangt ist, aber es ist echt nötig», sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag in einer live-Pressekonferenz im Fernsehen. Ursprünglich sollten die vor etwa zwei Wochen verhängten Massnahmen bis zum 6. April gelten. Erste Ergebnisse im Kampf gegen die Pandemie seien zu sehen. «Aber wir haben es noch nicht geschafft», warnte Rutte.

Schulen, Restaurants, Cafés, Museen und Friseure bleiben geschlossen, öffentliche Veranstaltungen verboten. Bürger dürfen sich höchstens mit drei Menschen zugleich in der Öffentlichkeit aufhalten. Sie sollen möglichst zu Hause bleiben. In den Niederlanden sind 1039 Menschen an dem Coronavirus gestorben, 12'595 Fälle wurden registriert. Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass die Zahlen deutlich höher sind. Denn nur schwer Erkrankte werden getestet. (ram/sda/dpa)
epa08333658 A supplier places tulips at the Nieuwmarkt in the centre of the city for the Tulip Festival Amsterdam, Netherlands, 31 March 2020. The opening of the annual festival has been canceled due to the ongoing pandemic of the Covid-19 disease.  EPA/KOEN VAN WEEL
Bild: EPA
19:57
Immer dran denken …
… schön die Hände zu desinfizieren!
19:19
Der UNO geht es zu langsam
UNO-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der WHO. Die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet. «Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen», sagte Guterres am Dienstag in New York.

Guterres stellte am Dienstag einen UNO-Plan vor, um der Corona-Krise und ihren sozialen sowie wirtschaftlichen Folgen zu begegnen: «Das Ausmass der Antwort muss so gross sein wie das der Krise», sagte er. Im Zentrum stehe dabei die Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung der Länder der Welt. «Wir müssen die zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Entwicklungsländer erhöhen, indem wir die Kapazität des Internationalen Währungsfonds erhöhen», sagte Gutteres. Neben der Eindämmung des Virus sei es dabei wichtig, die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen vor allem auf die am schwersten Betroffenen abzufedern. (ram/sda/dpa)
U.N. Secretary-General Antonio Guterres speaks during a talk on Sustainable Development and Climate Change, in Islamabad, Pakistan, Sunday, Feb. 16, 2020. Guterres is on a three-day visit to meet with country's top leadership and attend an international conference to recognize 40 years of Afghans living as refugees. (AP Photo/Anjum Naveed)
Antonio Guterres
Bild: AP
18:54
Doch keine Maskenpflicht in Bulgarien
Nach nur einem Tag hat Bulgarien die Pflicht zum Tragen von Schutzmasken auf öffentlichen Plätzen wieder rückgängig gemacht. Gesundheitsminister Kiril Ananiew nahm am Dienstag seine entsprechende Anordnung vom Vortag zurück. Er rief die Menschen aber auf, dennoch Schutzmasken zu tragen, weil nicht alle Infizierten auch Symptome der Covid-19-Erkrankung hätten.

Hunderte Menschen hatten beim Verwaltungsgericht gegen ein obligatorisches Tragen von Schutzmasken geklagt. Diese sollten angesichts des begrenzten Angebots in den Apotheken den Klägern zufolge vom Staat bereitgestellt werden. (ram/sda/dpa)
epa08293575 A woman wearing a face mask talks on the phone on a street in Sofia, Bulgaria Sofia, Bulgaria, 14 March 2020. The Bulgarian Government introduced a state of emergency as officially confirmed that one patient died and 31 more have been infected with the Covid-19 coronavirus disease in Bulgaria.  EPA/VASSIL DONEV
Bild: EPA
18:51
Fahnen in Italien auf Halbmast
In Italien, dem Epizentrum der europäischen Ansteckungswelle, wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt, um der insgesamt schon über 11'000 Toten zu gedenken. «Ich glaube, dass April weiterhin eine extrem schwierige Zeit für uns sein wird. Wir müssen die Energien finden, um diesen Kampf weiterzuführen», sagte Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala.

Vor Ostern sei mit keiner Auflockerung der Ausgangssperre zu rechnen. Italienische Medien berichteten, dass um den 4. Mai die rigorosen Massnahmen zur Eingrenzung der Epidemie aufgelockert werden könnten. (ram/sda)
epa08334495 Flag of Europe, Italian flag and municipality of Milan flag are flown at half mast in Castello square, Milan, Italy, 31 March 2020. Flags are flown at half-mast across Italy as a minute of silence was observed to mourn the victims of the coronavirus which cause the COVID-19 disease, expressing support to their families and voice solidarity with health workers amid the emergency.  EPA/PAOLO SALMOIRAGO
Bild: EPA
18:49
Wieder über 800 Tote in Spanien
Nach Italien bleibt Spanien das von der Pandemie am schwersten betroffene Land in Europa. Am vierten Tag in Folge vermeldeten die spanische Behörden am Dienstag einen Anstieg der Todesfälle von mehr als 800 Menschen innerhalb von 24 Stunden.

Dennoch hofft man in Spanien darauf, dass die Kurve der Neuerkrankungen langsam abflacht. «Die Zahlen fallen in den erwarteten Bereich», hiess es. (ram/sda)
A member of the UME (Emergency Army Unit) wearing a wearing a protective suit to protect against coronavirus disinfects next to a banner reading in Spanish: "I will resist, Thanks everybody" at a nursing home in Madrid, Spain, Tuesday, March 31, 2020. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Manu Fernandez)
Bild: AP
18:34
Cuomo: «Wir haben das Virus unterschätzt»
Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat im Kampf gegen das Virus Versäumnisse eingestanden. «Wir haben das Virus unterschätzt. Es ist stärker und gefährlicher als wir erwartet haben», sagte Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen live im Fernsehen und online übertragenen Pressekonferenz.

«Ich bin müde davon, dem Virus hinterherzurennen. Wir waren vom ersten Tag an hinten dran und mussten aufholen - und so gewinnt man nicht.» Die Zahl der nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen im Bundesstaat New York kletterte unterdessen auf 1550 von 1218 am Vortag. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei rund 75'0000 - 10'000 von diesen Patienten liegen im Krankenhaus. (sda/dpa/cma)
epa08327086 New York State Governor Andrew Cuomo speaks at a press conference at the Jacob Javits Convention Center in New York, New York, USA, 27 March 2020. New York City is now an epicenter of coronavirus COVID-19, the disease caused by the virus, New York City has reported over 20,000 confirmed cases and more than 500 deaths.  EPA/Peter Foley
Bild: EPA
18:29
Dutzende Corona-Infektionen nach religiöser Massenveranstaltung
Auf einer religiösen Massenveranstaltung im indischen Neu Delhi haben sich dutzende Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehrere Menschen starben daran. Die Behörden suchen nun fieberhaft nach den teilweise wieder abgereisten Teilnehmern, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Dies sagte Delhis Gesundheitsminister Satyendar Jain am Dienstag Journalisten. Der Nachrichtenagentur Press Trust of India zufolge waren rund 8000 Menschen teilweise aus anderen Bundesstaaten zu der Veranstaltung der islamischen Missionsbewegung Tablighi Jamaat nach Neu Delhi gekommen. Darunter befanden sich demnach auch rund 300 Menschen aus dem Ausland.

Inzwischen wurden Jain zufolge 335 Menschen ins Krankenhaus gebracht, weitere rund 700 wurden unter Quarantäne gestellt. Mindestens zehn Teilnehmer starben nach Behördenangaben. (sda/dpa/cma)


>>> Wie der Lockdown in Indien aussieht, erfährst du hier
18:21
Haftstrafe für Arzt wegen Corona-Hustens
In Frankreich ist ein Arzt zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er Polizisten angedroht hatte, sie mit dem Coronavirus anzustecken. Der 66-Jährige habe «in einer übertriebenen Weise gehustet» und zu den Polizisten gesagt, sie würden nun auch krank, erklärte die Staatsanwaltschaft in Lille im Norden des Landes am Dienstag.

Der Mann war von den Gendarmen wegen des Vorwurfs häuslicher Gewalt in Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben seiner Ehefrau konnte der Arzt nicht zur Arbeit in sein Krankenhaus gehen, da bei ihm der Verdacht auf die Lungenkrankheit Covid-19 bestand.

In dem Polizeifahrzeug habe er dann die von den Gendarmen bereit gestellte Schutzmaske abgezogen und auffällig gehustet. Er habe gesagt, «er wisse, dass ihnen dies Angst macht», sagten die Polizisten aus. (sda/dpa/cma)
18:13
837 Tote in Italien
Die Zahl der positiv Getesteten in Italien ist um 4053 auf insgesamt 105'792 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden sind dem Virus 837 Menschen zum Opfer gefallen. Tags zuvor meldeten die italienischen Behörden 812 Todesopfer. Insgesamt liegt die Opferzahl in Italien nun bei 12'428. (cma)
17:59
CNN-Moderator infiziert
CNN-Moderator Chris Cuomo hat sich mit dem neuen Corona-Virus infiziert, wie er auf Twitter bekannt gibt. Chris ist der Bruder von Andrew Cuomo, welcher als Gouverneur von New York derzeit eine führende Rolle in der Bekämpfung des Virus inne hat.
17:53
Trump wirbt für billionenschweres Infrastruktur-Programm
US-Präsident Donald Trump wirbt angesichts der gegenwärtig niedrigen Zinsen für ein Infrastruktur-Programm mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar. Ein solches Paket müsse «sehr gross» und «mutig» sein, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln und die «einst grossartige Infrastruktur unseres Landes» wieder aufzubauen, forderte Trump am Dienstag über Twitter.

Ein solches Programm sollte Trump zufolge angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise das vierte Rettungspaket sein. «Da die Zinsen für die USA bei Null (Prozent) liegen, ist jetzt die Zeit gekommen, das seit Jahrzehnten lang erwartete Infrastruktur-Gesetz zu erlassen», schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Dabei verwies er auf «Phase 4», eine Bezeichnung für die angedachten nächsten Massnahmen des Kongresses gegen die Coronavirus-Pandemie. Pläne für ein Programm zur Instandsetzung der maroden US-Infrastruktur werden seit längerem diskutiert. Im Mai hatte Trump Gespräche mit den Demokraten dazu nach weniger als fünf Minuten abgebrochen.

Der US-Kongress hat seit Anfang März bereits drei Massnahmenpakete im Umfang von mehr als zwei Billionen Dollar beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern. Der bisherige Umfang der Konjunkturpakete entspricht knapp zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Die Programme wurden von beiden grossen Parteien mitgetragen, um einen raschen Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Abrutschen in eine Rezession zu verhindern.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, hat zuletzt erkennen lassen, dass womöglich ein weiteres Konjunkturpaket nötig sein würde. Trumps Republikaner hatten sich in der Frage bislang eher bedeckt gehalten. Es war daher zunächst auch unklar, ob das von Trump geforderte Infrastruktur-Programm im Kongress bei den führenden Republikanern Rückhalt finden würde.
President Donald Trump speaks about the coronavirus in the Rose Garden of the White House, Monday, March 30, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
Bild: AP
17:48
G20-Plan soll Fokus auf Schuldenprobleme ärmerer Staaten legen
Die 20 wichtigsten Industrieländer (G20) wollen sich bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie insbesondere um die Schuldenprobleme der ärmeren Staaten kümmern.

Ein gemeinsamer Plan sehe zudem vor, den Märkten in Schwellenländern finanziell unter die Arme zu greifen, hiess es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Videokonferenz der G20-Finanzminister und -Notenbanker.

Die Einzelheiten sollen bis zum nächsten Treffen am 15. April ausgearbeitet werden. Die G20-Staaten hatten Ende März angekündigt, fünf Milliarden Dollar einzusetzen, um Leben zu schützen, Arbeitsplätze und Einkünfte zu sichern, finanzielle Stabilität zu bewahren und das Wachstum neu zu beleben.
epa08325491 A handout photo made available by the Chigi Palace Press Office shows Italian Prime Minister, Giuseppe Conte, taking part at a video conference in Extraordinary Virtual G20 Leaders' Summit at the Chigi Palace in Rome, Italy, 26 March 2020. The summit is dedicated to fight the pandemic COVID-19 disease caused by SARS-CoV-2 coronavirus and its impact on the global economy.  EPA/FILIPPO ATTILI / CHIGI PALACE PRESS OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Bild: EPA
17:45
Grossbritannien: Weitere 381 Corona-Todesfälle innert 24 Stunden
In Grossbritannien sind innert 24 Stunden weitere 381 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 1789, wie das britische Gesundheitsministerium am Dienstag im Onlinedienst Twitter mitteilte.

Die bislang mit Abstand höchste Opferzahl für einen Tag weist auf eine beschleunigte Ausbreitung des Erregers hin. Von Sonntag auf Montag waren in Grossbritannien binnen 24 Stunden 180 Tote gezählt worden. Die Zahl der Infizierten stieg um mehr als 3000 auf 25'150 Menschen an.

Am Freitag war bekannt geworden, dass auch der britische Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock mit dem Erreger infiziert sind. Auch der britische Thronfolger Prinz Charles war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er beendete am Montag in Absprache mit seinen Ärzten die Quarantäne.

Regierungschef Johnson war wegen seines lange zögerlichen Umgangs mit der Corona-Krise heftig kritisiert worden. Erst Anfang vergangener Woche war in Grossbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten - viel später als in den meisten Ländern in Kontinentaleuropa.
epa08305386 An airport worker wears a mask after a plane carrying British passengers and crew of the MS Braemar cruise ship takes off for the United Kingdom, in Havana, Cuba, 18 March 2020. The ship docked in Cuba after being denied port from several Caribbean countries as some people aboard tested positive for coronavirus.  EPA/YANDER ZAMORA
Bild: EPA
17:35
Weltweit mittlerweile rund 800'000 bestätigte Infektionsfälle
Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800'000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40'000 Covid-19-Todesfälle.

Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777'798 Infektionsfällen in aller Welt gehen 386'282 - also knapp die Hälfte - auf Europa zurück, wie eine Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter zeigte.

International gibt es 37'272 registrierte Corona-Todesfälle, davon 26'110 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Grossbritannien.
17:25
Türkische Regierungspartei will Gefangene entlassen
Angesichts der Corona-Krise hat die türkische Regierungspartei AKP ein Gesetz zur vorzeitigen Entlassung von bis zu 90'000 Gefangenen auf den Weg gebracht.

Einen entsprechenden Entwurf habe die Partei am Dienstag gemeinsam mit der ultranationalistischen MHP im Parlament in Ankara eingereicht, sagte der stellvertretende AKP-Fraktionsvorsitzende Cahit Özkan. Die AKP hat mit ihrem Bündnispartner MHP eine Mehrheit in der Nationalversammlung.

Özkan sagte, die Haftzeit von Risikogruppen solle in Hausarrest umgewandelt werden. Dazu gehörten Inhaftierte ab 65 Jahren, Frauen mit kleinen Kindern und nachweislich schwer kranke Insassen. Ausserdem sollen Inhaftierte im offenen Vollzug ihre Strafe zu Hause absitzen.

Bis zu 90'000 Inhaftierte wären von dem neuen Gesetz betroffen, sagte Özkan. Von der Regelung ausgenommen seien Gefangene, die wegen Vergehen wie Gewalt gegen Frauen, vorsätzlichem Mord, Sexualstraftaten, Drogendelikten und Terrorverbrechen einsässen.

«Todesstrafe für politische Gefangene»
Wegen Terrorvorwürfen sitzen in der Türkei auch zahlreiche Regierungskritiker und Journalisten im Gefängnis. Der Medien- und Menschrechtsanwalt Veysel Ok, kritisierte die Regelung deshalb scharf: «Dieser Gesetzesentwurf ist wie eine Todesstrafe für politische Gefangene», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Sie würden mit einer Epidemie alleine gelassen.
epa08324500 People with face masks walk at Istiklal Street as the city is almost deserted over coronavirus concerns, in Istanbul, Turkey, 26 March 2020. Turkish Health Minister Koca said on 25 March that there are 2,433 confirmed cases of the coronavirus and 59 related deaths from COVID-19. Turkey decided to halt public events, temporarily shut down schools and suspend sporting events in an attempt to prevent further spreading of the coronavirus.  EPA/TOLGA BOZOGLU
Bild: EPA
17:12
Corona-Drama auf Kreuzfahrtschiff "Zaandam" verschärft sich
Das Drama um das Kreuzfahrtschiff «Zaandam» in der Karibik mit inzwischen acht Corona-Infizierten an Bord spitzt sich zu. Der Gouverneur von Florida, Ron Desantis, will das Schiff nicht in den Hafen von Fort Lauderdale einlaufen lassen.

«Wir sehen das als sehr grosses Problem an und wollen nicht, dass derzeit Leute in Süd-Florida abgeladen werden», sagte er dem Fernsehsender Fox News. Sein Bundesstaat könne es sich nicht leisten, dass Bettenkapazitäten von Menschen aufgebraucht würden, die nicht aus Florida kommen.

Der Präsident der Reederei Holland America Line, Orlando Ashford, warnte unterdessen vor weiteren Todesfällen auf dem Schiff. «Es sind schon vier Gäste verstorben und ich befürchte, dass weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen», schrieb er auf der Internetseite seines Unternehmens, das die «Zaandam» und das Schwesterschiff «Rotterdam» betreibt. Beide Schiffe sind derzeit zusammen unterwegs in der Karibik und haben 2500 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord.

Die Zahl der Corona-Infizierten auf der «Zaandam» ist nach Angaben Ashfords inzwischen auf acht gestiegen. 193 Personen hätten Grippe-Symptome. Von den vier seit dem Auslaufen des Schiffs in Argentinien vor drei Wochen verstorbenen Passagieren ist die Todesursache immer noch nicht bekannt.
The Zaandam cruise ship, left, carrying some guests with flu-like symptoms, is anchored shortly after it arrived to the bay of Panama City, Friday, March 27, 2020, amid the worldwide spread of the new coronavirus. Health authorities are expected to board the ship to test passengers and decide whether it can cross the Panama Canal. (AP Photo/Arnulfo Franco)
Bild: AP
17:02
Werksschliessung bei VW bis 19. April
Volkswagen verlängert die Schliessung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April solle die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, hiess es am Dienstag aus dem Unternehmen.

Die Unterbrechungen waren schon einmal ausgedehnt worden. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt. Zuvor hatte die «Braunschweiger Zeitung» über Pläne für eine Verlängerung berichtet.

Dem Autobauer machen - wie vielen anderen Firmen der Branche - die abgestürzte Nachfrage und abgebrochene Lieferketten zu schaffen. Beim Wiederanfahren der Produktion sollen zudem schärfere Hygienestandards umgesetzt werden.
VW rüstet sich gegen Coronakrise. (Archivbild)
Bild: dpa
16:48
Coronavirus-Krise drückt Kauflaune der US-Konsumenten
Die Kauflaune der Amerikaner sinkt in der Virus-Krise deutlich. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen im März fiel um 12,6 Punkte auf 120 Zähler, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte.

Dies ist das niedrigste Niveau seit Juli 2017. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem noch stärkeren Einbruch auf 110,0 Punkte gerechnet. Die Konsumenten schätzten ihre Lage etwas ungünstiger ein und blicken zudem wesentlich skeptischer in die Zukunft. Die Konsumenten sind mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Konjunktur, die im Sog der Corona-Pandemie ins Trudeln gerät.

Zuletzt war auch das von der Universität Michigan veröffentlichte Barometer für das Konsumklima im März eingebrochen - auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2016. Die eingetrübte Stimmung spiegelt auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt wider: Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen unlängst auf knapp 3,3 Millionen.

Dieser Rekordwert dürfte bei den am Donnerstag anstehenden Gesuchen für die Woche zum 28. März nach Einschätzung von Experten wohl noch übertroffen werden.

Auch die US-Industrie geht einer Umfrage unter Unternehmen im Mittleren Westen zufolge wegen der Corona-Krise schweren Zeiten entgegen: Das als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung im ganzen Land geltende Chicago Business Barometer fiel im März um 1,2 auf 47,8 Punkte.

«Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden voraussichtlich auch im April eine Belastung darstellen, so dass der Konjunkturausblick weiter getrübt bleibt», so die Einschätzung von Ökonom Patrick Boldt von der Helaba.
epa08322375 A message from the US Centers for Disease Control and Prevention reminds travelers to wash their hands to mitigate the spread of the coronavirus COVID-19 pandemic, at Ronald Reagan Washington National Airport in Arlington, Virginia, USA, 25 March 2020. The airline industry has been financially pummeled due to the coronavirus COVID-19 pandemic. American Airlines is canceling about forty percent of its flights every day, with the airline's stock falling about sixty-six percent since mid-February 2020, before rebounding 24 March. The US Congress is working on a historic two trillion USD stimulus to the economy as a result of the pandemic, with forty-six billion dollars allotted for the airline industry.  EPA/MICHAEL REYNOLDS
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16:46
Sorge vor Zunahme häuslicher Gewalt nach Frauenmord in Italien
Die Ermordung einer jungen Frau auf Sizilien hat in Italien die Sorge vor einer Zunahme häuslicher Gewalt wegen der Coronavirus-Pandemie neu angefacht. Eine 27-jährige Studentin aus Furci Siculo bei Messina wurde am Dienstag von ihrem Freund erwürgt, wie italienische Medien berichteten.

Der junge Mann, der wie seine Freundin Medizin studierte, rief anschliessend selbst die Polizei und versuchte dann, sich das Leben zu nehmen. Er wurde aber davon abgehalten.

Der Rektor der Universität von Messina, Salvatore Cuzzocrea, führte die Tragödie auf die momentane «Krisensituation» zurück. Experten hätten schon länger vor einer Verschärfung familiärer Konflikte durch das «erzwungene Zusammenleben» während der Ausgangssperre gewarnt.

Die Politikerin Valeria Valente, die im italienischen Senat einen Ausschuss zu Frauenmorden leitet, kritisierte, zum wiederholten Mal sei eine Frau in ihrem Zuhause umgebracht worden - «wo die Coronavirus-Krise uns zwingt zu bleiben». Sie riet gefährdeten Frauen dazu, bei einem Hilfetelefon anzurufen und sich notfalls zusammen mit ihren Kindern in Sicherheit zu bringen.

Bereits vergangene Woche hatte die italienische Ministerin für Chancengleichheit und Familie, Elena Bonetti, mehr Plätze in Frauenhäusern gefordert, um Frauen während der Ausgangssperre vor ihren gewalttätigen Partnern zu schützen.
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16:43
Zahl der Neuinfizierten in Italien stabilisiert sich
Laut Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS) stabilisiert sich die Epidemiekurve. Die Zahl der Neuinfizierten sei seit einigen Tagen stabil, was bezeuge, dass die Eingrenzungsmassnahmen greifen, berichteten die Experten am Dienstag.

Die Regierung prüft eine Auflockerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps erst nach dem 4. Mai.

«Die Epidemiekurve zeigt uns, dass wir eine stabile Phase erreicht haben», sagte ISS-Präsident Silvio Brusaferro. Seiner Ansicht nach können die produktiven Aktivitäten jedoch nur schrittweise wieder aufgenommen werden.

Inzwischen sind am Montag 6348 Personen in Italien wegen Verstosses gegen die Ausgangssperre bestraft worden. 222'450 Personen und 88'611 Geschäfte wurden kontrolliert, teilte das italienische Innenministerium mit. 272 Personen wurden bestraft, weil sie das Haus verlassen haben, obwohl sie auf Coronavirus positiv getestet wurden. Ihnen droht eine Strafe von bis zu vier Jahren Haft.
Two workers ride past the gothic cathedral in downtown Milan, Italy, Tuesday, March 31, 2020. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Luca Bruno)
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16:32
Macron will mehr Unabhängigkeit im Kampf gegen Covid-19
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im Kampf gegen das Coronavirus mehr auf französische Unabhängigkeit setzen - etwa bei der Produktion von Schutzmasken. «Wir müssen mehr auf unserem eigenen Boden produzieren, um unsere Abhängigkeit zu verringern», sagte Macron nach einem Besuch bei dem Maskenhersteller Kolmi-Hopen in Saint-Barthélemy-d'Anjou am Dienstag.

Bis zum Ende des Jahres solle Frankreich seine volle Unabhängigkeit bei der Maskenproduktion erreicht haben. «Bis Ende April werden wir die Kapazität haben, in Frankreich 15 Millionen Masken pro Woche zu produzieren», sagte Macron. Frankreich hatte zuletzt eine Milliarde Masken bestellt - unter anderem aus China.

Er setze auf den Wiederaufbau der französischen und europäischen Eigenständigkeit, so Macron. Er kündigte ausserdem an, dass ein Konsortium von vier grossen Industriekonzernen bis Mitte Mai 10'000 Beatmungsgeräte herstellen will. Dieses Konsortium bestehe aus dem Elektrospezialisten Schneider Electric, dem Automobilzulieferer Valeo, der Opel-Mutter PSA und arbeite unter der Führung von Air Liquide, einem französischen Hersteller von Industriegasen.

Der französische Staat werde ausserdem der nationalen Gesundheitsbehörde vier Milliarden Euro für die Bestellung von Masken, Medikamenten und Beatmungsgeräten zur Verfügung stellen.

«Wir müssen den Kampf gegen das Virus mit dem Pflegepersonal an der Front führen», sagte Macron. Es handle sich um einen «unsichtbaren Feind». Er glaube an das «vereinte Frankreich». Man habe vor der Krise Reformen verabschiedet, die es Frankreich ermöglichten, wettbewerbsfähiger zu sein. «Aber wir müssen die moralische Stärke und den Willen wiedererlangen, mehr in Frankreich zu produzieren.»
epa08334437 French President Emmanuel Macron gives a speech at the end of a visit to the Kolmi-Hopen protective face masks factory in Saint-Barthelemy-d'Anjou near Angers, central France, 31 March 2020 amid a new coronavirus (COVID-19) pandemic. France has ordered 1 billion face masks and has deployed an air-bridge flight with China to deliver them amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic.  EPA/LOIC VENANCE / POOL MAXPPP OUT
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16:28
Mehr als 1000 Tote durch Corona in den Niederlanden
Die Zahl erfasster Todesopfer in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist in den Niederlanden auf 1039 gestiegen. Das sind 175 mehr als am Vortag, wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag meldeten.

Die Zahl registrierter Infektionen stieg demnach um 845 auf 12'595. Die Behörden gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer bei den Infizierten und Toten aus. In den Niederlanden werden nur ernsthaft Erkrankte auf das Virus getestet.

Auf den Intensivstationen würden nun 1065 schwerkranke Patienten behandelt, hiess es weiter. Damit ist die Kapazität der verfügbaren Intensiv-Betten fast ausgeschöpft. Die niederländischen Krankenhäuser wollen bis zum Ende der Woche die Kapazität auf 2500 Intensiv-Betten erhöhen.
epaselect epa08319552 Drive-in where employees are tested for the coronavirus from their car at the AMC location at the Amsterdam UMC, The Netherlands, 24 March 2020. The hospital has prepared for the treatment of patients with the coronavirus.  EPA/ROBIN VAN LONKHUIJSEN
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16:25
Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager
Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium am Dienstag mitteilte.

Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Ähnliche Massnahmen seien im Camp von Ritsona im Norden Athens getroffen worden. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde.

Im Lager von Ritsona - wo nach Schätzungen der Athener Medien rund 3000 Menschen leben - ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis. Weitere Informationen sollte es am frühen Abend in Athen beim täglichen Briefing des Coronavirus-Krisenstabes geben.
In this Thursday, Sept. 8, 2016 photo, Syrian children play on the top of a tent at the Ritsona camp for refugees and other migrants north of Athens. Like dozens of refugee camps hastily created around Greece, Ritsona started with tents set up in an abandoned military facility. (AP Photo/Petros Giannakouris)
Bild: Petros Giannakouris/AP/KEYSTONE
16:12
Thailand droht bei Aprilscherzen über Corona
Thailand versteht bei Aprilscherzen über das Coronavirus keinen Spass. Es sei gegen das Gesetz, am 1. April vorzutäuschen, dass man Covid-19 habe, warnte die Regierung am Dienstag auf Twitter.

Menschen auf der ganzen Welt litten unter dem Ausbruch der Krankheit. Das sei Grund genug, solche Scherze zu unterlassen. Thailand hat ein Gesetz, nach dem das Verbreiten von Fake News mit Gefängnis- und Geldstrafen geahndet werden kann.

In dem südostasiatischen Land sind bislang rund 1700 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden sowie zehn Todesfälle infolge der Lungenkrankheit Covid-19, die von dem Virus ausgelöst wird.

Seit vergangener Woche herrscht in Thailand der Ausnahmezustand. In Bangkok sind Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell geschlossen. In den Ferienzielen Phuket und Pattaya sind beliebte Strände gesperrt. In der nordöstlichen Provinz Sakon Nakon wurde der Verkauf von Alkohol verboten. Zuvor hatte sich das Virus unter anderem bei einer Trinkrunde in Bangkok verbreitet.
epaselect epa08333378 Thai Buddhist monks wear face shields to prevent the spread of COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus pandemic, during morning alms in Bangkok, Thailand, 31 March 2020. Buddhist monks from Bangkok's Wat Matchantikaram temple have produced their own face shields in an attept to protect themselfs against the spread of SARS-CoV-2.  EPA/RUNGROJ YONGRIT
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16:00
US-Notenbank öffnet weiteren Kanal für Dollar-Versorgung
Die amerikanische Notenbank Fed ergreift zusätzliche Schritte, um in der Virus-Krise die Versorgung der Finanzmärkte mit der Reservewährung US-Dollar sicherzustellen. Wie die Federal Reserve am Dienstag mitteilte, setzt sie dazu übergangsweise ein neues Instrument ein.

Darüber können grosse Notenbanken und andere internationale Finanzorganisationen Dollar abrufen, indem sie der Fed zeitweise US-Staatsanleihen überlassen. Diese spezielle Art der Wertpapierüberlassung mit Rückkaufvereinbarung wird «Repo-Geschäft» genannt.

Im Gegenzug erhalten die jeweiligen Notenbanken Dollar-Liquidität, die sie an Geschäftsbanken in ihrem Einflussbereich weitergeben können. Der Schritt diene auch dem ordnungsgemässen Ablauf am US-Anleihemarkt und der Kreditvergabe an amerikanische Unternehmen und Haushalte, erklärte die Fed.

Das Instrument ergänzt bestehende Kreditlinien (Swaps) mit zahlreichen Notenbanken der Welt, darunter der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese neuen sogenannten Repo-Geschäfte sind nicht Teil des unlängst erweiterten Devisentauschabkommens mit grossen Zentralbanken. Bei diesen wird die Weltleitwährung gegen Fremwährungen getauscht. Die Swap-Linien wurden nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie eingerichtet.

Sorge um Engpässe
Der Dollar ist die internationale dominierende Finanz- und Handelswährung. Knappheiten wirken in aller Regel wirtschaftlich stark negativ, was im aktuell ohnehin angespannten Umfeld zusätzlich belasten würde. Auch bestünde die Gefahr, dass aus der Wirtschafts- eine Finanzkrise werde.

Zuletzt war es an den Devisenmärkten im Zuge der sich verschärfenden Viruskrise zu einem kräftigen Kursanstieg des Dollar gekommen, was sich negativ auf die Finanzierungsbedingungen auswirkte. Erst das Eingreifen der Fed im Rahmen eines koordinierten Vorgehens mit anderen grossen Zentralbanken konnten die Sorgen an den Märkten etwas beruhigen, dass es zu Engpässen bei der Dollar-Versorgung kommen könnte.
Börse
15:21
Das brachten die Massnahmen bisher
Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben einer Studie zufolge bisher 59'000 Menschen in elf europäischen Ländern das Leben gerettet. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Imperial College London hervor.

In Italien, das als erstes Land strikte Massnahmen ergriffen hatte, wurden demnach die meisten Menschenleben gerettet. Die Wissenschaftler schätzen, dass dort 38'000 Menschen vor dem Tod bewahrt werden konnten. In Spanien waren es demnach 16'000 Menschen, in Frankreich 2500. In der Schweiz kamen dank der Beschränkungen 340 Menschen bis Ende März mit dem Leben davon.

Die Forscher untersuchten die Auswirkungen der verschiedenen Massnahmen, die in elf Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen worden waren. Dazu zählten Quarantäne für Infizierte, die Schliessung von Schulen und Universitäten, Versammlungsverbote, Abstandsregelungen und Ausgangssperren. Der Studie liegt die Annahme zugrunde, dass die gleiche Massnahme in verschiedenen Ländern vergleichbare Auswirkungen hat. (ram/sda/afp)
14:54
Social Distancing: Nepals Polizisten nehmen Leute mit Klammern fest
Polizisten in Nepal patrouillieren zurzeit mit grossen Klammern auf den leeren Strassen der Hauptstadt Kathmandu. Sie suchen Leute, die die strikte Ausgangssperre im Himalaya-Land brechen.


Wenn sie jemanden ertappen, rennen sie der Person nach, lassen die Klammer zuschnappen - und dann gibt es kein Entkommen mehr, wie ein ranghoher Polizeimitarbeiter, Pawan Kumar Bhattarai, am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA sagte.

Die Klammern an rund zwei Meter langen Stangen würden den Beamten helfen, in Zeiten von Social Distancing wegen des Coronavirus genügend Abstand zu halten. Er habe mit einer Klammer schon Dutzende Leute festgenommen, sagte Bhattarai. «Sie ist nicht nur einfach zu benutzen, sondern auch sicher für Polizisten und Straftäter.»

In Nepal gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre, bei der Menschen ihr Haus jeweils nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Abend verlassen dürfen, um Essen und Medikamente zu kaufen oder bei Notfällen. Seither haben die Polizisten in der Hauptstadt nach eigenen Angaben mehr als 1400 Menschen mit den Klammern festgenommen. In normalen Zeiten würden sie die Klammern etwa nutzen, um Tote aus dem Wasser zu ziehen.
14:40
Schweden verbietet Besuche in Altersheimen Stockholm
Die schwedische Regierung verbietet im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Besuche in Altersheimen. Das gab die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven am Dienstag auf einer Medienkonferenz in Stockholm bekannt.

Die Massnahme gelte ab Mittwoch, sagte Vize-Ministerpräsidentin und Umweltministerin Isabella Lövin. ««Wir müssen gemeinsam alles tun, was wir können, um die Ansteckungen von den Altenheimen fernzuhalten»», sagte Sozialministerin Lena Hallengren.

Die Regierung will zudem mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Dabei geht es den Schweden auch darum, zu sehen, ob sich jemand bereits mit dem Virus angesteckt hat und immun dagegen geworden ist. Bisher sind etwa 30'000 Schweden auf Covid-19 getestet worden.

In dem skandinavischen EU-Land gibt es bislang mehr als 4400 bestätigte Infektionsfälle. 180 Covid-19-Patienten sind dort bislang gestorben, davon 103 in der Hauptstadt Stockholm. Das Land geht bislang mit freizügigeren Massnahmen als etwa Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen gegen die Corona-Pandemie vor. (sda/dpa)
13:40
Polen verschärft Schutzmassnahmen gegen Covid-19
Polen hat die bisher geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiter verschärft. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürften das Haus nur noch unter Aufsicht eines Erwachsenen verlassen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag.

Der Zugang zu Parks, Plätzen, Stränden und Naherholungsgebieten werde eingeschränkt. In Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Apotheken sollen in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr nur Menschen ab einem Alter von 65 Jahren einkaufen dürfen.

Ausserdem dürfen sich in Geschäften nur drei Menschen pro Kasse gleichzeitig aufhalten. Vor dem Betreten der Läden müssen künftig alle Kunden Schutzhandschuhe anziehen. Coiffeursalons, Kosmetik- und Tätowierstudios werden geschlossen.
epa08324463 A worker wearing a protective suit disinfects streets as a precaution against the spread of the coronavirus Covid-19 in Krakow, southeastern Poland, 26 March 2020. The number of confirmed coronavirus cases in Poland has increased by 35 people to 1,120 cases.  EPA/Filip Radwanski POLAND OUT
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12:55
Zahl der Corona-Todesfälle im Iran steigt auf fast 2900
Im Iran hat sich die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf fast 2900 erhöht. 141 weitere Menschen seien innert 24 Stunden an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran am Dienstag.

Damit gebe es nun 2898 Todesfälle. Die Zahl der Infektionsfälle erhöhte sich demnach auf mehr als 44'600.

Innert Stunden seien mehr als 3100 Neu-Infektionen registriert worden, sagte der Sprecher. Unter den Infizierten, die im Krankenhaus behandelt würden, befänden sich mehr als 3700 in Lebensgefahr. Mehr als 14'600 Patienten hätten sich inzwischen von ihrer Infektion erholt.
People wearing protective clothing carry the body of a victim who died after being infected with the new coronavirus at a cemetery just outside Tehran, Iran, March 30, 2020. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)
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12:37
Spanien meldet 849 Corona-Tote an einem Tag - neuer Höchstwert
In Spanien ist mit 849 Todesopfern durch das Coronavirus binnen 24 Stunden ein neuer Höchstwert verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 8189, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Weitere 9222 Menschen infizierten sich neu mit dem Virus.

Damit verzeichnet das Land jetzt 94'417 offiziell bestätigte Infektionen. Am Tag zuvor war die Zahl der neuen Todesfälle leicht zurückgegangen. Dies hatte die Hoffnung geweckt, das Land könnte den Höhepunkt der Pandemie erreicht haben. Die Zahlen vom Dienstag machten diese Hoffnung aber wieder zunichte.

Spanien weist nach Italien die weltweit höchste Zahl an Todesopfern durch die Coronavirus-Pandemie auf. (sda/afp)
12:29
Für jeden Obdachlosen einen Platz
So kümmert man sich im US-Staat Nevada um die Obdachlosen in Zeiten des Coronavirus:
12:21
Zweifel an Viruszahlen aus China
Angesichts von Zweifeln an den offiziellen Daten zu Corona-Infektionen in China haben die Behörden Änderungen zugesagt. Ab dem 1. April sollen auch die Zahlen von Infizierten ohne Krankheitssymptome veröffentlicht werden.

Diese würden dann auch zentral für 14 Tage unter Quarantäne gestellt, sagte ein Mitglied der Nationalen Gesundheitskommission am Dienstag in Peking. Zuletzt war wiederholt vermutet worden, dass eine hohe Zahl von Infizierten in der offiziellen Statistik nicht auftaucht und dass Infizierte andere Menschen anstecken, weil sie gar nicht wüssten, dass sie das Virus in sich tragen.

In einem Eintrag auf einer Internet-Plattform vom 12. März etwa hatte ein Einwohner aus Yueyang erklärt, es habe mehrere Neu-Infizierte in der Stadt gegeben, auf der offiziellen Liste stehe aber die Zahl null. Die örtliche Regierung hatte daraufhin erklärt, es seien tatsächlich fünf Personen positiv getestet worden. Da sie aber keine Symptome gehabt hätten, seien die Behörden auch nicht verpflichtet gewesen, dies öffentlich mitzuteilen.

Zweifel gibt es zudem in der Stadt Wuhan, in der die Pandemie ihren Ausgang nahm. Dort sagten Bewohner und medizinisches Personal der Nachrichtenagentur Reuters, es habe in einigen Kliniken Probleme mit den Tests gegeben. Das habe bedeutet, dass einige Infizierte nicht registriert und nicht in die Statistik einbezogen worden seien.

Auch Experten fragen sich, warum die Zahlen aus der von der Kommunistischen Partei gelenkten Volksrepublik eher niedrig sind. ««Selbst wenn die Fälle in China um das Hundertfache über den offiziellen Daten liegen würden, wären immer noch weniger als ein Prozent der Bevölkerung infiziert»», sagte etwa Raina McIntyre, Leiterin des Bereichs Biosecurity am Kirby Institute an der University of Now South Wales.

Offiziell gelten in China mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern derzeit rund 81'500 Menschen als infiziert. In Staaten mit deutlich weniger Einwohnern - den USA, Italien und Spanien - werden höhere Fallzahlen genannt. Auch die Zahl der Menschen, die an der Lungenerkrankung gestorben sind, liegt dort höher als in China. (sda/reu)
11:16
Empire State Building wird zur Alarmglocke
Eindrückliche Bilder aus New York: Am Montagabend (Ortszeit) verwandelte sich das Empire State Building in eine riesige Alarmglocke. Gemäss CNN soll es eine Geste an das Gesundheitspersonal sein. Der Empire State Realty Trust sagte, die Lichter symbolisieren «Amerikas Herzschlag».



Noch ein Video:
11:08
Indonesien lässt keine Ausländer mehr einreisen
Indonesien verhängt im Kampf gegen das Coronavirus einen Einreise- und Durchreisestopp für Ausländer. Ausnahmen werde es für Diplomaten und andere offizielle Besucher sowie Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz geben, kündigte Aussenminister Retno Marsudi am Dienstag an.

Ab wann der Einreisestopp gilt, sagte er nicht. In dem südostasiatischen Inselstaat gibt es bislang 1414 bestätigte Fälle des Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Indonesien - besonders seine Insel Bali - ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Eine ähnliche Reisesperre haben auch andere Staaten eingeführt, darunter Australien, Neuseeland und Singapur. (sda/dpa)
10:34
Kardinal in Rom an Covid-19 erkrankt
Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom ist an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Der Kardinalvikar des Bistums, Angelo De Donatis, sei der erste Kardinal, der sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews.

Der 66-Jährige habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.

Der Papst ist Bischof von Rom. Franziskus habe mit De Donatis aber in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews. In dem kleinen Kirchenstaat gibt es mittlerweile einige wenige Corona-Fälle. Franziskus ist allerdings nicht betroffen, wie der Vatikan am Wochenende mitgeteilt hatte. (sda/dpa)
9:47
Anlage des US Open wird wegen Corona umfunktioniert
Auf dem Gelände des US Open gibt es demnächst 350 temporäre Spital-Betten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York.

Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von täglich 25'000 Essenspaketen genutzt werden. Verteilt werden diese unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder. (sda/dpa)
9:22
Israel verhängt strengere Ausgangsbeschränkungen
Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus noch strengere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Regierung verbot unter anderem öffentliche Gebete und Hochzeiten, wie das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Nacht zum Dienstag mitteilte.

An der Klagemauer in Jerusalem dürfen nur noch bis zu zehn Menschen beten. Sie müssen dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander halten.

Nur 15 Prozent der Angestellten sollen zur Arbeit gehen. Auch am Arbeitsplatz gelten strenge Anweisungen, vor Ankunft müssen die Beschäftigten Fieber messen und eine Erklärung ausfüllen, dass sie keine Corona-Symptome aufweisen.

Insgesamt sind die Menschen weiter angehalten, zu Hause zu bleiben. Von diesem Dienstag an sollten rund 600 israelische Soldaten die Polizei dabei unterstützen, die Einhaltung der Einschränkungen durch die Bevölkerung zu gewährleisten.
Ultra Orthodox Jews gather during a protest against government's measures to stop the spread of the coronavirus in the orthodox neighborhood of Mea Shearim in Jerusalem, Monday, March 30, 2020. (AP Photo/Mahmoud Illean)
Bild: AP
6:14
Kanada hilft Ureinwohnern beim Umzug in die Wildnis
In der Corona-Krise hilft Kanadas Regierung den Ureinwohnern des Landes dabei, sich in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür sollen rund 2,6 Millionen kanadische Dollar zu Verfügung gestellt werden, teilte die Regierung in Ottawa am Montag (Ortszeit) mit.

Viele Ureinwohner in dem Gebiet Nordwest-Territorien im Norden Kanadas lebten eng zusammen in grossen Familienverbünden, weil es zu wenig Häuser und Wohnungen gebe, sagte Kami Kandola, Gesundheitsbeauftragter der Region. Viele von ihnen wollen nun in Jagd- oder Fischerhütten in der Wildnis des Gebiets ziehen, wo sie besser voneinander Abstand halten können, um sich und andere so vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen.

«Unsere Ältesten und Weisesten haben uns immer gesagt: »Es wird ein Tag kommen, an dem wir auf das Land gehen müssen.« Und jetzt ist dieser Tag», sagte Norman Yakeleya, Chef der Dene-Ureinwohner. (sda/dpa)
5:22
China meldet 48 weitere Infektionen mit Coronavirus
China hat 48 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mitteilte, wurden sämtliche Fälle erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind.

Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik fast ausschliesslich nur noch solche «importierte Fälle». Die Ausbreitung im Inland ist dagegen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht worden.

Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden. Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist.
5:07
Einsame Beerdigungen in Spanien
Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heisst.

Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist. Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien.

Spanien ist nach Italien das Land mit den weltweit meisten Todesopfern der Pandemie. Laut der jüngsten Bilanz vom Montag wurden in Spanien 7340 Todesopfer verzeichnet, in Italien waren es 11'591. (sda/afp)
4:35
Grosse Pyramide in Gizeh mit Corona-Slogans erleuchtet
epaselect epa08332931 General view of the pyramids lit up with text encouraging Egyptians to stay home and safe because of  COVID-19 and sending a thank you massage to those keeping poeple safe  in Giza, Egypt, 30 March 2020. Egyptian authorities had announce a two-week curfew, which started on 25 March, during which public transportation will be suspended to avoid the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the COVID-19 disease.  EPA/KHALED ELFIQI
Bild: EPA
Auf die Grosse Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. «Bleibt sicher», «Bleibt zuhause» und «Dank an jene, die uns sicher halten» war am Montagabend in blauen und grünen Lichtzeichen auf dem mächtigen Grabmal des Pharaos Cheops nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen.

Die Pyramiden von Gizeh sind ebenso wie zahlreiche andere Touristenattraktionen des Landes wegen der Pandemie derzeit geschlossen.

In Ägypten gab es bis Montag 656 offiziell verzeichnete Corona-Infektionsfälle, mindestens 41 Menschen starben dort an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Der Tourismussektor des Landes ist infolge der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen. (sda/afp)
3:10
Mehr als 3000 Tote in den USA
In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163'000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.
1:35
50'000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen
Der zweitgrösste US-Autohersteller Ford will im Kampf gegen die Corona-Krise zusammen mit dem Industriekonzern General Electric (GE) 50'000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen herstellen. Das teilte Ford am Montag mit.

Die Produktion soll am 20. April beginnen und mit rund 500 Beschäftigten in drei Schichten fast rund um die Uhr laufen. Die Unternehmen gehen davon aus, ab Anfang Juli eine Fertigungskapazität von 30'000 Geräten pro Monat zu erreichen.

Ford und GE hatten vor rund einer Woche angekündigt, die Kräfte zu bündeln, um die Produktion dringend zur Bewältigung der Corona-Pandemie benötigter Beatmungsgeräte zu beschleunigen. Zuvor hatten einige Konzerne, darunter auch Fords grosser Rivale General Motors (GM), der US-Regierung Hilfe angeboten.

Präsident Donald Trump ging es jedoch nicht schnell genug – er wandte am Freitag ein für Kriegszeiten gedachtes Gesetz an, um den Druck auf GM zu erhöhen. (sda/dpa)
1:00
US-Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden
Der Einreisestopp der USA für Europäer zur Bekämpfung des Coronavirus soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen bleiben laut US-Präsident Donald Trump in Kraft und werden möglicherweise sogar verschärft.
Bild: AP
Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Rosenarten des Weissen Hauses.

Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. «Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben.» Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, verlängert werden sollte.

Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Grossbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte «Green Card».
00:27
USA schicken medizinische Hilfsmittel nach Italien
Die USA schicken nach Angaben von US-Präsident Donald Trump medizinische Hilfsmittel im Wert von 100 Millionen Dollar in das von der Coronavirus-Krise gezeichnete Italien.

Trump sagte am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus, er habe darüber gerade mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte gesprochen. «Guiseppe war sehr, sehr glücklich.» Trump kündigte an, nach Möglichkeit auch Beatmungsgeräte nach Italien, Frankreich und Spanien zu schicken.
23:29
Britischer Fetisch-Shop verschenkt OP-Kleidung an Klinik
Ein Online-Händler für Fetischisten hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie alle vorrätigen OP-Kittel an ein britisches Spital gespendet. Zuvor hätten verzweifelte Vertreter des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS sie kontaktiert, teilte die Firma MedFet UK am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Es habe sich allerdings nur um einige Sets der Wergwerfkittel gehandelt. Der NHS ist chronisch unterfinanziert und überlastet. Viele Ärzte und auch Pflegepersonal kritisieren immer wieder, dass ihnen Schutzausrüstungen wie Kittel, Mundmasken und Schürzen fehlten. In der Not zogen sich Krankenschwestern bereits grosse Müllsäcke über. (sda/dpa)
22:45
Kalifornischer Gouverneur: Brauchen 50'000 zusätzliche Spitalbetten
Kalifornien braucht mindestens 50'000 zusätzliche Krankenbetten, um die Versorgung von Patienten während der Corona-Krise zu bewältigten. Dies teilte der Gouverneur des US-Westküstenstaates, Gavin Newsom, am Montag mit.

Mit einer neuen Gesundheitsinitiative wolle er in den kommenden Wochen zusätzlich 37'000 Ärzte, Ärztinnen, Pfleger, Krankenschwestern und Pharmazeuten mobilisieren, etwa Personal aus dem Ruhestand holen oder Studenten einsetzen, sagte der Demokrat.

Auch in Kalifornien haben steigende Infiziertenzahlen in der Corona-Pandemie das Gesundheitssystem überlastet. In den vergangenen vier Tagen habe sich die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern verdoppelt, sagte Newsom. Am Wochenende war ein Lazarettschiff des US-Militärs in Los Angeles eingetroffen. Die «Mercy» soll mit ihren 1000 Betten als zusätzliche Klinik dienen.

In Kalifornien sind nach Informationen am Montag mehr als 6300 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen, in dem Westküstenstaat starben bereits 133 Menschen. Besonders besorgniserregend ist die Lage im Bundesstaat New York mit über 66'000 bestätigten Coronavirus-Fällen. (sda/dpa)
22:42
Netanjahu in Quarantäne - Beraterin mit Coronavirus infiziert
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich wegen eines Corona-Falls in seinem Büro vorsorglich in Quarantäne begeben. Wie sein Büro am Montag mitteilte, befolgen Netanjahu und seine engsten Mitarbeiter sicherheitshalber die Quarantäne-Massnahme.

Erste Coronavirus-Tests bei dem 70-jährigen Regierungschef, seiner Familie und seinen übrigen Mitarbeitern fielen, wie am Montagabend bekannt wurde, negativ aus.

Netanjahu habe keinen engen Kontakt zu der infizierten Mitarbeiterin gehabt und diese auch nicht persönlich getroffen, erklärte sein Büro. In den vergangenen zwei Wochen seien Netanjahu und die Mitarbeiterin niemals gleichzeitig im selben Raum gewesen. (zap/sda/dpa/afp)
Wegen Korruption angeklagt: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu.
Bild: AP
22:35
Corona-Massnahmen in Finnland werden verschärft und verlängert
Die finnische Regierung will die von ihr ergriffenen Massnahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen und verlängern.

Alle bisher geltenden Massnahmen sollen um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert werden, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin und einige ihrer Kabinettsmitglieder am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Helsinki sagten. Das Parlament, in dem Marins Regierungskoalition eine breite Mehrheit hat, muss all dem vor dem Inkrafttreten noch zustimmen.

Unter anderem bleiben die Schulen weiter geschlossen und die Schüler ab der vierten Klasse werden aus der Ferne unterrichtet. Zudem soll das öffentliche Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen bis zum 31. Mai ausgeweitet werden, bis dahin soll auch die geplante Schliessung von Restaurants, Cafés und Kneipen gelten. (zap/sda)
Prime Minister Sanna Marin gives a press conference to announce measures to combat the coronavirus outbreak, in Helsinki, Finland, Tuesday March 17, 2020. For most people, the new COVID-19 coronavirus causes only mild or moderate symptoms, but for some it can cause very severe illness.(Mikko Stig/Lehtikuva via AP)
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22:18
Hoffnung für Tausende Touristen: Rückflüge aus Südafrika in Sicht
Für mehr als 10'000 in Südafrika festsitzende ausländische Touristinnen und Touristen zeichnet sich trotz einer Einstellung des kommerziellen Flugbetriebs eine Lösung ab.

Dank intensiver Gespräche mit der Regierung des Kap-Staates könnten Rückflüge schon bald starten, sagte der deutsche Botschafter Martin Schäfer am Montag dem südafrikanischen TV-Sender SABC.

Eventuell zum Ende der Woche schon seien erste Rückflüge nach Europa mit der nationalen südafrikanischen Fluggesellschaft SAA möglich. «Wir haben einen Deal mit SAA, brauchen aber noch Genehmigungen», sagte er später dem Sender eNCA.

In Südafrika wurden mit dem Inkrafttreten einer dreiwöchigen strikten Ausgangssperre am vergangenen Freitag alle Landgrenzen geschlossen und der Bahn- und Flugbetrieb eingestellt. Ähnliche Restriktionen traten auch in den Nachbarländern Simbabwe und Lesotho, aber auch Ruanda sowie diversen Metropolen des Kontinents in Kraft. (zap/sda/dpa)
21:22
Rund 150'000 bestätigte Corona-Infektionen und fast 3000 Tote
In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 150'000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Dort gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China.

Bis Montagnachmittag (Ortszeit) gab es 153'000 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Mehr als 2800 Menschen kamen in den USA laut Johns Hopkins infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben.

Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. Die Zahl der bekannten Infektionen etwa hatte erst am Freitag die Marke von 100'000 überschritten. Bis zu dem Zeitpunkt waren rund 1500 Tote gemeldet gewesen.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. (zap7sda/dpa)
In this Sunday March 29, 2020 provided by the Office Of Mayor Garrcetti National Guard troops set up beds as a medical station to help relieve nearby hospitals as they fight COVID-19 and coronavirus, at the Los Angeles Convention center in downtown Los Angeles. National Guard troops set up beds in the sprawling Los Angeles Convention Center, converting it from a site that normally hosts meetings, trade shows and exhibitions into a field hospital. (Office of Mayor Eric Garcetti via AP)
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21:15
Erste Coronavirus-Infektion in Kriegsgebiet Ostukraine bestätigt
Im Kriegsgebiet Luhansk im Osten der Ukraine haben die Behörden der Separatisten erstmals eine Infektion mit dem gefährlichen Coronavirus bestätigt. Der Patient sei in einem Krankenhaus isoliert worden, teilte der zuständige Arzt, Dmitri Dokaschenko, am Montag in Luhansk örtlichen Medien zufolge mit.

Mehr als 200 Menschen befinden sich in dem Gebiet unter Beobachtung in medizinischen Einrichtungen. Im benachbarten Donezker Rebellengebiet soll es dagegen bisher keine Infektionen geben. Die Donezker Aufständischen untersagten den Bewohnern jegliche Ausreisen.

Die Ukraine, die selbst nach offiziellen Angaben bereits 480 mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen hat, sperrte den Zugang zur Region komplett. Einreisen sind aber aus Russland möglich. Internationale Hilfsorganisationen befürchten bei einer Ausbreitung des Coronavirus in dem Kriegsgebiet eine humanitäre Katastrophe. (zap/sda/dpa)
21:03
Italiens Regierung verlängert Ausgangssperre bis Ostern
Die wegen der Corona-Pandemie in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montagabend mit.

Die Regierung folge damit der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums, alle Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten. Mit 11'591 Opfern führt Italien die weltweite Rangfolge der Corona-Toten an.

Allerdings sehen die Behörden mittlerweile leichten Grund zur Hoffnung. Der Anstieg bei den Neuinfektionen sank nach Angaben des italienischen Zivilschutzes am Montag auf ein neues Tief von 4,1 Prozent. Zudem ging erstmals die Zahl der aktuell Erkrankten im Pandemie-Epizentrum rund um Mailand zurück. Die Zahl der geheilten Patienten erreichte in den vergangenen 24 Stunden mit 1590 Fällen ihren höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. (zap/sda/afp)
Italian Health Minister Roberto Speranza addresses the Chamber of Deputies of the Italian Parliament in Rome, Thursday, Jan. 30, 2020. Italian health authorities are screening passengers aboard a cruise ship docked north of Rome after a passenger from Macao came down with flu-like symptoms amid the global scare about a new virus, officials said.The Costa Crociere cruise line said the 54-year-old woman and her partner, who has no symptoms, were immediately put in isolation on Wednesday and the case reported to Italian maritime authorities. (Roberto Monaldo/LaPresse via AP)
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20:56
Prinz Charles nach Corona-Infektion aus Quarantäne entlassen
Nach seiner Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat der britische Thronfolger Prinz Charles die Quarantäne wieder verlassen können. In Absprache mit seinem Arzt habe der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. am Montag die Selbst-Isolation beendet, teilte sein Büro mit.

Der 71-Jährige sei «wohlauf» und habe nur leichte Symptome der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gehabt. Der Prinz war vor einer Woche positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Er begab sich deshalb zusammen mit seiner ein Jahr älteren Frau Camilla, die sich nicht angesteckt hatte, in Schottland in Selbstisolation.

In Grossbritannien wurden bisher knapp 20'000 Infektionsfälle registriert, mehr als 1200 Menschen starben offiziellen Angaben zufolge an Covid-19. (zap/sda/afp)
epa08331640 (FILE) - Britain's Charles, Prince of Wales (front) and Camilla, Duke and Duchess of Cornwall arrive at the Cabinet Office in Whitehall in London, Britain, 13 February 2020 (reissued 30 March 2020). According to reports on 30 March 2020, Britain's Prince Charles, the Prince of Wales who was tested positive for coronavirus COVID-19, has ended his seven day self isolation after first consulting his doctor. The Clarens House had earlier informed that the Prince had mild symptomps and has been working from home so far.  EPA/NEIL HALL *** Local Caption *** 55871878
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20:49
Keine gedruckten Zeitungen erscheinen mehr
In dem von der Corona-Pandemie besonders hart betroffenen Iran sollen vorerst keine gedruckten Zeitungen und Zeitschriften mehr erscheinen.

«Zur effektiven Umsetzung des vom Gesundheitsministerium verabschiedeten Plans zur Reduzierung sozialer Kontakte sollen bis zum angegebenen Datum (8. April) keine Zeitungen mehr gedruckt werden und nur noch online erscheinen», zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Montag einen Sprecher des Corona-Krisenstabs im Innenministerium.

Derzeit erscheinen etwa 65 Zeitungen und Zeitschriften im Land, einschliesslich der bei den Iranern sehr beliebten Sportzeitungen. Der Iran leidet bereits seit Februar unter der Corona-Krise. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bisher mehr als 40'000 Infektionen und 2757 Covid-19-Tote registriert. (zap/sda/dpa)
People wearing protective clothings, masks and gloves, attend the funeral of a victim who died after being infected with the new coronavirus, at a cemetery just outside Tehran, Iran, Monday, March 30, 2020.The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)
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20:16
Zahl der Toten steigt in Frankreich auf über 3000
In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Montag auf mehr als 3000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden am Montag mitteilten.

Mehr als 5000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hiess es weiter. Insgesamt seien aktuell fast 21'000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Spital. Rund 34 Prozent der schwer Erkrankten seien jünger als 60 Jahre, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Insgesamt zählt Frankreich 44 550 bestätigte Infektionen.

«Bleiben Sie zu Hause, um Leben zu retten», mahnte er. Bisher habe es in Frankreich etwa 5000 Intensivbetten gegeben, man erhöhe derzeit die Kapazitäten. «Wir streben 10'000 Betten an», sagte Salomon. Er geht davon aus, dass die Zahl der Menschen, die mit schweren Krankheitsverläufen in Spitäler kommen, gegen Ende der Woche sinkt.
Medical staffs evacuate a patient infected with the Covid-19 virus into a French military helicopter heading to Switzerland to ease the situation in eastern France, Monday, March 30 2020 in Strasbourg, eastern France. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Jean-Francois Badias)
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Coronavirus: Was du wissen musst

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Coronavirus: Was du wissen musst
quelle: ap / zoltan balogh
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Hier grillt eine Abgeordnete den Chefbeamten, bis er Corona-Gratistests verspricht

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214 Kommentare
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DerGrund
28.03.2020 16:28registriert November 2015
Warum leben die Fussballfunktionäre und Spieler der grossen europäischen Clubs nicht vom Ersparten ihrer exorbitanten Saläre, welche in keinem Verhältnis stehen zum Mehrwert, den sie der Gesellschaft bringen?
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Rethinking
28.03.2020 07:58registriert Oktober 2018
„Macron fordert mehr europäische Solidarität„

Aber die Atemschutzmasken der Schweiz halten sie zurück... Sehr solidarisch...
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Rectangular Circle
28.03.2020 07:42registriert Dezember 2017
Wow. Deutschland brüstet sich mit sechs ausgeflogenen Patienten, man sei logischweise Solidarisch – und blockiert gleichzeitig Atemschutzmasken für die Schweiz.

Und Macron ruft zu Solidarität auf in Europa – aber Frankreich blockiert auch Atemschutzmasken für die Schweiz.

Irgendwie find ich das heuchlerisch ...
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