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Schiffbruch im Ärmelkanal: mindestens drei Tote auf dem Weg nach England

Bei der Überfahrt von Frankreich in Richtung Grossbritannien sind nach Berichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen – darunter auch ein Kind.



Bei der Überfahrt von Frankreich in Richtung Grossbritannien sind nach Berichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Das Boot der Migranten sei gekentert, teilte die Nichtregierungsorganisation Channel Rescue am Dienstag mit. Demnach wurden noch mehrere Menschen vermisst. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf die zuständige Präfektur vier Tote.

Es starben demnach ein Mann, eine Frau und zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren. Der Vorfall ereignete sich nahe der Gemeinde Loon-Plage, westlich der französischen Küstenstadt Dunkerque (Dünkirchen).

Insgesamt 18 Menschen wurden nach offiziellen Angaben in Krankenhäuser in Calais und Dunkerque gebracht. In einer Mitteilung der Seepräfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee vom Nachmittag war jedoch nicht von Toten die Rede. Die Präfektur sprach von einer grossangelegten Rettungsaktion.

Das Boot der Migranten sei gesunken. Lokalen Medienberichten zufolge waren Menschen aus dem Iran in dem Boot unterwegs gewesen. Die Seepräfektur war zunächst nicht für eine weitere Stellungnahme erreichbar.

Der Ärmelkanal als Nadelöhr

In diesem Jahr sollen etwa 5000 Menschen in Hunderten kleinen Booten den Ärmelkanal von Frankreich nach Grossbritannien überquert haben – wie viele es genau waren, weiss niemand. Häufig waren auch Kinder, sogar Babys, darunter. Die Meeresenge ist an der engsten Stelle nur etwa 35 Kilometer breit. Die Überfahrt ist gefährlich, vor allem weil der Meeresarm von vielen grossen Schiffen befahren wird.

Fast alle Migranten geben an, aus armen Ländern und politischen Konfliktregionen zu kommen – etwa aus dem Iran, dem Irak, aus Syrien, Äthiopien oder dem Jemen. Die meisten von ihnen beantragen Asyl. (sda/dpa)

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