International
Naher Osten

Abgesagte Flüge: Arabische Länder übernehmen Kosten für Gestrandete

Stranded travelers wait as flights to the Middle East are cancelled following the attack on Iran by the U.S. and Israel, at Ngurah Rai International Airport in Kuta, Bali, Indonesia on Sunday, March 1 ...
Gestrandete Menschen im Ngurah Rai International Airport in Kuta, Bali, Indonesien, 1. März 2026.Bild: keystone

Abgesagte Nahost-Reisen: Wer im Kriegsfall zahlen muss

02.03.2026, 17:1602.03.2026, 17:16

Bei abgesagten oder gestörten Pauschalreisen in den Nahen Osten infolge der Kriegslage müssen Reisende zusätzliche Kosten oft selbst tragen. Reiseveranstalter seien bei sogenannter höherer Gewalt zwar zur Unterstützung verpflichtet, haften aber nicht für Ausfälle oder Mehrkosten, schreibt der Schweizer Reise-Verband in einer Mitteilung am Montag auf seiner Internetseite.

Konkret müssten Veranstalter Hilfe bei der Rückreise organisieren und bei Bedarf etwa verlängerte Hotelaufenthalte ermöglichen. Die vertragliche Leistungspflicht bleibe bestehen. Entstünden jedoch wegen Flugausfällen oder der Sicherheitslage Zusatzkosten – etwa für alternative Flüge oder längere Aufenthalte –, müssen diese grundsätzlich die Reisenden selbst übernehmen.

Ob eine Reiseversicherung einspringe, hänge vom Einzelfall ab. Könnten geplante Reisen wegen Sicherheitsrisiken gar nicht stattfinden, müssten Veranstalter Kundinnen und Kunden informieren sowie Umbuchungen oder kostenlose Stornierungen anbieten.

Emirate und Saudi-Arabien zahlen

Kulant zeigten sich bislang die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie übernehmen nach Behördenangaben die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Dies gelte für «alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere». Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20'200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten.

In Saudi-Arabien teilte das Aussenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Nach dem US-israelischen Angriff auf den Iran und dessen Vergeltungsschlägen im Nahen Osten kam es zu grossflächigen Luftraumsperrungen und Reisewarnungen für mehrere Staaten in der Region. Das Schweizer Aussendepartement gab nicht nur Reisewarnungen für Israel und den Iran aus. Es rät seit dem Wochenende offiziell auch von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
1 / 5
Ein Trio soll Iran vorübergehend führen

Irans Präsident Massud Peseschkian

quelle: ap / vahid salemi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Diese Karte zeigt eine Übersicht der Angriffe des Kriegs im Iran nach 48 Stunden
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Darum nennt Israel die Militäroperation «Löwengebrüll»
Benjamin Netanyahu, Sohn eines Historikers, greift gerne auf historische und biblische Bilder, Figuren und Geschichten zurück, um politische Botschaften zu vermitteln und sein Narrativ zu bestärken.
Zur Story