International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mexiko will Cannabis legalisieren – als drittes Land der Welt



Mexikos Senat hat der Freigabe von Cannabis für den Freizeitkonsum zugestimmt. Das Oberhaus des Parlaments verabschiedete am Donnerstag einen Gesetzentwurf zur Regulierung des Konsums von und Handels mit Marihuana mit 82 zu 18 Stimmen, bei sieben Enthaltungen. Der Oberste Gerichtshof des nordamerikanischen Landes hatte vergangenes Jahr ein solches Gesetz angeordnet.

epa08830188 Senator Armando Guadiana celebrates the passing of a bill to legalize adult-use cannabis, in Mexico City, Mexico, 19 November 2020. On 19 November, the Mexican Senate approved legalizing recreational marijuana.  EPA/JOSE PAZOS FABIAN

Senator Armando Guadiana befürwortet – offensichtlich – die Legalisierung. Bild: keystone

Es fehlt nun noch die Zustimmung des Unterhauses, der Abgeordnetenkammer. Mexiko wäre nach Uruguay und Kanada der dritte Staat, und mit knapp 130 Millionen Einwohnern der mit Abstand bevölkerungsreichste, der den Freizeitkonsum der pflanzlichen Droge landesweit zulässt.

Das Gesetz erlaubt Erwachsenen unter anderem den Besitz von bis zu 28 Gramm Marihuana, dessen Kauf in zugelassenen Geschäften und das Züchten von bis zu vier Cannabispflanzen für den eigenen Konsum. Einschränkungen gelten etwa für den Konsum in der Öffentlichkeit.

Das sind die schönsten Joints der Welt

Das höchste Gericht des Landes hatte geurteilt, das 100 Jahre alte absolute Verbot verletze das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit. Die Richter hatten dem Kongress eine Frist bis zum 15. April gesetzt, ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde diese bis zum 15. Dezember verlängert.

Befürworter des Gesetzes argumentierten, die Freigabe könne auch den mächtigen Drogenkartellen schaden. Aktivisten für die Legalisierung von Marihuana hatten sich gegen den Entwurf ausgesprochen, weil er aus ihrer Sicht unter anderem der Industrie mehr Rechte einräumt als den Konsumenten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Ofe, Guuge, Tschoint: Wie sagst du eigentlich diesem Marihuana-Teil?

Uruguay legalisiert als erstes Land Marihuana

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

St.Pauli stellt Trikots selber her – weil grosse Anbieter auf Nachhaltigkeit pfeifen

Der FC St.Pauli gilt schon lange als «der etwas andere Fussballklub». Die Hamburger pflegen dieses Image aber nicht nur, sie tun auch etwas. Ab der kommenden Saison laufen die Spieler in Trikots auf, die selber produziert werden.

Die einen Trikots haben drei Streifen, andere einen Swoosh. Beim FC St.Pauli könnte das Herstellerlogo künftig identisch mit dem Vereinswappen sein – denn der Klub aus der 2. Bundesliga produziert sein Trikot künftig selber.

Der Vertrag mit dem aktuellen Ausrüster Under Armour läuft Ende Saison aus. St.Pauli hat ihn nicht erneuert und sich stattdessen nach Alternativen umgesehen. Aber kein Hersteller konnte die Kriterien bezüglich Nachhaltigkeit, Transparenz und Fairtrade erfüllen. Und …

Artikel lesen
Link zum Artikel